Courtney Duncan vom Dixon Racing Team Kawasaki verteidigte mit ihrer ersten Podiumsplatzierung der Saison beim britischen WM-Lauf im Foxhills Moto Parc den dritten Rang in der Gesamtwertung der FIM WMX Motocross-Weltmeisterschaft der Frauen.

Die Neuseeländerin, die nach einer krankheitsbedingt verpassten kompletten Saison 2025 noch immer nach jener absoluten Topform sucht, die ihr zwischen 2019 und 2023 vier Weltmeistertitel einbrachte, qualifizierte sich im Zeittraining als Vierte. Am Samstagnachmittag erwischte sie im ersten Wertungslauf jedoch einen schlechten Start und wurde an der ersten Zwischenzeit nur auf Position 16 geführt. Mit einer gewohnt entschlossenen Auftaktrunde schob sie sich bereits bis zum Ende der ersten Runde auf den vierten Platz nach vorne und übernahm in Runde zwei an einem der langen Anstiege den dritten Rang.

Da sie zu diesem Zeitpunkt bereits vier Sekunden Rückstand auf die Zweitplatzierte und weitere vier Sekunden auf die Führende hatte, stand ihr eine lange Aufholjagd bevor. Mit deutlich schnelleren Rundenzeiten als die Konkurrentinnen vor ihr übernahm sie in der sechsten Runde in der Wellensektion den zweiten Platz. Die Spitzenreiterin lag zwar immer noch sechs Sekunden voraus, doch Duncan kämpfte sich heran und lag zu Beginn einer hochdramatischen Schlussrunde direkt im Hinterrad ihrer Rivalin, während sich beide durch eine Reihe zu überrundender Fahrerinnen schlängelten. Die Kawasaki-Pilotin verpasste einen fulminanten Sieg nur hauchdünn und musste sich mit dem zweiten Platz begnügen – mit nur einer Sekunde Rückstand, nachdem beide Führenden in der allerletzten Runde jeweils ihre persönliche Bestzeit auf den Boden brannten.

Umfangreiche Streckenarbeiten über Nacht machten den Kurs für den zweiten Wertungslauf am Sonntagmorgen weniger technisch. In den ersten Runden war jedoch Vorsicht geboten, da die Strecke gründlich gewässert werden musste, um Sichtproblemen durch Staubentwicklung entgegenzuwirken, was den Untergrund rutschig machte. Die Neuseeländerin schoss direkt auf den dritten Rang nach vorne und lieferte sich in den Auftaktrunden einen beherzten Zweikampf mit der Führenden der Gesamtwertung, ehe sich die Meisterschaftsführende durchsetzen konnte. In der vierten Runde eroberte Duncan den dritten Platz zurück, als sie an einer schnell gestarteten Konkurrentin vorbeizog. Die Top-3-Ränge waren zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits bezogen, sodass sie sich mit dem dritten Platz im Wertungslauf und dem dritten Gesamtrang am Wochenende zufriedengeben musste.

Dieses Ergebnis festigte ihren dritten Platz in der WM-Gesamtwertung; zwar liegt sie deutlich hinter dem Führungsduo zurück, hat nun aber bei noch zwei verbleibenden WM-Läufen elf Punkte Vorsprung auf die Viertplatzierte.

Courtney Duncan: „Der erste Lauf gestern war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Die Geschwindigkeit war da, die Fitness ebenso. Ich war wieder ein bisschen die Alte; ich muss nur am Start besser wegkommen. Die Steigerung war das Ergebnis schlicht ergreifender, harter Arbeit, und ich habe die Strecke mit ihren Hügeln und Schräghängen geliebt – das war echtes Motocross der alten Schule. Es wäre schön gewesen zu gewinnen oder Zweite zu werden, aber ich bin überglücklich, wieder auf dem Podium zu stehen, und stolz auf die Fortschritte, die wir in den letzten sechs Wochen gemacht haben. Ich bin zwar noch nicht ganz wieder die Alte, aber ich bin auf einem verdammt guten Weg dorthin. Mein Dank gilt allen, die mir geholfen haben, hierher zu kommen.“

Text/Bild: Kawasaki Racing Team