Freestyle-Motocrosser wirbeln durch die Luft, drehen sich, nehmen die Hände vom Lenker. Es gibt unzählige Tricks und Varianten. Da-mit die Zuschauer beim ADAC Supercross Stuttgart wissen, was genau beim Absprung oder in der Luft passiert, ist in diesem Jahr erstmals ein dritter Moderator vor Ort, der sich nur auf die Freestyle-Show konzentriert.

Das Geheimnis ist gelüftet, die Fahrer für das Freestyle-Event beim ADAC Supercross Stuttgart stehen fest: Am Start sind drei wagemutige Sportler aus Osteuropa und mit David Rinaldo eine Legende aus Frank-reich. „Die Jungs sind heiß, und die Zuschauer dürfen sich auf eine feuri-ge Show freuen“, sagt Kai Haase. Der 35-Jährige ist der Freestyle-Chef in der Hanns-Martin-Schleyerhalle, in der am 6. und 7. November die Veranstaltung über die Bühne geht. Auf der Bahn kämpfen die Super-crosser um die besten Plätze, nach den Rennen geht es dann nochmal richtig ab, wenn die Freestyler ihre akrobatischen Sprünge zeigen.

Bis dato waren beim ADAC Supercross Stuttgart zwei Moderatoren im Einsatz. Nun kommt mit Andi Brewi ein dritter Hallensprecher nur für die Freestyle-Show hinzu. „Er ist der beste Freestyle-Moderator im deutschsprachigen Raum“, ist Haase überzeugt. Der gebürtige Regens-burger, der in Österreich lebt, ist ehemaliger Profi-Mountainbiker (Free-ride und Dirt-Jump). „Die Tricks sind ähnlich. Man hat einen Lenker in der Hand und fliegt durch die Luft“, erklärt Haase. Brewi bringe die nötige Fachkompetenz und Leidenschaft mit. Haase verspricht sich durch den spezialisierten Moderator „eine deutliche Aufwertung und noch mehr Aufmerksamkeit für unsere Show“. Haase war selbst Freestyler und ist sich sicher: „Die Zuschauer wollen mehr Informationen rund um die Sprünge und unseren Sport.“ Schließlich sei Freestyle Unterhaltung.

„Jeder Sprung hat seine eigene Geschichte“
Im Vordergrund steht dabei nach Ansicht des Berliners, dass Moderator Brewi die Tricks genau benennt, die Schwierigkeiten erklärt und auch Hintergrundinfos liefert, wie ein Sprung entstanden ist, wer ihn erfunden und wo gezeigt hat. „Jeder Sprung hat seine eigene Geschichte.“ Der Sprecher müsse über viel Wissen verfügen und den Sport in- und aus-wendig kennen. Schließlich gebe es bei einer FMX-Show nur einen gro-ben Rahmen, die Fahrer würden oftmals spontan entscheiden, was sie zeigen wollten. „Wir haben kein festes Trickprogramm, sonst wäre es ja kein Freestyle mehr“, so Haase. Er will auch erreichen, dass in den kurzen Pausen zwischen den Sprüngen der vier Fahrer, möglichst viel passiert, ohne die Sportler in ihrer Konzentration zu stören. „Der Mode-rator interagiert mit den Zuschauern.“ Haase freut sich auf La-Ola-Wellen und „Lärmpegeltests“.

„Neue Tricks, die Stuttgart noch nie gesehen hat“
Da die Sprünge diesmal genau beleuchtet werden, hofft Haase auch „auf ein paar neue Tricks, die Stuttgart noch nie gesehen hat“. Die vier Freestyler, die er in die Schleyer-Halle gelockt hat, stehen jedenfalls für Spektakel auf höchstem Niveau. Allen voran ist David Rinaldo zu nen-nen. „Er ist immer noch einer der besten der Welt, was das Trickniveau betrifft.“ Bereits 2013 krönte er sich zum FMX-Weltmeister. Im Laufe der Jahre sammelte er mehrere Medaillen bei den legendären X-Games. Der Franzose ist für seine berüchtigten „body varials“ bekannt. Dabei trennt er sich in der Luft komplett von seiner Maschine, dreht sich um die eigene Achse und fängt das fliegende Motorrad im letzten Moment wieder ein. Rinaldo war bereits im vergangenen Jahr in Stuttgart am Start.
Ein bekanntes Gesicht ist auch Radek Bílek. Der Tscheche hinterließ 2024 mächtig Eindruck in der Schleyer-Halle. Er hat seine Karriere auf dem Pitbike begonnen, einem Mini-Motorrad mit deutlich kleineren Rädern, die meist nur 10 bis 14 Zoll haben. Bílek tourt häufig mit dem internationalen Elite-Team „Fmx4ever“ um den Globus und überzeugt dabei mit seinen Grab-Tricks, bei denen er sich in der Luft regelrecht lang macht.

Meister der maximalen Schwierigkeiten
Mit Filip Podmol gesellt sich ein weiterer Tscheche dazu, der als extrem nervenstark gilt und spektakuläre Tricks zeigt. Er war der allererste tschechische Freestyler, dem der spektakuläre „double backflip“ (dop-pelter Rückwärtssalto) glückte. Bevor er aufs Motorrad wechselte, war Podmol auf dem BMX unterwegs. Seit zwei Jahrzehnten mischt Marcin ?ukaszczyk (Polen) in der Szene mit. Er hat weit mehr als 100 Profi-Events auf dem Buckel und gilt als Meister der maximalen Schwierigkei-ten, wovon auch seine beiden Siege bei internationalen „Best Whip“-Contests zeugen. Seine Spezialität sind Kombinationen, die kaum ein anderer steht, beispielsweise der „frontflip no hand“, ein Vorwärtssalto ohne Hände am Lenker.

ADAC Supercross Stuttgart: Exklusiver Zugang mit Holeshot Pass
Für das ADAC Supercross Stuttgart gibt es Tickets in den Kategorien Gold, Silber und Bronze. ADAC Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe von zehn Prozent auf Silber-Tickets. Alle Karten berechtigen auch zum kostenlosen Eintritt ins Fahrerlager. Die Tickets sind erhältlich online (www.supercross-stuttgart.de/tickets), in den ADAC Geschäftsstellen oder telefonisch unter 0711 2800 136. Eintrittspreise: Kindertickets (6 bis 14 Jahre) ab 27 Euro, Jugendtickets (15-17 Jahre) ab 37 Euro, Tickets für Erwachsene ab 51 Euro.
Zum ersten Mal gibt es für Samstag, 7. November, den „Holeshot Pass“, der den Zugang zur Halle bereits eine Stunde vor Öffnung und ein beson-deres Supercross-Special garantiert. So hat man auch vor Hallenöffnung bereits Zugang zum Fahrerlager. Der Pass ist ein Upgrade, man benötigt also ein gültiges Ticket für die Veranstaltung, und kostet 25 Euro.

Text/Bild: ADAC Württemberg e.V.