Das ADAC MX Masters in Dreetz gilt im Rennkalender als der ultimative Härtetest für Mensch und Maschine. Der tiefe, märkische Sand des MC Dreetz e.V. verzeiht keine Unkonzentriertheit und verlangt eine perfekte Abstimmung des Materials. Das Becker Racing Team stellte sich dieser Herausforderung am vergangenen Wochenende mit Bravour und konnte in allen Klassen Akzente setzen – gekrönt durch einen Sprung unter die Top 3 der Meisterschaftstabelle der Königsklasse und herausragende Einzelleistungen im Nachwuchsbereich.
ADAC MX Masters: Spies auf Meisterschaftskurs
In der prestigeträchtigen Königsklasse bewies Maximilian Spies einmal mehr, dass er zur absoluten Elite des deutschen Motocross gehört. Bereits in der Qualifikation deutete er mit Rang 7 sein Potenzial an. In den drei Wertungsläufen zeigte Spies dann eine taktische und kämpferische Meisterleistung. Mit den Plätzen 3, 4 und 5 demonstrierte er eine beeindruckende Konstanz im tiefen Sand, die ihn am Ende des Wochenendes auf den vierten Gesamtrang der Tageswertung brachte. Dieser Erfolg hat weitreichende Folgen für die Tabelle, denn Spies klettert damit auf den hervorragenden dritten Rang der Meisterschaftswertung nach oben.
Nico Koch zeigte ebenfalls eine gewohnt solide Leistung und erkämpfte sich trotz der tückischen Bodenverhältnisse den 14. Platz in der Tageswertung. Damit festigt er seine Position in den Top 10 der Gesamteisterschaft. Marnique Appelt (P25) und der Belgier Thomas Vermijl (P28) komplettierten das Aufgebot und stellten sich tapfer den immer tiefer werdenden Spurrillen, auch wenn das Glück in den engen Zweikämpfen nicht immer auf ihrer Seite stand.
Youngster Cup & Young Talents Teamwertung: Konstanz im Fokus
Im ADAC MX Youngster Cup lag ein besonderes Augenmerk auf der internationalen Zusammensetzung des Teams. Lucas Bruhn zeigte über alle drei Läufe hinweg konstanten Biss und sicherte sich Gesamtrang 17. Ian Ampoorter steigerte sich im Verlauf des Wochenendes enorm und setzte mit einem starken zwölften Platz im finalen Durchgang ein echtes Ausrufezeichen, was ihm in der Tageswertung P21 und in der Meisterschaft den zwölften Rang einbrachte. Joshua Völker beendete das Wochenende auf dem 28. Gesamtrang.
Besonders erfreulich ist es, dass in der separaten „Young Talents Team Championship“ das Becker Racing Team aktuell den starken 9. Platz belegt. Dies unterstreicht die Philosophie des Teams, junge Talente gezielt zu fördern und in den Top 10 zu landen. Ein weiteres Highlight war zudem der Gaststart des Indonesiers Mohammad Zidane Alnesa Pratama. Er musste sich im hart umkämpften Last-Chance-Rennen beweisen, schied jedoch nach einem Sturz vorzeitig aus.
Junior Cup 125: Mark Tanneberger mit bisher bester Platzierung
Ein wahres Feuerwerk brannte Mark Tanneberger im ADAC MX Junior Cup 125 ab. Nachdem er im ersten Lauf als 17. noch im Mittelfeld finishte, folgte im zweiten Rennen der große Paukenschlag. Nach einem perfekten Start katapultierte er seine KTM an die Spitze des Feldes und erkämpfte sich mit Platz 4 sein bisher bestes Laufergebnis in dieser Klasse. Dieser Husarenritt bescherte ihm Gesamtrang 8 in Dreetz und einen hervorragenden fünften Platz in der Meisterschaftstabelle. Luca Frank (P24) sammelte ebenfalls wichtige Punkte, während Marius Simonsen (P38) das Pech gepachtet hatte und nach einem Sturz im zweiten Lauf vorzeitig aufgeben musste.
Starkes Team-Ergebnis und Ausblick
In der Hauptwertung der ADAC MX Masters Team Championship 2026 rangiert das Becker Racing Team nach den Läufen von Dreetz nun auf einem exzellenten fünften Platz.
Teamchef Thomas Becker: „Dreetz ist physisch und mental eine enorme Belastung für die Fahrer. Dass wir mit Max auf P3 in der Meisterschaft stehen und Mark im Junior Cup sein bisher bestes Ergebnis eingefahren hat, macht mich unglaublich stolz. Auch die Platzierungen in den Teamwertungen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir nehmen diesen Schwung nun direkt mit über die Grenze.“
Das nächste Rennen führt das Team zur dritten Runde der ADAC MX Masters ins französische Bitche. Dort wartet erneut sandiger Untergrund auf die Piloten, was nach den starken Ergebnissen von Dreetz für zusätzliche Motivation sorgt.