- Ein schwerer Tag für die Ducati-Fahrer in Großbritannien
- Zanchi in der Anfangsphase von MX2-Lauf 1 stark unterwegs
Der Große Preis von Großbritannien läutet den Endspurt der europäischen Rennen ein, bevor der MXGP-Zirkus die lange Reise nach der Türkei, China und Australien antritt, wo die Saison zu Ende gehen wird. Die Rennstrecke von Foxhills – berühmt für spektakuläre Rennen in den 1990er-Jahren – kehrt nach 26 Jahren Abwesenheit in den Rennkalender zurück, um den zwölften Lauf der Saison 2026 auszutragen. Die 130 Kilometer westlich von London gelegene Strecke ist schnell sowie technisch anspruchsvoll und zeichnet sich durch steile, hartgewalzte Bodenwellen aus.
Nachdem Calvin Vlaanderen das Qualifikationsrennen am Samstag als Neunter beendet hatte, ging er fest entschlossen in den ersten Lauf, seinen positiven Trend fortzusetzen, der ihn konstant um Plätze in den Top 10 kämpfen lässt. Nach dem Start auf Rang 13 liegend, fand der Fahrer des Red Bull Ducati Factory MXGP Teams einen starken Rhythmus und arbeitete sich bis zur sechsten Runde auf den neunten Platz vor. In der elften Runde stürzte Calvin jedoch und fiel auf Rang 16 zurück; er kämpfte sich aber wieder heran und beendete das Rennen schließlich auf dem 13. Platz. Im zweiten Lauf gelang dem Niederländer ein guter Start, sodass er als Siebter in die erste Kurve einbog. Eine Kollision mit einem anderen Fahrer brachte ihn jedoch zu Boden, wo er von einem nachfolgenden Piloten getroffen wurde. Obwohl ihm sein Fahrerkollege Ben Watson sportlich dabei half, sich unter seinem Motorrad zu befreien, war Vlaanderen letztlich gezwungen, das Rennen aufzugeben.
In der MX2-Klasse erwischte Ferruccio Zanchi einen hervorragenden Start in den Tag mit einem spektakulären Top-5-Start und einer brillanten Anfangsphase in Lauf 1; der Fahrer des Beddini Racing Ducati Factory MX2 Teams lag bis vier Runden vor Schluss auf dem sechsten Rang, ehe ihn ein schwerer Sturz aus dem Rennen riss. Zanchi konnte zum zweiten Wertungslauf des Grand Prix nicht mehr antreten und wurde für weitere medizinische Untersuchungen in das örtliche Krankenhaus in Swindon gebracht.
Calvin Vlaanderen: „Ein enttäuschendes Ende des Wochenendes. Ich habe mich vor dem zweiten Lauf besser und selbstbewusster gefühlt und hatte nach der Besichtigungsrunde ein gutes Gefühl im Kopf. Leider bin ich dann mit einem anderen Fahrer zusammengestoßen und gestürzt. Ich wurde danach von hinten ziemlich hart getroffen und habe für eine Weile keine Luft mehr bekommen. Ich bin dankbar, dass es mir gut geht. Wir versuchen, dieses Wochenende abzuhaken und nach vorne zu blicken.“
Text/Bild: Ducati corse