Die USA haben bei der zehnten Auflage der FIM Enduro Vintage Trophy (EVT) im deutschen Zschopau einen historischen Sieg errungen.
Das US-Trio ging bereits als Favorit auf den Gesamtsieg in der Kategorie „Vintage Veterans Trophy“ in den vierten und letzten Renn-Tag und enttäuschte nicht. Mit einem nahezu perfekten Abschluss einer hervorragenden Woche belohnte sich das Team bestehend aus Fred Hoess (Husqvarna), Billy Burns (Can-Am) und Terry Cunningham (Husqvarna) mit seinem allerersten Sieg bei der FIM EVT.
„Es war eine unglaubliche Woche“, sagte Hoess nach dem finalen Cross-Test in Zschopau. „Wir sind als Team wirklich eng zusammengerückt, um dieses Ergebnis einzufahren. Vielen Dank an alle für die Unterstützung. Insgesamt war es eine fantastische, aber auch anspruchsvolle Veranstaltung. Man sagt, Zschopau sei die Motorradstadt – und es war definitiv ein spektakulärer Ort für dieses Rennen!“
Für Österreich ergab sich am vierten Tag keine Gelegenheit mehr, von einem Fehler der US-Amerikaner zu profitieren. Dennoch gab es reichlich Grund zu feiern, da das Team die Woche als Vizeweltmeister beendete. Dank starker Leistungen am dritten und vierten Tag sicherte sich Italien den dritten Platz auf dem Podium.
Als Titelverteidiger der FIM EVT verpasste Deutschland auf heimischem Boden das erhoffte Podestergebnis. Nach einem harten Kampf bis zum Schluss belegte das deutsche Team den respektablen vierten Gesamtrang, gefolgt von der Tschechischen Republik auf Platz fünf.
In der Einzelwertung der Vintage Veterans Trophy setzte Fred Hoess (Husqvarna) seiner starken Woche die Krone auf und gewann den finalen Cross-Test. Hoess setzte sich vor Bernhard Walzer (KTM) auf Rang zwei und dem Italiener Tullio Pellegrinelli (Puch-Frigerio) auf Rang drei durch.
Beim Überqueren der Ziellinie des letzten Cross-Tests feierte das Team „Vintage Silver Vase Italia“ den Gesamtsieg in der Kategorie „Vintage Silver Vase“. Von Beginn bis zum Ende in Zschopau erwiesen sich Stefano Bosco (Kramer), Federico Fregnan (Fantic Motor) und Giuseppe Gallino (Puch) als das Maß der Dinge und siegten mit einem komfortablen Vorsprung von zwei Minuten und 40 Sekunden.
Obwohl das Team „Silver Vase 17 Kramer Werkxx“ die Führenden nicht mehr einholen konnte, durfte es sich über einen starken zweiten Platz freuen. Der Kampf um den letzten Platz auf dem Podest blieb bis zur letzten Sekunde spannend: MC Simson Suhl setzte sich mit nur vier Sekunden Vorsprung gegen den MC Scuderia Norelli auf Rang vier durch. Das Team Silver Vase Germany 1 komplettierte die Top Fünf.
Der Italiener Giuseppe Gallino (Puch) feierte am vierten Tag zudem den Sieg im finalen Cross-Test der Vintage Silver Vase. Frank Philippaerts (Maico) belegte Rang zwei vor Andrea Rastrelli (MZ) auf Rang drei, was den Italienern einen Dreifachsieg an diesem Tag einbrachte.
Auch in der Klasse „Vintage Club Team“ gab es Grund zum Jubeln für Italien: Das Team Tagliamento 1 sicherte sich den Gesamtsieg. Nachdem sie die Kategorie während der gesamten FIM EVT angeführt hatten, leisteten sie sich auch am letzten Tag keinen Fehler und gewannen mit über drei Minuten Vorsprung.
Die weiteren Podestplätze gingen nach Deutschland: Club Team Germany 12 und Club Team Germany 2 belegten die Gesamtränge zwei und drei. Durch eine späte Verschiebung in den Top Fünf zog der MSC Mauer noch an der U.S. Leonessa D’Italia 1903 vorbei auf Platz vier und verwies die Rivalen auf den fünften Rang.
Im finalen Cross-Test der Einzelwertung der Vintage Club Teams sicherte sich der Italiener Mario Graziani (Maico) den Sieg vor dem Niederländer Anton van de Wetering (Maico) und dem Tschechen Petr Dokoupil (KTM).
In der Tageswertung der Vintage Individual setzte sich der Tscheche Pavel Koncicky (KTM) am vierten Tag durch. Er lag am Ende lediglich eine Sekunde vor dem Briten Matt Yates (Husqvarna), während der Italiener Michele Brezzaro (Maico) Dritter wurde.
Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser zehnten Ausgabe der FIM EVT in Zschopau richtet sich der Blick auf das kommende Jahr: Vom 25. bis 29. August 2027 wird Považská Bystrica in der Slowakei der nächste Gastgeber der Veranstaltung sein.
Text/Bild: FIM/Future7Media