In der World-Trophy-Wertung gab es keine Veränderungen an der Spitze: Italien führt auch nach Tag 3 die Gesamtwertung der diesjährigen 6DAYS® FIM Enduro of Nations an.

Tag 3 markierte als wichtiger Meilenstein die Halbzeit der hundertsten Jubiläumsausgabe. An einem weiteren harten und herausfordernden Renntag absolvierten die Teilnehmer bis zu 260 Kilometer auf ihren Motorrädern.

Eine kleine Erleichterung gab es für das Feld, als die Organisatoren aufgrund eines technischen Problems mit der Zeitnahme gezwungen waren, den Santo Andrea Enduro Test abzusagen. Dadurch reduzierte sich die Zahl der gewerteten Sonderprüfungen von sechs auf vier. Für alle Fahrer, die den Servicepunkt am Tagesende erreichten, war dies nach der absolvierten ersten Hälfte des Rennens ein willkommener Anblick.

Italien baut Vorsprung in der World Trophy an Tag 3 aus

Trotz einiger angespannter Momente im Tagesverlauf verlor Italien nie den Fokus und führt die World-Trophy-Klassifizierung auch nach Tag 3 an. Die Italiener verwalteten ihren Vorsprung auf Frankreich auf dem zweiten Platz perfekt, bauten ihn um zwei Sekunden aus und gehen mit einem soliden Polster von 3 Minuten und 26 Sekunden in die zweite Hälfte der 6DAYS® Portugal.

Mit drei Fahrern unter den Top 15 zeigte sich Frankreich heute extrem schnell auf der Strecke, wird sich heute Abend jedoch fragen, was nötig ist, um Zeit auf Italien gutzumachen. Während Italien und Frankreich die ersten beiden Positionen kontrollieren, gerät Schweden auf Rang drei zunehmend unter Druck der USA auf Rang vier.

Mit ihrer bisher stärksten Tagesleistung der Woche haben sich die USA bis auf zwölf Sekunden an Schweden herangekämpft. Da Grant Davis (KTM), Jonathan Girroir (KTM) und Dante Oliveira (KTM) auf den Gesamträngen vier, fünf und sechs innerhalb von nur sechs Sekunden ins Ziel kamen, wird deutlich, dass ihnen das sandige Terrain sehr entgegenkommt.

Jonathan Girroir (USA): „Wir haben heute definitiv Boden gutgemacht, was uns geholfen hat, wieder an Schweden heranzurücken. Es fühlt sich gut an, als Team so eine Leistung abzuliefern. Die Motivation für morgen ist riesig, genau so weiterzumachen.“

Spanien liegt nach Tag 3 auf dem fünften Gesamtrang und hat weiterhin etwas mehr als sieben Minuten Rückstand auf Italien. Finnland reiht sich auf Rang sechs ein – mit elf Minuten Rückstand auf die Spanier, aber sieben Minuten Vorsprung auf Chile auf Rang sieben.

Die weiteren Plätze der Top 10 belegen Belgien auf Rang acht mit einem Vorsprung von 1:30 Minuten auf Kanada (9.), knapp gefolgt von Mexiko mit nur fünf Sekunden Rückstand auf Rang zehn.

Frankreich und Italien im direkten Duell in der Junior World Trophy

Frankreich bewahrte an einem anspruchsvollen Tag die Nerven und behauptet die Spitze der Junior-World-Trophy-Wertung. Trotz anhaltenden Drucks von Italien auf Rang zwei bauten die Franzosen ihren Vorsprung um zwölf Sekunden auf nun 42 Sekunden aus. Beide Teams wissen jedoch, dass dieser Vorteil in diesem Stadium des Rennens minimal ist und jeder weitere Fahrfehler die Positionen wieder tauschen könnte.

Als bestplatzierter Junior-Fahrer ist Italiens Alberto Elgari (TM MOTO) entschlossen, den Druck auf Frankreich in den verbleibenden drei Renntagen aufrechtzuerhalten.

Alberto Elgari (TM MOTO, Italien): „Wir geben nicht auf. Wir sind hier, um so gut wie möglich zu kämpfen. Sowohl Kevin [Cristino] als auch Manuel [Verzeroli] schlagen sich mit Verletzungen herum, aber sie leisten immer noch einen unglaublichen Job.“

Die USA komplettieren die Top 3, liegen nun aber drei Minuten hinter Italien. Mit einem Vorsprung von 1:43 Minuten auf Spanien auf Rang vier verschaffen sie sich vor Tag 4 etwas Luft nach hinten.

Tschechien schließt die Top 5 nach Tag 3 ab und führt mit 1:30 Minuten Vorsprung vor Australien (6.). Chile zeigt eine starke Leistung auf Platz sieben. Der Kampf um Platz acht ist eng umkämpft: Finnland liegt lediglich 15 Sekunden vor Schweden auf Rang neun. Gastgeber Portugal komplettiert die Top 10.

Australien hält den Druck auf die USA in der MOTOREX Women’s World Trophy aufrecht

Der Kampf um die Gesamtkrone in der MOTOREX Women’s World Trophy wird weiterhin zwischen den USA und Australien ausgefochten. Heute trennte die beiden Nationen kaum etwas: Die USA setzten sich mit nur fünf Sekunden Vorsprung gegen Australien durch.

Mit einem Gesamtvorsprung von vier Minuten – der Großteil davon an Tag 1 herausgefahren – können sie Australien noch nicht abschütteln. Da beide Nationen ihren jeweils siebten 6DAYS®-Sieg anstreben, bleibt der Kampf um die oberste Stufe des Podiums für den Rest der Woche hochspannend.

Hinter den USA und Australien festigt Frankreich den dritten Gesamtrang. Obwohl sie bereits 33 Minuten hinter den USA liegen, haben sie ihrerseits fast 18 Minuten Vorsprung auf Neuseeland auf Rang vier. Chile komplettiert die Top 5 mit zwei Minuten Rückstand auf Neuseeland und drei Minuten Vorsprung auf FIM LA auf Rang sechs. Kanada und Brasilien belegen die Ränge sieben und acht.

Nach einem starken Auftakt mussten die Gastgeberinnen aus Portugal alle Hoffnungen auf eine Medaille begraben und fielen von Rang vier auf Platz neun zurück. Für Teamleaderin Joana Gonçalves (Husqvarna) war Tag 3 Bittersüß.

Joana Gonçalves (Husqvarna, Portugal): „Heute haben wir eine Fahrerin und damit alle Hoffnungen auf ein Teamergebnis verloren, aber so läuft es manchmal. Bisher ist es sehr hart mit vielen Kilometern und langen Stunden auf dem Bike. Aber ich werde weiterkämpfen und da draußen mein Bestes geben.“

García und Verona kämpfen weiter um die Einzel-Gesamtwertung

Trotz des verkürzten Tages auf vier gewertete Sonderprüfungen sicherte sich Spaniens Josep García (KTM) den Tagessieg in der Einzel-Gesamtwertung mit elf Sekunden Vorsprung und verkürzte den Gesamtrückstand auf Italiens Andrea Verona (KTM) weiter. Mit den Plätzen eins und zwei bleiben García und Verona die beiden dominierenden Fahrer der diesjährigen 6DAYS®.

Josep García (KTM): „Ich kämpfe immer noch darum, die Zeit aufzuholen, die ich an Tag 1 verloren habe. Es kommt Stück für Stück; ich werde weiterhin mein Bestes geben und bis zum Schluss pushen.“

Zach Pichon (TM MOTO, Frankreich) belegte erneut den dritten Platz, bekam jedoch Druck von Grant Davis, der nur eine Sekunde dahinter auf Platz vier landete. Jonathan Girroir komplettierte die Top 5 mit nur zwei Zehntelsekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Dante Oliveira auf Platz sechs.

  • Enduro1 (E1): Tag 3 brachte einen weiteren Klassensieg für Josep García. Axel Semb (Husqvarna) und Max Ahlin (Honda) aus Schweden belegten mit nur fünf Sekunden Abstand die Ränge zwei und drei.
  • Enduro2 (E2): Andrea Verona verbuchte seinen dritten E2-Klassensieg in Folge in dieser Woche, gefolgt von Zach Pichon und Grant Davis.
  • Enduro3 (E3): Julien Roussaly (Sherco, Frankreich) baute seine E3-Führung mit einem weiteren Tagessieg aus. Alberto Elgari wurde Zweiter vor Brad Freeman (Beta, Großbritannien).
  • Frauen-Einzelwertung: Brandy Richards (KTM, USA) sicherte sich ihren dritten Tagessieg. Danielle McDonald (Yamaha, Australien) belegte Rang zwei und schob sich damit auf den zweiten Gesamtrang vor. Rachael Archer (Yamaha, Neuseeland) glänzte mit einer starken Leistung auf Rang drei.

Team Italien kontrolliert das Tempo im Club Team Award

Im Club Team Award baute das Team Italien seine Führung an Tag 3 weiter aus und liegt nun 3 Minuten und 26 Sekunden vor dem Team Rabaconda. Die Missouri Mudders belegen weiterhin Rang drei. GTBN schob sich auf den vierten Platz vor, während Motosport Bozkov 1 die Top 5 komplettiert.

Das Gottbros Team übernimmt die Führung in der Klasse Veteran Club Team vor dem Team Motokrosova Skola CZ und dem Cone Valve Team-M.C. Sitge.

An Tag 4 erwartet die Teilnehmer erneut die doppelte Schleife von Grândola nach Santiago do Cacém in der Alentejo-Region mit weiteren 260 Rennkilometern.

Text/Bild: FIM/Future7Media