Die dritte Runde der FIM Motocross-Weltmeisterschaft, der Große Preis der Schweiz, findet an diesem Wochenende in Frauenfeld statt, nördlich von Zürich im Kanton Thurgau. Dies ist ein besonders bedeutendes Ereignis für Jeremy Seewer, der sein Heimrennen bestreitet, da er nur wenige Kilometer von der Strecke entfernt geboren wurde.

Nachdem er das freie Training der MXGP als Neunter beendet hatte, schloss Jeremy Seewer das anschließende Zeittraining auf dem 14. Platz ab – vor seinem Teamkollegen Calvin Vlaanderen, der sich auf der verwinkelten Schweizer Strecke nicht ganz wohl fühlte und am Ende der 25-minütigen Session vor dem Qualifikationsrennen am Samstag den 17. Platz belegte. Nach einem guten Start auf seiner Desmo450 MX mit der Startnummer 91 gelang es Seewer, sich in der ersten Kurve auf den vierten Platz vorzuarbeiten. Er hatte jedoch Mühe, sofort ein gutes Gefühl auf der nassen Strecke zu finden, und überquerte die Ziellinie der ersten Runde als Neunter. Vlaanderen hingegen konnte einem gestürzten Fahrer am Start nicht ausweichen, kam selbst zu Fall und nahm das Rennen als 34. wieder auf. Unbeirrt startete der Niederländer eine starke Aufholjagd, die ihn bis auf den 13. Gesamtrang nach vorne brachte, obwohl ein Sturz zur Rennmitte sein Tempo drosselte. Dies hinderte ihn jedoch nicht daran, die Zielflagge hinter Seewer auf dem 12. Platz zu sehen.

Zweite Runde der Saison für die EMX250-Klasse, in der 64 Fahrer versuchten, sich für das Rennen in Frauenfeld zu qualifizieren. Auf dem beliebten Hartboden erzielte Simone Mancini im freien Training am Morgen die zweitbeste Zeit und setzte im Zeittraining die Bestzeit. Beim Start des ersten Laufs kam Simone gut weg und schaffte es, mit seiner Desmo250 MX die Führung zu übernehmen und das Feld in den ersten vier Runden anzuführen. Lange Zeit lag der Fahrer des Beddini Racing Ducati Factory MX2 Teams in einem hart umkämpften Lauf auf Rang drei. Angefeuert von seinem Teamkollegen Ferruccio Zanchi, der extra aus Italien angereist war, um seinem Team nahe zu sein, kämpfte er bis zur Ziellinie. Er beendete das Rennen als Vierter, nur wenige Tausendstelsekunden hinter dem Drittplatzierten, und sammelte damit 18 Punkte.

Text/Bild: Ducati corse