Tim Gajser vom Monster Energy Yamaha Factory MXGP Team hat beim MXGP von Lettland einen starken vierten Gesamtrang belegt. Nach einigen schwierigen Rennen meldete sich der fünfmalige Weltmeister mit einem soliden Ergebnis zurück, das er seinen konstanten Plätzen 5 und 4 auf der Sandstrecke von Kegums verdankte. Gleichzeitig erlebte Maxime Renaux ein herausforderndes Wochenende beim achten Lauf der Serie und musste sich mit dem 17. Gesamtrang begnügen.
Nachdem die letzten beiden Läufe der MXGP-Weltmeisterschaft für Gajser nicht nach Plan gelaufen waren, konzentrierte sich der Slowene in Lettland darauf, diese beiden Wochenenden hinter sich zu lassen. Ein siebter Platz im Qualifikationsrennen sicherte ihm eine gute Startposition, sodass der Yamaha-YZ450FM-Fahrer optimistisch in die Grand-Prix-Rennen am Sonntag blickte.
Gajser beendete die erste Runde des ersten Laufs auf dem sechsten Platz und war damit gut positioniert für ein starkes Ergebnis. Obwohl die Strecke mehrere Linien bot, gab es in vielen Kurven jedoch nur eine Hauptspur, was das Überholen erschwerte. Am Ende des Rennens hatte sich der 29-Jährige auf den fünften Platz vorgearbeitet, woraufhin sich sein Fokus schnell auf den zweiten Lauf richtete.
In der Anfangsphase des zweiten Rennens zeigte sich Gajser aggressiv und ging schnell an Fahrern vor ihm vorbei. Bis zur sechsten Runde hatte er sich auf Platz vier geschoben, konnte aber trotz aller Anstrengungen das führende Trio nicht mehr ganz einholen. Der vierte Platz im Rennen sicherte ihm den vierten Gesamtrang des Tages und sorgt dafür, dass Gajser weiterhin Vierter in der Meisterschaftswertung bleibt.
Der MXGP von Lettland erwies sich für Renaux als schwieriges Pflaster. Ein heftiger Sturz im Qualifikationsrennen führte zu einer schlechten Startplatzwahl für die Grand-Prix-Rennen. Im ersten Lauf startete der Franzose außerhalb der Top 20 und kämpfte sich bis auf Platz 11 vor. Das zweite Rennen begann deutlich vielversprechender, als er zeitweise auf Platz neun lag, bis ihn ein technisches Problem vorzeitig aus dem Rennen warf. Am Ende belegte Renaux den 17. Gesamtrang und liegt nun auf Platz sechs der Meisterschaft.
Nach einem durchwachsenen Renntag bei der achten Station der Saison kehrt das Team in zwei Wochen in Montevarchi, Italien, für die neunte Runde zurück, während sich die Serie allmählich ihrer Halbzeit nähert.
Tim Gajser 4. Platz MXGP von Lettland, 34 Punkte 4. Platz MXGP-Meisterschaftswertung, 294 Punkte
„Es war wieder ein schwieriges Wochenende, aber wir können trotzdem Positives mitnehmen. Ich konnte zwei konstante Läufe zeigen und alle Rennen beenden, was wichtig war. Im zweiten Lauf habe ich mich auf dem Motorrad viel besser gefühlt. Ich war näher an den Fahrern vor mir dran, konnte mein Tempo bis zum Schluss halten und insgesamt war es ein Schritt in die richtige Richtung. Die letzten drei Wochen waren wirklich anstrengend, daher liegt der Fokus jetzt darauf, das freie Wochenende zur bestmöglichen Erholung zu nutzen, um in Montevarchi wieder so nah wie möglich an die 100 % heranzukommen. Das ist das Ziel. Ich möchte mich auch beim Team und allen um mich herum für die Unterstützung bedanken. An schwierigen Wochenenden wie diesem ist es enorm wichtig, gute Leute um sich zu haben, die einen motivieren und helfen, positiv zu bleiben. Ich bin wirklich dankbar für all ihre harte Arbeit und ihren Zuspruch.“
Maxime Renaux 17. Platz MXGP von Lettland, 10 Punkte 6. Platz MXGP-Meisterschaftswertung, 261 Punkte
„Es war ein frustrierendes Wochenende für mich. Die Probleme begannen im Qualifikationsrennen, als ich nach einem Sprung hart landete und mir das Vorderrad beschädigte, sodass ich das Rennen nicht beenden konnte. Dadurch hatte ich für Sonntag einen Startplatz ganz außen, was die Sache von Anfang an schwierig machte. Im ersten Lauf erwischte ich keinen guten Start und hatte das ganze Rennen über Mühe, meinen Rhythmus und mein Tempo zu finden. Der zweite Lauf begann viel besser und ich kam auf einer guten Position aus der ersten Kurve, hatte dann aber in den ersten Runden einen kleinen Umfaller. Selbst danach lag ich noch gut im Rennen und hatte das Gefühl, nach vorne fahren zu können. Leider hatte ich dann ein technisches Problem, das mich zur Aufgabe zwang. Aber so ist der Rennsport manchmal. Wir werden uns neu sammeln, unter der Woche hart arbeiten und beim nächsten Lauf wieder bereit sein zu kämpfen.“
Text/Bild: Yamaha Racing