Dakar 2026: So schlagen sich die deutschsprachigen Teilnehmer

In diesem Jahr ist die Rallye Dakar für die bekanntesten deutschsprachigen Motorradpiloten leider von extremem Pech und frühen Ausfällen geprägt. Besonders hart traf es die beiden größten Hoffnungsträger aus Deutschland und Österreich, die beide verletzungsbedingt bereits in der ersten Woche aufgeben mussten. Der Deutsche Sebastian Bühler, der für das Hero-Werksteam antrat, erlitt bereits auf der 1. Etappe einen schweren Rückschlag. Nach einem Sturz zog er sich einen Schlüsselbeinbruch zu, was das sofortige Ende seiner diesjährigen Ambitionen bedeutete. Ähnlich dramatisch verlief das Rennen für den Österreicher Tobias Ebster. Nachdem er im letzten Jahr noch als bester Rookie geglänzt hatte und dieses Jahr erstmals als Hero-Werksfahrer an den Start ging, schied er auf der 3. Etappe aus. Ein Sturz in einer langsamen Passage führte zu einem Kahnbeinbruch an der linken Hand, womit auch für ihn der Traum von einer Spitzenplatzierung vorzeitig platzte.

Trotz dieser prominenten Ausfälle halten einige Privatfahrer nach der 5. Etappe weiterhin die Fahnen für den deutschsprachigen Raum hoch. Besonders beeindruckend schlägt sich der junge Allgäuer Maxi Schek, der in der extrem harten „Original by Motul“-Klasse debütiert. Er kämpft sich als Einzelkämpfer ohne Mechaniker-Team durch die Wüste und zeigt eine bemerkenswerte Konstanz. Nach der 5. Etappe rangiert er stabil im soliden Mittelfeld der Rally2-Wertung und ist auf bestem Weg, sein Ziel der Zielankunft zu erreichen. Ebenfalls noch im Rennen ist der Deutsche Markus Hertlein. Er hat sich nach einem vorsichtigen Beginn immer besser an die Bedingungen gewöhnt und arbeitet sich Platz um Platz nach vorne, wobei sein Fokus nach einer früheren Verletzung primär darauf liegt, das Ziel in Saudi-Arabien gesund zu erreichen. Aus der Schweiz navigiert Dennis Mildenberger seine KTM weiterhin sicher durch die anspruchsvollen Dünenetappen. Er liegt nach fünf Tagen gut im Rennen und konnte die tückischen Passagen der ersten Marathon-Etappe ohne größere technische Probleme meistern.

An der Spitze des Gesamtfeldes spielen die deutschsprachigen Fahrer nach den Ausfällen von Bühler und Ebster derzeit keine Rolle mehr. Dort hat sich nach Etappe 5 ein packender Krimi entwickelt: Die Honda-Teamkollegen Tosha Schareina und Ricky Brabec liegen fast zeitgleich an der Spitze, dicht gefolgt von KTM-Star Daniel Sanders, der nur etwas mehr als eine Minute zurückliegt.

Bild: HERO MotoSports