Die AUNER HardEnduroSeries Germany befindet sich mitten in ihrer Sommerpause. Seit dem außergewöhnlichen Jubiläumswochenende Ende Juni in Reisersberg sind die Motoren innerhalb der Serie verstummt, bevor es am 13. September in Meltewitz mit der entscheidenden Phase der Saison 2026 weitergeht. Zeit also, noch einmal auf eine ereignisreiche bisherige Saison zurückzublicken.
Bereits der Saisonauftakt in Neuhaus-Schierschnitz machte deutlich, wie ausgeglichen es 2026 an der Spitze zugehen würde. Schwierige und teilweise nasse Bedingungen verlangten den Fahrern alles ab. Leon Hentschel setzte sich im Finale durch und feierte den ersten Saisonsieg, während Henry Strauss bereits dort zeigte, dass mit ihm im Titelkampf zu rechnen sein würde.
Nur zwei Wochen später folgte in Reetz die nächste Schlammschlacht. Diesmal drehte Strauss den Spieß um und holte seinen ersten Saisonsieg. Damit zeichnete sich früh das Duell ab, das die erste Saisonhälfte prägen sollte: Henry Strauss gegen Leon Hentschel.
Nach einer rund zweimonatigen Pause betrat die HESG Ende Mai in Kronach Neuland. Erstmals gastierte die Serie in Franken und sorgte dort nach vielen Jahren ohne größeres Endurorennen für ein erfolgreiches Revival. Bei sommerlichen und erstmals in dieser Saison trockenen Bedingungen präsentierte der AC Kronach eine abwechslungsreiche neue Strecke. Strauss gewann erneut vor Hentschel und übernahm damit endgültig die alleinige Führung in der Meisterschaft. Mit über 150 Teilnehmern stellte Kronach gleichzeitig einen neuen Saisonrekord auf.
Der bisherige Höhepunkt folgte Ende Juni im Hexenkessel Reisersberg. Dort feierte die AUNER HardEnduroSeries Germany nicht nur ihr 50. Rennen der Seriengeschichte, sondern veranstaltete erstmals ein komplettes Doppelwochenende mit zwei unterschiedlichen Rennformaten.
Bei Temperaturen von bis zu 35 Grad wurde das Jubiläum gleichzeitig zum heißesten Wochenende der bisherigen HESG-Geschichte. Am Samstag setzte sich Strauss nach einem engen Duell mit Hentschel durch und trug sich damit als Sieger des historischen 50. Rennens in die Statistik ein. Abgerundet wurde der Tag mit dem „HESG 50 Races – Evening of Legends“, bei dem Fahrer, Teams und Wegbegleiter gemeinsam auf die ersten 50 Rennen zurückblickten.
Am Sonntag folgte mit dem erstmals ausgetragenen Endurosprint eine weitere Premiere. Das neue Format mit Zeitkontrollen und gewertetem Extremtest wurde von den Fahrern nach anfänglicher Skepsis positiv aufgenommen. Henry Strauss dominierte auch diesen Renntag, gewann alle sechs Sonderprüfungen und feierte seinen vierten Saisonsieg.
Damit blickt die AUNER HardEnduroSeries Germany nach den ersten fünf Meisterschaftsläufen auf eine abwechslungsreiche bisherige Saison zurück: Regen und Schlamm zum Saisonstart, eine erfolgreiche Premiere in Kronach, Rekordhitze in Reisersberg, das historische 50. Rennen und gleich mehrere neue Rennformate.
Nun konnten Fahrer, Teams und Organisation einige Wochen durchschnaufen. Doch die Sommerpause nähert sich langsam ihrem Ende – und mit Meltewitz am 13. September sowie dem Saisonfinale in Schwepnitz am 26. September stehen noch zwei entscheidende Rennen bevor.
Blick auf Meltewitz und Schwepnitz: Die Entscheidungen rücken näher
Nach der langen Sommerpause wartet auf die Fahrer im September ein kompakter und anspruchsvoller Saisonendspurt. Innerhalb von nur drei Wochen stehen mit Meltewitz am 13. September und dem großen Finale in Schwepnitz am 26. September die beiden letzten Läufe der Saison 2026 auf dem Programm.
In Meltewitz setzt die AUNER HardEnduroSeries Germany erneut auf den dort bereits bewährten Rennmodus. Zunächst geht es beim ACE Bikes Prolog Award gegen die Uhr, bevor anschließend das bis zu drei Stunden lange Hauptrennen gestartet wird. In die Runde ist ein Checkpoint integriert, und es gibt eine fest Rundenzahl die von den Fahrern absolviert werden müssen und für zusätzliche taktische Herausforderungen sorgen.
Dabei könnten bereits die ersten Meisterschaftsentscheidungen fallen. Henry Strauss reist mit der Möglichkeit nach Meltewitz, den Titel im Championat vorzeitig perfekt zu machen. Auch in den einzelnen Klassen könnten bereits vor dem Finale die ersten Entscheidungen fallen.
Einfach wird dieses Vorhaben allerdings nicht. Meltewitz gehört traditionell zu den schwierigsten Rennen im HESG-Kalender. Das Gelände bietet zahlreiche natürliche Hindernisse und technische Passagen, die über die lange Renndistanz nicht nur fahrerisches Können, sondern auch Kondition und eine gute Renneinteilung verlangen.
Wer glaubt, dass es beim Saisonfinale zwei Wochen später einfacher wird, dürfte sich ebenfalls täuschen. Auch der Quadpoint Schwepnitz hat sich in den vergangenen beiden Jahren zunehmend zu einer echten Hardenduro-Herausforderung entwickelt. Vor allem das mittlerweile bekannte lange Steinfeld überraschte die Fahrer bei den letzten Austragungen und entwickelte sich zu einer der anspruchsvollsten Schlüsselstellen der Strecke.
Damit wartet nach der Sommerpause noch einmal ein echtes Kontrastprogramm: das lange und kräftezehrende Rennen in Meltewitz und anschließend das zunehmend anspruchsvollere Saisonfinale in Schwepnitz. Für die noch offenen Meisterschaftsentscheidungen könnte der September damit noch einmal für reichlich Spannung sorgen.
Nennungsstart für Meltewitz – DG RaceManager feiert Premiere
Bevor es auf der Strecke wieder ernst wird, steht bereits der nächste wichtige Termin bevor. Die Online-Nennung für Meltewitz öffnet am morgigen Mittwoch, 12. August, um 12:00 Uhr. Damit können sich die Fahrer ihren Startplatz für den vorletzten Saisonlauf sichern.
Gleichzeitig beginnt für die AUNER HardEnduroSeries Germany auch abseits der Strecke ein neues Kapitel. In Meltewitz kommt erstmals das neue, von DG Design entwickelte Nennsystem des DG RaceManagers zum Einsatz. Ziel der Entwicklung ist es, die Anmeldung für Fahrer möglichst einfach und schnell zu gestalten und gleichzeitig die organisatorischen Abläufe im Hintergrund weiter zu automatisieren.
Für bereits eingeschriebene Serienfahrer wird die Nennung deutlich komfortabler. Nach Eingabe von Name, Geburtsdatum und der bei der Serieneinschreibung verwendeten E-Mail-Adresse erkennt das System den Fahrer und übernimmt die bereits hinterlegten Daten automatisch. Damit müssen die persönlichen Angaben nicht vor jedem Rennen erneut vollständig eingegeben werden.
Auch die Startlisten werden künftig direkt mit dem DG RaceManager verknüpft. Nach erfolgreicher Nennung werden die entsprechenden Daten unmittelbar übernommen, sodass sich die veröffentlichten Listen automatisch aktualisieren können.
Die neue Online-Nennung ist dabei nur ein Teil des Projekts. Der DG RaceManager wurde als komplettes Serienmanagement entwickelt und übernimmt bereits die Verwaltung von Ergebnissen, Meisterschaftsständen und Fahrerstatistiken. Klickt man in den Punktetabellen auf einen Fahrernamen, können zusätzliche Statistiken zum bisherigen Saisonverlauf aufgerufen werden.
In Zukunft sollen weitere Funktionen hinzukommen und auch die Abläufe direkt am Renntag stärker eingebunden werden. Dazu zählt unter anderem eine schnellere und übersichtlichere Erstellung der Gruppen- und Startaufstellungen anhand der jeweiligen Ergebnisse.
Meltewitz wird damit nicht nur sportlich zum Start in die entscheidende Phase der Saison, sondern gleichzeitig zum ersten Praxiseinsatz des neuen Nennsystems. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen genutzt werden, um den DG RaceManager kontinuierlich weiterzuentwickeln und künftig auch anderen Rennserien und Veranstaltern zur Verfügung zu stellen.
Aktuelle Informationen zur AUNER HardEnduroSeries Germany sind jederzeit auf
www.hardenduro-germany.de sowie in den sozialen Medien verfügbar.
Text/Bild: HESG/Michel Kuchel