Francisco Garcia von Venum Bud Racing Kawasaki wahrte seine weiße Weste in der FIM EMX250 Motocross-Europameisterschaft mit seinem dritten Saisonsieg in Folge im ersten Lauf der zweiten Runde in Frauenfeld, Schweiz. Jake Cannon komplettierte einen weiteren Doppelsieg für das Team.
Garcia kam als Siebter aus der engen ersten Kurve, schob sich aber sofort nach vorne. Mit einer Serie geschickter Überholmanöver beendete er die erste Runde bereits auf dem vierten Platz. Er behielt den Schwung bei, setzte in einer tückischen Schikane entscheidende Attacken und zog am Ende der sechsten Runde an seinem Teamkollegen Cannon vorbei in Führung. Mit den schnellsten Runden des Rennens baute der spanische Youngster schnell einen Vorsprung auf und kontrollierte das Geschehen von der Spitze aus. Schließlich überquerte er die Ziellinie mit vier Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen und sieben Sekunden vor dem restlichen Feld, womit er seine Tabellenführung auf 15 Punkte ausbaute.
Cannon bewies, dass er gelernt hat, in den ersten Runden aggressiver zu agieren: Er benötigte nur drei Kurven, um sich von Platz vier nach dem Start auf den zweiten Rang vorzuarbeiten, und klebte sofort am Hinterrad des Führenden. Der australische Teenager übernahm in der dritten Runde kurzzeitig die Führung und setzte sich zwei Runden später mit einem „Scrub“ unter seinem Rivalen entscheidend an die Spitze. Garcia folgte ihm kurz darauf und übernahm im nächsten Umlauf die Führung, während das Duo in Grün einem weiteren Bud Kawasaki-Doppelsieg entgegenfuhr. Cannon festigte damit seinen zweiten Platz in der Meisterschaftswertung mit 14 Punkten Vorsprung auf den nächsten Verfolger, während Kawasaki die Herstellerwertung nun mit 17 Punkten anführt.
Francisco Garcia: „Mein Start war nicht der beste, aber ich konnte die Führenden bald sehen und einige gute Manöver setzen, um erneut zu gewinnen. Es ist schön, wieder zu siegen, aber die Meisterschaft ist lang, also muss ich auf dem Boden bleiben und Ruhe bewahren. Ich habe diesen Lauf wirklich genossen. Die Strecke war heute Morgen ziemlich schnell, daher habe ich im Training keinen Stress gemacht. Für das Rennen wurde sie dann unebener und technischer; ich hatte gute Linien und viel Spaß auf dem Bike.“
Text/Bild: Kawasaki Racing Team