Am kommenden Wochenende (10. und 11. Oktober) treffen die besten Motocross-Nachwuchstalente Deutschlands beim ADAC MX Bundesendlauf aufeinander. Über 200 Fahrerinnen und Fahrer im Alter von sechs bis 18 Jahren, nominiert von den ADAC Regionalclubs, kämpfen beim MSC Pflückuff in Sachsen um die Titel in den vier Klassen 50 ccm, 65 ccm, 85 ccm und 125 ccm. Zusätzlich wird eine klassenübergreifende Teamwertung ausgetragen, in der die Regionalclubs um den begehrten Mannschaftssieg fahren.

Zweite Auflage in Pflückuff
Die Rennstrecke des MSC Pflückuff besteht aus Mischboden und fordert die Teilnehmer auf 1.770 Metern Länge mit einem abwechslungsreichen Verlauf und zahlreichen Sprüngen. Seit 1997 ist der Kurs regelmäßig Schauplatz von Läufen zur Deutschen Meisterschaft und zu Regionalmeisterschaften, auch ein Grand Prix im Seitenwagen-Motocross wurde hier bereits ausgetragen. Nach 2017 richten der Verein und der ADAC Sachsen den ADAC MX Bundesendlauf nun zum zweiten Mal gemeinsam aus.

Vier Klassen plus Teamwertung
Der ADAC MX Bundesendlauf wird in vier Klassen ausgetragen, die sich nach dem Alter der Teilnehmer und dem Hubraum der Maschinen richten. In der Klasse 1 sind Fahrer im Alter von sechs bis neun Jahren startberechtigt, sie gehen auf Maschinen mit 50 ccm Hubraum ins Rennen. Die Klasse 2 ist für Acht- bis Zwölfjährige reserviert, hier wird auf Bikes mit 65 ccm Hubraum gefahren. Die Zehn- bis Sechzehnjährigen starten in der Klasse 3 auf Motorrädern mit maximal 85 ccm Hubraum. In der Klasse 4 treten Mädchen und Jungs im Alter von 13 bis 18 Jahren auf 125-ccm-Maschinen an. Gefahren wird auf 2-Takt-Motorrädern nach den FIM Motocross-Regularien.

Sprungbrett für große Karrieren
Seit seiner Gründung im Jahr 2009 hat sich der ADAC MX Bundesendlauf als Karrieresprungbrett bewährt. Der ehemalige ADAC MX Masters-Profi Lukas Platt gewann 2012 die 125-ccm-Klasse. Jeremy Sydow siegte 2010 in der 65-ccm-Klasse und ist inzwischen Profi in der Enduro-Weltmeisterschaft, wo er den dritten Platz in der Jahreswertung nur knapp verpasste. Marnique Appelt, Sieger der 50-ccm-Klasse 2011, wurde 2023 Deutscher Junioren-Motocross-Meister in der 250-ccm-Klasse. Auch Elias Stapel, Constantin Piller und DMX-125-Meister 2025 Oskar Luis Romberg starteten ihre Karrieren beim ADAC MX Bundesendlauf. Wie schnell der Weg nach oben führen kann, zeigt Felix Siegl: Im Vorjahr noch Dritter der 85-ccm-Klasse in Genthin, sicherte er sich 2026 den Vizetitel in der DMX 85.

Attraktive Preise für die Talente
Auch 2026 wird der ADAC MX Bundesendlauf von starken Partnern unterstützt. Für die Teilnehmer gibt es wertvolle Sachpreise von Ortema, Gibson, KTM, ORS und den Weber-Werken. Die Sieger der vier Klassen dürfen sich zudem über eine besondere Förderung freuen: Der ADAC übernimmt für sie das Nenngeld in der Deutschen Motocross-Meisterschaft (DMX) 2027. Außerdem erhalten die fünf bestplatzierten Fahrer der Klasse 1 (50 ccm) jeweils einen Startplatz beim ADAC Supercross Dortmund.

Text7Bild: Sebastian Wolter/Jörg Gulden