Rallye Dakar 2026 – Etappe 2
Daniel Sanders von Red Bull KTM Factory Racing hat die zweite Etappe der Rallye Dakar 2026 gewonnen. Auf der Route von Yanbu nach AlUla führte er seinen zweitplatzierten Teamkollegen Edgar Canet ins Ziel und sicherte sich damit seinen ersten Etappensieg des Jahres sowie seinen zehnten insgesamt bei der Dakar. Nach einem anspruchsvollen Tag in der Wüste beendete Luciano Benavides die Etappe sicher auf einem soliden neunten Platz.
Die zweite Etappe der Rallye Dakar führte die Fahrer über einen fordernden, 400 Kilometer langen Wertungsabschnitt von Yanbu nach AlUla. Auf dem Weg landeinwärts in Richtung des Hedschas-Gebirges begann die Etappe mit langsamem, technischem Terrain, geprägt von schmalen, gewundenen Pfaden und felsigen Pässen, bevor sie sich in breitere, schnellere Abschnitte öffnete. Nach der Überquerung einer Reihe herausfordernder Flussbetten endete die Route mit hoher Geschwindigkeit auf sandigen Plateaus, in weißen Sand-Canyons und flüssigem Off-Piste-Gelände, was für alle Beteiligten einen weiteren körperlich und mental anstrengenden Tag auf dem Motorrad bedeutete.
Als Zweiter der heutigen Etappe gestartet (aufgrund seines zweiten Platzes auf Etappe eins), machte Sanders seine Ambitionen sofort deutlich, indem er sich bis Kilometer 70 an die Spitze setzte. Nachdem er seinen vor ihm gestarteten Teamkollegen Canet eingeholt hatte, fuhren die beiden KTM 450 RALLY-Piloten zusammen und konzentrierten sich in der zweiten Hälfte der Wertungsprüfung auf ihre Navigation, wo sich selbst kleine Fehler als kostspielig erweisen konnten. Obwohl sie als Streckenöffner etwas an Boden auf die Verfolgergruppe verloren, machten sowohl Sanders als auch Canet mehrere Minuten an Bonuszeit gut – genug, um sich im Ziel auf den Plätzen eins und zwei zu positionieren.
Dank seines Sieges auf der zweiten Etappe zieht Sanders in der vorläufigen Gesamtwertung an Canet vorbei und führt nun mit nur 30 Sekunden Vorsprung vor dem jungen Spanier nach fast acht Stunden Rennzeit.
Daniel Sanders: „Das war heute eine viel bessere Etappe und fühlte sich mehr nach der klassischen Dakar an, mit offenem Gelände und einem echten Mix an Bedingungen, was ich sehr genossen habe. Ich hatte eine gute Vorstellung davon, was mich erwartet, was dem Rhythmus half. Es war wichtig, nach vorne zu kommen, die Etappe zu eröffnen und die Navigation im Griff zu behalten, um kleine Fehler schnell zu korrigieren, damit ich keine Zeit verliere. Das Tempo war stark, das Motorrad und mein Körper fühlen sich wirklich gut an, und insgesamt war es ein sehr positiver Tag. Es gab einige knifflige Abschnitte, besonders nach dem Tankstopp, aber wir haben es gut gemeistert und einen soliden Fluss beibehalten – genau das, was man sich so früh in der Rallye wünscht.“
Edgar Canet: „Ich bin wirklich glücklich mit dem Verlauf der zweiten Etappe – es war eine unglaubliche Etappe für mich. Ich hatte früh zwei kleine Stürze, einer davon, als ich versuchte, ein Kamel auf der Piste zu überholen und einen Stein streifte, aber das gehört zum Rallyesport dazu und ich fühlte mich danach gut. Die Navigation war stellenweise sehr schwierig, besonders in den felsigen Flussbetten, wo es schwer war, die Piste überhaupt zu erkennen. Wir mussten also öfter anhalten und das Roadbook genau prüfen. Selbst als wir die Etappe eröffneten, haben wir nicht viel Zeit verloren, und insgesamt bin ich sowohl mit der Navigation als auch mit dem Speed zufrieden. Es war eine harte Etappe für alle, aber ich genieße das Fahren hier sehr und bin froh, weiterhin voll im Kampf dabei zu sein.“
Benavides nutzte seine Erfahrung und sein Können optimal und hielt in der ersten anspruchsvollen Hälfte der heutigen Etappe, die über felsige Pfade durch die Berge führte, ein maßvolles und konstantes Tempo. Als sich das Gelände gegen Ende öffnete, erhöhte der Argentinier seine Geschwindigkeit und lag komfortabel in den Top 10. Ein kleines Problem auf den letzten Kilometern verlangsamte sein Vorankommen, aber er konnte den Tag auf einem beeindruckenden neunten Platz sicher beenden. Benavides liegt nun auf dem sechsten Platz der vorläufigen Gesamtwertung, mit etwas mehr als 10 Minuten Rückstand auf Sanders.
Luciano Benavides: „Ich fühle mich insgesamt gut, obwohl heute eine sehr schnelle Etappe war, auf der es wichtig war, auf der Spur zu bleiben. Leider hatte ich gegen Ende ein Problem mit dem Hinterreifen, nachdem ich einen Stein getroffen hatte. Ich musste also das Tempo drosseln und vorsichtig fahren, um sicherzustellen, dass ich das Ziel erreiche. Trotzdem war das Gefühl auf dem Motorrad positiv, und ich brenne darauf, morgen wieder rauszufahren und das wieder wettzumachen.“
Die morgige dritte Etappe führt die Fahrer über eine Schleife mit Start und Ziel in AlUla. Von den insgesamt 666 zurückgelegten Kilometern werden 422 als gewertete Spezialprüfung gefahren – die bisher längste der Rallye.
Provisional Results – 2026 Dakar Rally, Stage 2
1. Daniel Sanders (AUS), KTM, 4:13:37
2. Edgar Canet (ESP), KTM, 4:15:12 +1:35
3. Ricky Brabec (USA), Honda, 4:15:23 +1:46
4. Skyler Howes (USA), Honda, 4:16:52 +3:15
5. Tosha Schareina (ESP), Honda, 4:17:11 +3:34
Other KTM
8. Michael Docherty (RSA), KTM, 4:19:25 +5:48
9. Luciano Benavides (ARG), KTM, 4:20:48 +7:11
Provisional Standings – 2026 Dakar Rally (after 2 of 13 stages)
1. Daniel Sanders (AUS), KTM, 7:42:24
2. Edgar Canet (ESP), KTM, 7:42:54 +0:30
3. Ricky Brabec (USA), Honda, 7:44:42 +2:18
4. Tosha Schareina (ESP), Honda, 7:47:05 +4:41
5. Ross Branch (BOT), Hero, 7:50:10 +7:46
Other KTM
6. Luciano Benavides (ARG), KTM, 7:52:28 +10:04
9. Michael Docherty (RSA), KTM, 7:56:24 +14:00
Text/Bild: KTM