Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP zeigte eine beeindruckende Aufholjagd und sicherte sich den vierten Platz im Qualifying für den portugiesischen Lauf der FIM MXGP-Motocross-Weltmeisterschaft in Agueda.
Der Franzose verbesserte sich bereits bis zum Ende der ersten Runde schnell auf den sechsten Platz und zog in der zweiten Runde an seinem KRT-Teamkollegen Pauls Jonass vorbei auf Rang fünf. Zu diesem Zeitpunkt klaffte bereits eine Lücke von mehreren Sekunden nach vorne, doch er blieb fokussiert, fuhr die schnellsten Rundenzeiten auf der Strecke und kämpfte sich heran. In der achten von dreizehn Runden setzte er sich mit einem entscheidenden Überholmanöver gegen seinen direkten Verfolger in der Meisterschaft durch, übernahm Platz vier und festigte damit seinen dritten Rang in der Gesamtwertung.
Romain Febvre:
„Ich habe einen guten Rhythmus auf der Strecke gefunden, aber ich war beim Start einfach zu weit hinten. Ich habe diese Woche versucht, meine Starttechnik zu verändern, aber es war schlechter, also werde ich morgen wieder auf die alte Methode wechseln. Es ist ein wenig frustrierend, denn mit einem besseren Start könnte ich mit den Führenden kämpfen. Aber von der Position, von der ich heute gestartet bin, hat man keine Chance, an die Jungs ganz vorne heranzukommen. Schade, denn die Strecke ließ sich wirklich toll fahren.“
Pauls Jonass bewies, dass er von Woche zu Woche stärker wird: Er fuhr im Zeittraining die sechstschnellste Zeit und erwischte beim Start ein gutes Timing, wodurch er sich in der ersten Runde auf Platz fünf behaupten konnte. In der zweiten Runde musste er zwar eine Position an Febvre abgeben, fuhr aber in einem harten Kampf weiterhin in den Top 6, bis er in der vorletzten Runde Opfer eines aggressiven Manövers wurde. Morgen geht er damit als Siebter an den Start.
Pauls Jonass:
„Ich hatte den ganzen Tag über einen guten Speed; es war nur schade, diesen Platz am Ende noch an Adamo zu verlieren. Ich fahre hier immer gerne und hatte einen ordentlichen Start. In der ersten Kurve bin ich nur etwas zu weit nach außen gekommen, sonst wäre es noch besser gewesen. In den ersten Runden hatte ich richtig guten Speed – das muss mir öfter gelingen, um das Tempo der Jungs an der Spitze zu lernen.“
Mathis Valin vom Kawasaki Racing Team MX2 sicherte sich im Qualifying für die FIM MX2-Motocross-Weltmeisterschaft einen sensationellen Holeshot und sah schon wie der sichere Gewinner seiner zweiten Pole-Position in Folge aus. Bei einem Table-Sprung sprang er jedoch zu weit und wurde nach der Landung in den Bremswellen über den Lenker abgeworfen. Die Organisatoren reagierten prompt und brachen das Rennen mit der roten Flagge ab, da der französische Teenager benommen auf der Strecke lag. Glücklicherweise konnte er die Unfallstelle nach einigen Minuten selbstständig verlassen, trat zum Neustart des Rennens jedoch nicht mehr an. In der Meisterschaftswertung bleibt er auf Platz sechs. Die Entscheidung, ob er morgen an den Start geht, wird am Morgen getroffen.
Antti Pyrhönen (KRT-Teammanager):
„Zum Glück ist Mathis okay. Natürlich fühlt er sich im Moment etwas angeschlagen, aber in Anbetracht der Schwere des Sturzes können wir froh sein, dass es nur ein Schreckmoment ohne Verletzungen war. Wir warten den Morgen ab, um zu sehen, ob er morgen fahren kann. Sicherheit geht vor, also prüfen wir die Situation nach einer Mütze voll Schlaf.“
Kay Karssemakers von DRT Kawasaki startete von einem mittleren Startplatz knapp außerhalb der Top 10, zeigte aber in der jeweiligen Anfangsphase vollen Einsatz und kämpfte sich mit einer Reihe aggressiver Überholmanöver bis auf Platz sieben vor. Im direkten Duell mit den Werksfahrern belegte er schließlich einen starken achten Platz – sein sechstes Top-10-Qualifying in dieser Saison –, was ihm eine bessere Ausgangsposition für die beiden morgigen GP-Rennen einbringt.
Kay Karssemakers:
„Ich habe mich schon im Zeittraining wohlgefühlt, auch wenn ich noch an ein paar Abschnitten arbeiten musste. Die erste Saisonhälfte ging super schnell vorbei, aber ich möchte in der zweiten Hälfte noch eine Schippe drauflegen. Das Quali-Rennen lief gut. Beim ersten Versuch vor der roten Flagge hatte ich einen richtig guten Start. Beim zweiten Mal war der Start nicht ganz so perfekt, aber ich hatte ein gutes Gefühl auf der Strecke und konnte einige gute Überholmanöver zeigen, um als Achter direkt am Hinterrad des Siebten ins Ziel zu kommen. Jetzt freue ich mich auf zwei gute Starts und werde morgen bis zum Ende kämpfen.“
Francisco Garcia von Venum Bud Racing Kawasaki setzte seine Dominanz in der europäischen EMX250-Motocross-Europameisterschaft fort. Nachdem sich der spanische Teenager seine fünfte Pole-Position der Saison mit 1,6 Sekunden Vorsprung gesichert hatte, stürmte er im ersten Wertungslauf des Wochenendes zum Holeshot. Er setzte sich sofort ab und baute bereits in der ersten Runde einen Vorsprung von vier Sekunden auf die Verfolger auf. Da keiner seiner Konkurrenten sein Tempo mitgehen konnte, baute er die Führung im Laufe des Rennens kontinuierlich aus und sah die Zielflagge schließlich mit 26 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Mit seinem zwölften – und sechsten aufeinanderfolgenden – Laufsieg in dieser Saison hat er seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf 95 Punkte ausgebaut.
Francisco Garcia:
„Ein weiterer fantastischer Sieg. Ich fühle mich im Moment so stark; dafür arbeite ich jeden Tag. Meine Familie und so viele Freunde sind dieses Wochenende hier, um mich zu unterstützen. Die Strecke war nach dem Wetter der letzten Wochen wirklich schön. Ich habe sogar den Holeshot geholt und konnte einen großen Vorsprung herausfahren – ich war nicht einmal am Limit. Das war mein sechster Sieg in Folge und bedeutet einen großen Vorsprung in den Punkten, aber ich werde bis zum Ende der Saison voll fokussiert bleiben.“
Sein Bud-Teamkollege Jake Cannon machte sich das Leben selbst schwer, als er bei seinen späteren Versuchen im Zeittraining stürzte und sich somit nur den 18. Startplatz für beide Wertungsläufe sicherte. Mit einer typisch aggressiven Fahrweise kämpfte sich der australische Teenager bereits am Ende der ersten Runde in die Top 10 vor. Danach gestaltete sich der weitere Weg nach vorne im schnellen Feld jedoch schwierig. Nach einem Sturz drei Runden vor Schluss landete er schließlich auf Platz dreizehn, behauptet aber weiterhin den zweiten Platz in der Meisterschaftswertung.
Text/Bild: Kawasaki Racing Team