Janis Reisulis vom Monster Energy Yamaha Factory MX2 Team hat seine beeindruckende Rookie-Saison in der MX2-Weltmeisterschaft mit dem 10. Gesamtrang in Italien fortgesetzt. Beim neunten Saisonlauf auf der Hartbodenstrecke von Montevarchi erzielte der talentierte Youngster auf seiner Yamaha YZ250FM ein konstantes 8-9-Ergebnis. Sein Teamkollege und Bruder Karlis zeigte ebenfalls eine gute Leistung und kämpfte sich nach einem Sturz im ersten Rennen noch auf den 13. Gesamtrang nach vorne.

Zum ersten Mal seit 2006 gastierte die MX2-Weltmeisterschaft wieder auf der anspruchsvollen Hartboden-Hanganlage von Montevarchi. Die klassische italienische Rennstrecke forderte den Fahrern mit einer Kombination aus Highspeed-Passagen und rutschigen, abfallenden Kurven (Off-Camber) alles ab.

Nachdem er im MX2-Qualifikationsrennen auf Platz sechs gefahren war, blickte J. Reisulis voll fokussiert auf einen starken Start in den Grand-Prix-Rennen. Der Lette kam im ersten Lauf gut aus dem Gatter und lag weite Teile des Rennens auf Platz fünf. In der Schlussphase verlor er jedoch ein paar Positionen und kam letztlich als Achter ins Ziel.

Vor und während der Anfangsphase des zweiten Rennens setzte Regen ein, was die ohnehin rutschige Strecke noch deutlich technischer machte. Diesmal erwischte der amtierende EMX250-Meister keinen optimalen Start und beendete die erste Runde auf Platz sechs. Im weiteren Rennverlauf fand der 18-Jährige nicht ganz seinen gewohnten Rhythmus und fiel bis ins Ziel auf den neunten Rang zurück. Mit dem 10. Gesamtrang des Tages behauptet J. Reisulis den siebten Platz in der WM-Wertung, während sich die Meisterschaft langsam der Halbzeit nähert.

Mit dem besten Saisonergebnis beim Heimrennen in Lettland noch frisch im Kopf, wollte K. Reisulis in Italien an diese Form anknüpfen. Ein ärgerlicher Sturz in der ersten Runde des Eröffnungslaufs zwang ihn jedoch zu einer harten Aufholjagd vom Ende des Feldes, die ihn bis ins Ziel noch auf Platz 14 brachte. Das zweite Rennen verlief deutlich erfolgreicher: Der 21-Jährige lag zeitweise auf Rang acht, bevor er sich mit Platz 10 begnügte – ein Ergebnis, das ihm den 13. Gesamtrang sicherte. Nach dem GP von Italien bleibt K. Reisulis Achter in der Gesamtwertung.

Nach diesem anspruchsvollen Grand Prix reist das Team am kommenden Wochenende zum 10. Saisonlauf nach Portugal, bevor es am 4. und 5. Juli für die 11. Runde nach Südafrika geht.

Janis Reisulis

10. Platz MXGP von Italien, 25 Punkte

7. Platz MX2-Meisterschaftswertung, 310 Punkte

„Es war insgesamt ein harter Tag. Am Samstag habe ich mich richtig gut gefühlt, der Speed war da und ich konnte einige gute Überholmanöver zeigen. Heute war es etwas anders. Körperlich fühlte ich mich eigentlich frisch, aber ich hatte Mühe, auf der Strecke alles zusammenzubringen. Stellenweise habe ich einen guten Rhythmus gefunden, aber es war schwierig, diesen mit der nötigen Geschwindigkeit zu kombinieren und gleichzeitig Fehler zu vermeiden. Ich denke, das war an diesem Wochenende die größte Herausforderung für mich. Trotzdem bin ich nicht enttäuscht. Jedes Wochenende ist eine Gelegenheit zu lernen, und ich weiß, dass ich mich weiter verbessere. Wir werden weiterarbeiten, uns weiter steigern, und ich bin zuversichtlich, dass die Ergebnisse kommen werden.“

Karlis Reisulis

13. Platz MXGP von Italien, 18 Punkte

8. Platz MX2-Meisterschaftswertung, 244 Punkte

„Es war insgesamt ein etwas enttäuschender Tag. Im ersten Lauf bin ich in der ersten Runde gestürzt und musste mich dann vom letzten Platz wieder nach vorne kämpfen. Das Ziel war also einfach, so viele Punkte wie möglich zu retten. Der zweite Lauf begann deutlich besser. Ich kam sauberer weg und konnte in den ersten Runden einige Konkurrenten überholen. Im Laufe des Rennens hatte ich jedoch etwas Mühe, ein gutes Gefühl auf dem harten Boden zu finden, und verlor gegen Ende noch ein paar Positionen. Dennoch gab es auch Positives zu berichten. Ich hatte das Gefühl, mich das ganze Wochenende über gesteigert und mehr über das Fahren unter diesen Bedingungen gelernt zu haben. Wir werden weiter an den Hartbodenstrecken arbeiten und uns darauf konzentrieren, beim nächsten Lauf stärker zurückzukommen.“

Text/Bild: Yamaha Racing