Nachdem mit dem letzten Lauf in Großbritannien die Halbzeitmarke überschritten wurde, biegt die Hertz FIM Trial-Weltmeisterschaft 2026 am kommenden Wochenende (29.–30. August) mit dem TrialGP von Frankreich – der fünften von sieben Runden – in Cahors im Südwesten des Landes, etwas mehr als einhundert Kilometer nördlich von Toulouse, auf die Zielgerade ein.

  • FIM Trial-Weltmeisterschaft reist für Runde fünf nach Frankreich
  • Toni Bou strebt in Cahors den Ausbau seiner TrialGP-Siegesserie an
  • Alex Canales und Harison Skelton verteidigen knappe Führungen in der Trial2 und Trial3 Junior

Als einzige Runde in dieser Saison, die an einem einzigen Tag mit Punktevergabe ausgetragen wird, können sich die Teilnehmer der Klassen TrialGP, Trial2 und Trial3 Junior auf Sektionen mit riesigen Felsen und steilen, losen Hängen in einem Steinbruch sowie auf Hindernisse an den Ufern eines Flusses freuen, wo weitere massive Felsbrocken und anspruchsvolle Auffahrten auf sie warten.

Das letzte Mal besuchte die Weltmeisterschaft Cahors im Jahr 2024, als Toni Bou (Montesa) seinen achtzehnten TrialGP-Titel in Folge sicherte. Und obwohl der spanische Superstar – der in dieser Saison bislang ungeschlagen ist – seinen unglaublichen zwanzigsten Titel in Serie an diesem Wochenende noch nicht sichern kann, wird ihn ein neunter Sieg in Folge in Reichweite der Meisterschaft bringen, wenn die Serie Anfang September für die sechste Runde in die Niederlande reist.

Da Bou einen souveränen Vorsprung von neunzig Punkten hält, spitzt sich der Kampf um den zweiten Platz zwischen seinen Landsleuten Jaime Busto (Beta) und Gabriel Marcelli (Montesa) zu. Der achtundzwanzigjährige Silbermedaillengewinner von 2025 hält einen hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt vor dem sechsundzwanzigjährigen Bronzemedaillengewinner der letzten Saison.

Das Duo hat sich in diesem Jahr als extrem ebenbürtig erwiesen, aber keiner der beiden Fahrer kann sich auf seinen Lorbeeren ausruhen, da der unverwüstliche Italiener Matteo Grattarola (Beta) nur fünfzehn Punkte zurückliegt und versucht, sich mit Rang drei oder besser seine bisher beste Karriereplatzierung zu sichern.

Mit neunundzwanzig Punkten Vorsprung auf den Fünftplatzierten Miquel Gelabert (Honda) liegt der achtunddreißigjährige Fahrer aus Bellano am Ufer des Comer Sees sicher auf Rang vier. Doch der Spanier – der die bahnbrechende RTL Electric fährt – hat in dieser Saison mit kühlen und konstanten Ergebnissen beeindruckt, die ihm halfen, das britische Duo Jack Peace (Sherco) und Klassen-Neuling Harry Hemingway (Beta) hinter sich zu lassen.

Viel, viel enger geht es in der Trial2 zu, wo nur fünfzehn Punkte die besten fünf trennen. Bei fünf verschiedenen Gesamtsiegern aus den bisher acht Austragungstagen ist der Ausgang völlig offen.

Der Spanier Alex Canales (Montesa) führt die Klasse seit dem ersten Wettkampftag im Mai in Japan mit einer Reihe beeindruckender Ergebnisse an, obwohl er beim letzten Lauf auf dem Trac Mon Circuit Anglesey mit dem achten Platz sein schlechtestes Ergebnis der Saison hinnehmen musste. Dadurch konnte der Brite Harry Turner (Sherco) seinen Rückstand auf nur noch zwei Punkte verkürzen.

Weitere zwei Punkte dahinter sucht der Spanier Arnau Farré (Sherco) in dieser Saison noch nach einem Sieg, ebenso wie der Viertplatzierte George Hemingway (Beta), der sich in seiner zweiten Saison in dieser Klasse vollkommen heimisch fühlt und mit nur elf Punkten Rückstand auf die Spitze weiterhin mitten im Titelrennen liegt.

Der Sieger des zweiten Tages beim TrialGP von Großbritannien, der Italiener Francesco Titli (Montesa), komplettiert die Top Fünf. Der Teenie könnte Cahors sehr wohl als Sprungbrett auf die Medaillenränge nutzen, doch die Leistungsdichte in dieser Klasse ist so hoch, dass der Sieger in Frankreich auch weiter hinten aus der Punktetabelle kommen könnte: Der britische Ex-Weltmeister Billy Green (Scorpa) und der Franzose Benoit Bincaz (Electric Motion) – derzeit auf den Rängen sechs und sieben – haben in dieser Saison bereits jeweils zwei Siege auf ihrem Konto.

Nach drei absolvierten Runden in der kürzeren Trial3-Junior-Weltmeisterschaft stellt Frankreich die vorletzte Runde für die jüngsten Fahrer der Serie dar. Hier hält der Brite Harison Skelton (Scorpa) einen knappen Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem Italiener Fabio Mazzola.

Da der drittplatzierte Oriol Garcia Campano (Sherco) aus Spanien bereits zweiundfünfzig Punkte hinter Skelton liegt, entwickelt sich das Rennen um den Titel zu einem Zweikampf. Doch während bisher nur die beiden Führenden einen Sieg einfahren konnten, steht eine Reihe talentierter Fahrer bereit – darunter Campano, der Deutsche Marco Laure (Beta), der Norweger Patrick Bjørnland Larsen (Sherco) und der Brite Max Dance (Scorpa), die alle in dieser Saison mindestens eine Podestplatzierung erreicht haben – und visiert die oberste Stufe des Treppchens an.

Die Action in Cahors beginnt am Samstag (29. August) mit dem Super Test für alle Klassen, der für 17:30 Uhr (Ortszeit) angesetzt ist, bevor das erste Rennen des Wochenendes am folgenden Tag um 10:00 Uhr (Ortszeit) startet.

Text/Bild: Trial GP/ Future7Media