- Alessandro Lupino und die Desmo450 MX beenden die MX1-Meisterschaft auf dem zweiten Platz
- Simone Mancini startet Aufholjagd, Dritter im zweiten Lauf der MX2
Die Strecke Gioiella in Castiglione del Lago im Herzen Italiens – ein historischer Kurs, der vom 1908 gegründeten Moto Club Trasimeno betrieben wird – war heute Austragungsort des sechsten und finalen Laufs der Italienischen Pro Prestige Motocross-Meisterschaft. Die Fahrer des Beddini Racing Ducati Factory Teams glänzten dabei als Hauptdarsteller: Alessandro Lupino trat in der MX1-Klasse an, Simone Mancini ging in der MX2-Klasse an den Start.
Nach Rang drei im Zeittraining der Königsklasse erwischte Alessandro keinen optimalen Start und überquerte die Ziellinie nach der ersten Runde nur als Zwölfter. Mit einem exzellenten Tempo und einer starken Aufholjagd bewies der Fiamme-Oro-Pilot sein großartiges Gefühl für den umbrischen Kurs und kämpfte sich bis auf Platz drei nach vorne. Beim Start des zweiten Laufs sicherte sich Lupino auf seiner Desmo450 MX den Holeshot und setzte sich an die Spitze des Feldes. Das Rennen musste jedoch nach drei Runden wegen eines Unfalls im hinteren Feld abgebrochen werden und wurde nicht neu gestartet. Somit galt das Ergebnis des ersten Laufs als Tageswertung. Die Italienische MX1-Meisterschaft endete für Lupino damit mit dem dritten Platz auf dem Tagespodium und dem zweiten Gesamtrang in der Elite-Klasse. In der gesonderten Wertung für italienische Fahrer belegte der Gebürtige aus Viterbo den ersten Platz.
In der MX2-Klasse verlief der Tag zwar positiv, wurde für Simone Mancini jedoch durch schwierige Starts beeinträchtigt. Nachdem er das Zeittraining als Zweiter seiner Gruppe beendet hatte, stürzte der Italiener beim Start des ersten Laufs in der ersten Runde. Er musste das Rennen vom letzten Platz aus wieder aufnehmen, arbeitete sich aber noch bis auf Rang zehn vor. Auch der Start in den zweiten Lauf gestaltete sich kompliziert: Der Pilot des Beddini Racing Ducati Factory Teams überquerte die Ziellinie nach der ersten Runde auf Platz 13. Anschließend rief Simone auf seiner Desmo250 MX sein volles Potenzial ab und fuhr als Dritter hinter Lata und Grau ins Ziel – beiden Fahrern, die sonst in der MX2-Weltmeisterschaft starten. Mancinis fünfter Gesamtrang am heutigen Tag verhinderte zwar den Sprung aufs Podium der Elite-Klasse, sicherte ihm jedoch den dritten Platz in der MX2-Wertung für italienische Fahrer.
Alessandro Lupino: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner heutigen Fahrt. Wir haben einige neue Dinge am Motorrad ausprobiert und ich habe mich auf Anhieb sehr wohlgefühlt. Das Fahren hat mir großen Spaß gemacht, was zeigt, dass wir in die richtige Richtung arbeiten. Beim Start des ersten Laufs wurde ich durch den Kontakt mit einem anderen Fahrer nach hinten geworfen und musste eine Aufholjagd starten, konnte das Rennen aber mit einer guten Pace auf Platz drei beenden. Im zweiten Lauf gelang mir ein super Start und ich führte das Feld drei Runden lang an, bevor das Rennen wegen eines Unfalls abgebrochen wurde.“
Simone Mancini: „Es war ein ziemlich positiver Sonntag. Schade wegen des Starts im ersten Lauf: Ich lag eigentlich in den Top 10, als mich ein Sturz in der ersten Runde dazu zwang, von ganz hinten neu anzufangen. Ich konnte mich immerhin noch auf Platz zehn vorkämpfen. Im zweiten Lauf erwischte ich einen schlechten Start außerhalb der Top 20, legte dann aber eine tolle Aufholjagd hin und wurde Dritter. Jetzt richten wir den Fokus auf das finale EMX250-Rennen des Jahres in der Türkei.“
Text/Bild: Ducati corse