Der Motorrad-Geländesport trotzt den letzten Zügen des Winters. Am kommenden Samstag, den 28. Februar 2026, versammelt sich die Enduro-Szene zum großen Finale des Rock Oil Enduro Wintercup in Treuenbrietzen. Nach den kräftezehrenden Läufen in Jüterbog und Reetz markiert dieses Rennen den entscheidenden Wendepunkt einer Saison, die den Fahrern fahrerisch und konditionell alles abverlangt hat. Die Resonanz ist gewaltig: Mit gut 250 gemeldeten Startern platzt das Fahrerlager aus allen Nähten und verspricht eine Atmosphäre, die eines echten Saisonfinales würdig ist.
Ausgetragen wird der Showdown auf dem anspruchsvollen Gelände des Treuenbrietzener Krähenberg e.V. Die Teilnehmer erwartet ein rund 5 Kilometer langer Rundkurs, der speziell für dieses Finale präpariert wurde. Bei der enormen Starterdichte auf der kompakten Runde wird die Strecke zur absoluten Belastungsprobe für Mensch und Maschine. Wo in den ersten Minuten noch eine klare Linie erkennbar ist, werden nach den ersten Durchgängen tiefe Rinnen, tückische Wellen und aufgewühlter märkischer Sand den Rhythmus bestimmen. Überholen wird auf dem Kurs zur taktischen Meisterleistung, und wer im dichten Verkehr die Ruhe bewahrt, hat die besten Karten auf den Sieg.
In der Championatswertung bahnt sich ein echter Krimi an der Spitze an. Paul-Erik Huster reist mit 47 Punkten (25/22) als Tabellenführer an, doch sein härtester Verfolger Felix Bopp liegt mit 42 Punkten (22/20) in unmittelbarer Schlagdistanz. Bei nur fünf Punkten Differenz darf sich keiner der beiden Kontrahenten einen Patzer erlauben. Ein schlechter Start in den dichten Reihen oder ein unnötiger Sturz im tiefen Boden könnte die Entscheidung um den Gesamtsieg sofort zugunsten des anderen kippen lassen. Doch nicht nur an der Spitze ist die Spannung greifbar: Auch in den Senioren-Klassen, bei den Damen und vor allem beim hochmotivierten Nachwuchs geht es um die letzten entscheidenden Punkte für die Gesamtwertung.
Der Renntag auf dem Krähenberg folgt dem bewährten Rhythmus des Cups. Den Auftakt machen am Vormittag die Hobby-Fahrer und Senioren, bevor die Kids auf ihrer eigenen Strecke zeigen, dass die Zukunft des Endurosports gesichert ist. Pünktlich zur Mittagszeit wird es dann für das Hauptfeld ernst, wenn die Sportfahrer der Klassen E1 bis E3 den Boden in Treuenbrietzen endgültig umpflügen. Wenn am späten Nachmittag die Zielflagge fällt und die Motoren verstummen, wird sich zeigen, wer die kühlen Temperaturen, den Verkehr auf der 5-km-Schleife und den tiefen Sand am besten bezwungen hat und sich zum Champion des Rock Oil Enduro Wintercup 2026 krönen darf.
Mehr Informationen: enduro-wintercup.de
Bild: Marcel Hönisch