Manuel Lettenbichler von Red Bull KTM Factory Racing hat sich einen souveränen Sieg beim türkischen Sea to Sky gesichert. Bei der vorletzten Runde der FIM Hard Enduro-Weltmeisterschaft 2026 fuhr Lettenbichler auf seiner KTM 300 EXC mit einem Vorsprung von über vier Minuten zum Triumph.
Das dreitägige Sea to Sky-Event im türkischen Kemer begann am Donnerstag mit dem bei den Fans beliebten Beach Race. An der Mittelmeerküste gelegen, qualifizierten sich die Fahrer über ein Format mit mehreren Läufen für das Finale. Obwohl dies nicht unbedingt Manis bevorzugte Bedingungen waren, kämpfte sich der Deutsche durch den tiefen Sand und die künstlichen Hindernisse, um den Tag auf dem fünften Platz zu beenden.
Am Freitag versammelten sich die Fahrer zum Zeitfahren des Forest Race. Der 40 Kilometer lange Kurs führte durch die Wälder rund um Kemer. Trotz eines Problems mit den Bremsen zeigte Mani eine starke Leistung und sicherte sich zunächst ein Top-5-Ergebnis. Eine 10-Minuten-Zeitstrafe warf ihn jedoch letztlich auf den 15. Platz zurück. Doch im Wissen, dass die Form passte, und mit dem allentscheidenden Mountain Race vor Augen, war Lettenbichler entschlossen, die berüchtigte Ziellinie auf dem Gipfel des Berges Olympos auf seiner KTM 300 EXC als Sieger zu erreichen.
Aus der dritten Startreihe greifend, ging Mani das Mountain Race so an, wie es nur ein fünffacher Weltmeister kann. Auf der 64 Kilometer langen Strecke den Berg hinauf holte er schnell einen Fahrer nach dem anderen ein und übernahm in Kürze die Führung. Nach einem Duell mit seinem engsten Rivalen Teodor Kabakchiev begann Mani, sich abzusetzen. Er meisterte die letzten schwierigen Passagen des Rennens mit Leichtigkeit und überquerte die Ziellinie auf dem Berggipfel als Sieger des Sea to Sky 2026 mit mehr als vier Minuten Vorsprung.
Damit baut Lettenbichler seine Führung in der FIM Hard Enduro-Weltmeisterschaft weiter aus. Beim Saisonfinale, dem Hixpania Hard Enduro in Spanien (23. bis 25. Oktober), wird er versuchen, seinen rekordverdächtigen fünften WM-Titel in Folge einzufahren und seine Gesamtbilanz auf sechs Weltmeisterschaften aufzustocken.
Manuel Lettenbichler: „Ich wollte diesen Sieg heute unbedingt, war mir aber nicht ganz sicher, wie es laufen würde. Ich hatte das Gefühl, dass ich meinen ‚inneren Schweinehund‘ überwinden und einfach alles geben musste. Insgesamt war es für mich ein Event mit Höhen und Tiefen. Platz fünf im Beach Race, aber dann Bremsenprobleme im Forest Race und eine Zeitstrafe, die mich auf Platz 15 zurückgeworfen hat. Aber trotz alledem wusste ich, dass ich mich auf dem Bike gut fühle und mich im Mountain Race nur früh in eine gute Position bringen musste. Aus der dritten Startreihe musste ich mächtig pushen. Nach einem guten Start habe ich mich darauf konzentriert, mich so gut wie möglich nach vorne zu arbeiten. Als ich die Führung übernahm, bin ich kurz mit Teo gefahren, bevor ich mich absetzen konnte. Ich bin überglücklich über den Sieg und darüber, meine Position in der Meisterschaft vor dem letzten Lauf weiter gestärkt zu haben.“
Provisional Results – 2026 Sea to Sky
1. Manuel Lettenbichler (GER), KTM, 3:40:01.78
2. Teodor Kabakchiev (BUL), Sherco, 3:44:01.89 +4:00
3. Mario Roman (ESP), Husqvarna, 3:44:12.88 +4:11
4. James Moore (RSA), Beta, 3:54:27.97 +14:26
5. Mitch Brightmore (GBR), GASGAS, 3:56:22.79 +16:21
Provisional Standings – 2026 FIM Hard Enduro World Championship (after 7 of 8 rounds)
1. Manuel Lettenbichler (GER), KTM, 177 pts
2. Mitch Brightmore (GBR), GASGAS, 139 pts
3. Teodor Kabakchiev (BUL), Sherco, 124 pts
4. Ashton Brightmore (GBR), GASGAS, 104 pts
5. James Moore (GBR), Beta, 86 pts
Text/Bild: KTM/Future7Media