Red Bull KTM Factory Racing MXGP-Star Lucas Coenen wird am kommenden Wochenende beim Grand Prix von Schweden, der 15. von 19 Runden der FIM-Weltmeisterschaft 2026, nicht an den Start gehen. Der Belgier setzt damit die Erholung und Rehabilitation nach seiner Verletzung an der linken Hüfte fort.

Coenen befand sich in Genesung und unterzog sich Behandlungen zur Besserung einer Ischiasnervschädigung, die ihn aufgrund der Schmerzen bereits zum Auslassen der Rennen in Tschechien und Belgien zwang. Der ehemalige Inhaber des Roten Nummernschilds und Gewinner von fünf GPs in dieser Saison hatte bei seiner Reha Fortschritte gemacht.

Gemeinsam mit dem Red Bull KTM Team und dem Physiotherapeuten des Teams entschied der 19-Jährige jedoch, dass die Reise nach Uddevalla an diesem Wochenende zu früh kommt und eine Rückkehr in den Rennbetrieb zum jetzigen Zeitpunkt einen Rückschlag sowie weitere Komplikationen verursachen könnte.

Der Plan sieht vor, den intensiven Behandlungsverlauf beizubehalten und danach von Tag zu Tag neu zu bewerten, inwieweit Lucas in der Lage ist, seine KTM 450 SX-F wieder in der Königsklasse zu steuern.

Lucas Coenen: „Das ist natürlich sehr schade für mich und das Team. Es war schon hart, meinen Heim-GP zu verpassen, und ich hatte gehofft, dass die zusätzlichen Tage mir erlauben würden, für Schweden fit zu werden, aber uns ist die Zeit davongelaufen. Ich habe immer noch etwas Schmerzen, und ein weiterer Sturz könnte uns wieder an den Anfang zurückwerfen oder Schlimmeres verursachen. Ich spüre, dass ich der vollen Fitness näher komme, aber noch bin ich nicht so weit.“

Davide De Carli, Red Bull KTM Factory Racing De Carli Team Manager: „Das ist hart für Lucas und seine Familie, aber das ist eine Verletzung, die man nicht überstürzen darf. Man muss nahe an den 100 % sein, um in der MXGP überhaupt etwas ausrichten zu können, und er ist für Schweden schlichtweg noch nicht bereit. Alles, was wir tun können, ist die Behandlung fortzusetzen und geduldig zu bleiben. In der Zwischenzeit werden wir alles geben, um Sacha in der MX2 zu unterstützen, und hoffen einfach, dass beide Brüder bald wieder gemeinsam fahren können, denn die verbleibenden GPs bis zum Saisonende zählen schnell herunter.“

Text/Bild: KTM/KTM Images/JP Acevedo