Die Nachwuchsklassen ADAC MX Youngster Cup und ADAC MX Junior Cup 125 begeisterten am vergangenen Wochenende die zahlreichen Zuschauer in Frankreich mit packenden Duellen und vielen Überholmanövern. Im ADAC MX Youngster Cup führt Nicolai Skovbjerg (DK/MX-Handel Husqvarna Racing) mit dem Sieg die Tabelle weiterhin an. Der Spitzenreiter der Europameisterschaft, Moritz Ernecker (A/Norman KTM Factory Rookies), gewann bei seinem Gaststart die Veranstaltungswertung des ADAC MX Junior Cup 125, doch Lucas Leok (EST/KTM MX Futures) baute mit dem zweiten Platz seinen Vorsprung in der Meisterschaft stark aus. In der ADAC MX Masters Teamwertung siegte das Kosak Racing Team. Die Young Talents Teamwertung ging an das Team MX-Handel Husqvarna Racing.
ADAC MX Youngster Cup: Skovbjerg sorgt für Unterhaltung
Nicolai Skovbjerg sorgte, wie eine Woche zuvor, auch in Bitche für spannende Rennen. Der ADAC MX Youngster Cup begeistert mit seiner hohen Leistungsdichte an der Spitze und viele Fahrer kommen für Spitzenplatzierungen in Frage. Im ersten Lauf am Samstag musste sich Skovbjerg bei seiner Aufholjagd aus dem Mittelfeld dem amtierenden Champion Mads Fredsoe (DK/Cat Moto Bauerschmidt KTM) geschlagen geben. Fredsoe feierte seinen ersten Saisonsieg vor Skovbjerg und Valentin Kees (D/KTM Kosak Racing Team). Auch am Sonntag kam Skovbjerg im zweiten Lauf nur im vorderen Mittelfeld aus der Startrunde, während Lyonel Reichl (LIE/KTM Sarholz Racing Team) früh die Führung vor Fredsoe übernahm. Im letzten Renndrittel hatte sich Skovbjerg in die Top-Drei vorgefahren. Nach einem Sturz von Reichl in der vorletzten Runde, übernahm Skovbjerg die Spitze und siegte vor Smulders, der in der letzten Runde noch Fredsoe vom zweiten Platz verdrängte. Im dritten Lauf jubelten die zahlreichen deutschen Fans über den Red Bull Holeshot von Kees, doch Nico Stenberg (FIN/Schmicker Silve Racing) überholte ihn nach der ersten Runde. Fredsoe und Skovbjerg gingen in den folgenden Runden erst am Deutschen vorbei und in der fünften Runde auch an Stenberg. Zur Rennmitte fiel Fredsoe mit einer gerissenen Kette aus. Smulders und Jan Krug (D/Dörr Motorsport Triumph Racing) überholten in der Schlussphase Stenberg noch und drängten ihn damit aus den Top-Drei. In der Veranstaltungswertung ging der Sieg an Skovbjerg vor Smulders und Owens. In der Meisterschaft baute Skovbjerg seine Führung vor Smulders und Fredsoe aus.
„Meine Starts waren erneut schlecht, weshalb ich sehr schnell fahren musste, um an die Spitze zu kommen. Ich sehe es positiv: so hatte ich viel Training im Überholen. Mir wäre es aber auch lieber, direkt vorne dabei zu sein und schnell in Führung zu gehen, um mein eigenes Rennen zu fahren. Start-Training steht auch in den nächsten Wochen bei mir oben auf dem Plan“, lachte Skovbjerg.
ADAC MX Junior Cup 125: Ernecker und Leok eine Klasse für sich
Moritz Ernecker und Lucas Leok stachen als die zwei überragenden Fahrer des Wochenendes hervor. In allen drei Läufen duellierten sie sich. Ernecker setzte seine perfekte Red Bull Holeshot-Bilanz aus dem Vorjahr fort und gewann drei Mal den Start. Doch Leok hing sich jeweils direkt in dessen Windschatten und hielt den Druck über die gesamte Renndistanz aufrecht. Die zwei setzten sich dabei deutlich vom Rest des Feldes ab. Im ersten Lauf am Samstag rutschte Ernecker in der letzten Runde beim Anbremsen das Vorderrad weg, wodurch Leok vor dem Österreicher und Dawid Zaremba (PL/SHR Motorsports by Hartje), der den dritten Platz vom Acerbis Best Qualifier Emil Ziemer (CH/Motobike Racing Team) übernahm, nachdem dessen Kette einem Stein zu Opfer fiel. Im zweiten Lauf fuhr sich Ziemer im ersten Renndrittel auf den dritten Platz hinter dem Spitzenduo vor. Ernecker machte dieses Mal keinen Fehler und gewann vor Leok und Ziemer. Im dritten Lauf lagen Finn Lange (D/KTM GST Berlin Racing) und Max Meyer (D/Meyer Racing) hinter Ernecker und Leok auf den ersten Verfolgerpositionen, während Ziemer nur im Mittelfeld aus der Startrunde kam. Leok stürzte im letzten Renndrittel, wodurch Ernecker die Führung entspannt bis ins Ziel kontrollierte. Leok wurde Zweiter vor Lange. Ziemer verdrängte in der letzten Runde Meyer noch vom vierten Platz. Hinter dem Sieger Ernecker und Leok gelang Ziemer damit trotzt des Ausfalls im ersten Rennen noch der Sprung aufs Veranstaltungspodium. Leok baute seine Führung in der Meisterschaft auf 37 Punkte Vorsprung vor Ziemer aus, Lange liegt auf dem dritten Platz.
„Das Resultat ist gut, aber mit meinem Fahren war ich ehrlich gesagt nicht zufrieden an diesem Wochenende. Lucas war sehr schnell, großen Respekt an ihn. Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr nochmal bei einem Rennen in der Serie antreten kann“, sagte Ernecker.
„Ich hatte gute Starts, mein Tempo war gut und insgesamt bin ich zufrieden, auch wenn mir im dritten Lauf das Vorderrad im weichen Boden weggerutscht ist. Jetzt möchte ich die lange Pause bis zum nächsten Rennen in Gaildorf gut nutzen, um noch besser zu werden“, fasste Leok zusammen.
Teamwertungen: Kosak Racing Team und MX-Handel Husqvarna Racing siegen
In der ADAC MX Masters Teamwertung wird das jeweils beste Ergebnis eines Teams aus jeder Klasse einbezogen, wobei das Resultat der ADAC MX Masters-Klasse doppelt gewertet wird. In Bitche gewann zum zweiten Mal in Folge das Kosak Racing Team. Dörr Motorsport Triumph Racing landete auf dem zweiten Platz vor dem KTM Sarholz Racing Team. Das Kosak Racing Team bleibt damit in der Jahreswertung in Führung vor Dörr Motorsport Triumph Racing und Schmicker Silve Racing. In der Young Talents Teamwertung zählen die Resultate der ADAC MX Masters-Klasse nicht. Hier ging der Sieg an das Team MX-Handel Husqvarna Racing vor dem Kosak Racing Team und SixtySeven Racing-Team. In der Jahreswertung bleibt MX-Handel Husqvarna Racing an der Spitze, das Kosak Racing Team rückte auf den zweiten Platz vor, gefolgt von KTM MX Futures.
Alle Rennen beider Veranstaltungstage können als Re-Livestreams oder in Einzelrennen kostenlos über die Playlist ADAC MX Masters auf dem ADAC Motorsport YouTube-Kanal angeschaut werden. Die vollständigen Ergebnisse des Wochenendes sind unter adac.de/mx-masters abrufbar.
Text/Bild: Sebastian Wolter/ADAC MX Masters