Dortmunds Westfalenhalle bereit für die SX-Elite – das „Salz in der Suppe“ und internationale Titelträume

Dortmund wird zum Epizentrum des Motorsports: Wenn am Freitagabend das Gatter zur 41. Auflage des ADAC Supercross Dortmund fällt, verwandelt sich die Westfalenhalle wieder in den legendären Hexenkessel. Auf einem der anspruchsvollsten Indoor-Tracks Europas messen sich internationale Superstars mit hungrigen Lokalmatadoren. Zwischen technischer Finesse auf dem tiefen Lehmboden und spektakulären Flügen unter dem Hallendach verspricht das Event drei Tage Adrenalin pur – für die Fahrer geht es um nichts Geringeres als die Krone von Dortmund.

Ein besonderes Highlight der diesjährigen Ausgabe ist die Premiere der Klasse SX Next. Hier steht ein Name im Mittelpunkt, der die Philosophie des ADAC Westfalen perfekt verkörpert: Oskar Romberg. Der amtierende 125er-Champion der Deutschen Motocross Meisterschaft (DMX) aus Werl ist quasi ein ‚Kind der Westfalenhalle‘. Jürgen Hieke, Vorstand Sport des ADAC Westfalen, zeigt sich sichtlich stolz: „Es ist herzergreifend, wenn man sieht, wie aus den kleinen Jungspunden, die wir schon in der 65er-Klasse gefördert haben, echte Local-Heroes werden. Wir legen beim ADAC Westfalen sehr großen Wert auf Nachwuchsarbeit – ob im Zwei- oder Vierradbereich. Dass Oskar nun in unserem ‚Heimtempel‘ vor seinen eigenen Fans und Sponsoren in der SX Next-Kategorie antritt, bestätigt unseren Weg. Diese Momente, wenn die Kids unter gigantischem Jubel einlaufen, sind für mich das Salz in der Suppe und sorgen für echte Gänsehaut.“

Romberg selbst geht die Herausforderung trotz der kurzen Vorbereitungszeit von nur sechs Tagen fokussiert an. „Der Boden hier ist extrem griffig, aber auch sehr tief – das macht besonders das Waschbrett zu einer ganz anderen Nummer als im Training in Spanien“, so Romberg. „Es ist eine riesige Chance, diese Bühne zu nutzen.“

SX1: Erfahrene Weltreisende und die „Jagd auf die Krone“
In der Königsklasse SX1 treffen Welten aufeinander. Der US-Amerikaner Michael Hicks, im Vorjahr Zweiter der Gesamtwertung, hat ein klares Ziel: „Ich will auf die oberste Stufe.“ Interessant: Hicks verbrachte die letzten sechs Monate fast ausschließlich auf Elektro-Bikes und musste sich erst wieder an Kupplung und Schaltung gewöhnen. „Auf dem weichen Boden in Dortmund ist die Kupplung ein echter Vorteil, um die Power der Yamaha richtig auf den Boden zu bringen“, sagt er. Ihm gegenüber steht der australische Routinier Matt Moss (37), der vor zwei Jahrzehnten erstmals in Dortmund startete. Moss, der erst kürzlich die Meisterschaft in Indien gewann, blickt auf ein hartes Jahr mit schweren Verletzungen zurück. „Ich habe mir den Nacken, den Rücken, das Becken und die Beine gebrochen. Mich jetzt wieder fit zu fühlen und in Dortmund vor diesem einzigartigen Publikum zu fahren, ist ein Privileg. Ich möchte hier unbedingt einmal gewinnen, bevor ich meine Karriere beende.“

SX2: Strategie und ‚Triple Crown‘-Premiere
In der SX2-Klasse ist die taktische Komponente in diesem Jahr besonders hoch. Mit dem neuen ‚Triple Crown‘-Format am Sonntag – drei Finalrennen in kurzer Folge – wird den Fahrern alles abverlangt. Der deutsche Hoffnungsträger Noah Ludwig hat bewusst die Entscheidung getroffen, in der SX2 statt der SX1 zu starten: „Die 450er verzeiht im Supercross nicht viel. Mit der 250er hat man mehr Spaß und kann aggressiver fahren.“ Sein Ziel ist eindeutig das Podium. Einer seiner Mitstreiter ist Paul Bloy. „Mein Ziel ist es, jeden Abend ins Finale zu kommen und unfallfrei durchzuziehen. Wenn dann das Podium rausspringt, wäre das mega.“

Neben dem Renngeschehen verspricht Jürgen Hieke eine einzigartige Show: „Das Opening mit einer Mischung aus Laser, Pyro und Lichtshow ist in dieser Form einzigartig in Dortmund.“

Aufgrund der Wetterlage wird eine frühzeitige Anreise empfohlen. Tickets für den Freitag sowie den beliebten Familientag am Sonntag sind ab 59 Euro in allen Kategorien verfügbar unter www.supercross-dortmund.de.

Text/Bild: ADAC Westfalen e.V.