Ein letzter Hauch des patagonischen Sommers mit milden Temperaturen und windigem Klima hieß die Fahrer der FIM Motocross-Weltmeisterschaft 2026 in San Carlos de Bariloche willkommen. In der Provinz Rio Negro, 1.600 Kilometer südlich der Hauptstadt Buenos Aires, fand der erste von 19 geplanten Läufen statt.

Die neue Bariloche MX-Strecke, die speziell für diesen Lauf auf dem staubigen patagonischen Boden (der Heimat des Grand Prix von Argentinien) errichtet wurde, stellte die MXGP- und MX2-Fahrer sofort mit einem spektakulären und schnellen Layout auf die Probe. Hier traten die Fahrer des Red Bull Ducati Factory MXGP Teams und des Beddini Racing Ducati Factory MX2 Teams zum ersten von zwei Renntagen an.

MXGP

Nach einem neunten Platz im freien Training sicherte sich Calvin Vlaanderen im anschließenden Zeittraining die zehntschnellste Zeit, vor Andrea Bonacorsi auf Rang 16 und Jeremy Seewer auf Rang 19.

Der Niederländer erwischte im ersten Qualifikationsrennen der Saison einen ordentlichen Start und passierte die erste Kurve knapp außerhalb der Top 10, bevor er sich auf dem elften Rang einpendelte. Vlaanderen kämpfte bis zum Ende beharrlich und überquerte die Ziellinie als Neunter, womit er seine ersten zwei Meisterschaftspunkte für Ducati einfuhr.

Auch Bonacorsi zeigte eine gute Leistung: Er startete als 14. und bewies eine hervorragende körperliche Verfassung, die es ihm ermöglichte, sich bis auf den elften Platz vorzuarbeiten – unterstützt durch eine bemerkenswerte Rennpace in der zweiten Hälfte des Laufs. Seewer qualifizierte sich ebenfalls solide; er lag nach zwei Runden auf Rang 19 und erreichte das Ziel schließlich als 16., nachdem er drei Positionen gutgemacht hatte.

MX2

Simone Mancini feierte ein ermutigendes Weltmeisterschaftsdebüt als Ersatz für seinen verletzten Teamkollegen Ferruccio Zanchi und lieferte eine solide erste Fahrt auf der Desmo250 MX in der MX2-Weltmeisterschaft ab.

Der Italiener steigerte sich mit jedem Einsatz, fand ein gutes Gefühl für den anspruchsvollen Streckenbelag in Bariloche und fuhr im Training die 18. Zeit vor dem ersten Qualifikationsrennen seiner jungen Karriere. Von Platz neun gestartet, kämpfte Simone die halbe Distanz über um einen Verbleib in den Top 15, bis ihn ein Sturz auf Rang 18 zurückwarf. Dies war auch die Position, auf der er die Ziellinie überquerte und die er als Startplatz für die beiden Wertungsläufe am Sonntag nutzen wird.

Text/Bild: Ducati Corse