Tim Gajser vom Monster Energy Yamaha Factory MXGP Team hat einen Laufsieg eingefahren und mit dem zweiten Gesamtrang beim MXGP von Trentino sein bisher bestes Saisonergebnis erzielt. Der Yamaha YZ450FM-Pilot belegte im ersten Rennen den vierten Platz, bevor er im zweiten Lauf zu einem beeindruckenden Sieg stürmte. Maxime Renaux zeigte in Italien ebenfalls eine starke Leistung und sicherte sich mit zwei fünften Plätzen in den Rennen den fünften Gesamtrang.
Die fünfte Runde der FIM MXGP-Motocross-Weltmeisterschaft 2026 fand an einem für beide Teamkollegen besonderen Ort statt. Für Gajser ist es beinahe ein Heimrennen, da stets eine große Anzahl slowenischer Fans zum Circuit von Pietramurata reist, um den fünfmaligen Weltmeister zu unterstützen. Für Renaux weckt die Hartbodenstrecke glückliche Erinnerungen, da er hier im Jahr 2021 seinen MX2-Weltmeistertitel feierte.
Angespornt durch seine treuen Anhänger und mit einem speziellen Valentino-Rossi-Gedenkdesign auf seinem Motorrad sowie passender Alpinestars-Rennausrüstung, konzentrierte sich Gajser darauf, nach seinem schweren Sturz auf Sardinien am vergangenen Wochenende zurückzuschlagen.
Im ersten Rennen legte ein exzellenter Start den Grundstein für ein starkes Ergebnis; er lag den Großteil des Rennens auf dem zweiten Platz. In der Schlussphase fiel er zwar auf Rang vier zurück, doch die solide Fahrt sicherte ihm eine glänzende Ausgangslage für einen Podestplatz in der Tageswertung.
Gajser startete auch im zweiten Lauf vorne und schob sich bereits in der Eröffnungrunde von Platz vier auf drei vor. Wenige Runden später gelang ihm das entscheidende Überholmanöver gegen Kay de Wolf, womit er Rang zwei übernahm und die Verfolgung des führenden Lucas Coenen aufnahm. Gajser beschattete Coenen dicht, bis sein jüngerer Rivale einen Fehler machte, der es dem Yamaha-Piloten ermöglichte, die Kontrolle über das Rennen zu übernehmen. Von da an agierte der 29-Jährige fehlerfrei, fuhr seinen ersten MXGP-Laufsieg auf Yamaha ein und sicherte sich den zweiten Gesamtrang des Tages. Nach diesem epischen Renntag rückt Gajser auf den vierten Platz in der Weltmeisterschaftswertung vor.
Auch Renaux präsentierte sich in Italien in guter Form. Nachdem er im ersten Rennen knapp innerhalb der Top 10 gestartet war, kämpfte er sich bis auf den fünften Platz vor. Ein verbesserter Start im zweiten Lauf ermöglichte ein weiteres starkes Ergebnis; noch vor der Rennhälfte schob er sich auf Rang fünf vor. In der Schlussphase drückte der Franzose weiter aufs Tempo und holte auf Kay de Wolf (Platz 4) und Lucas Coenen (Platz 3) auf. Letztlich beendete Renaux das Rennen als Fünfter, lag im Ziel jedoch nur drei Sekunden hinter Coenen.
Mit einem weiteren erfolgreichen Grand Prix im Gepäck geht das Team nun mit viel Aufschwung in die Frühlingspause. Der Rennbetrieb wird am 23. und 24. Mai mit dem MXGP von Frankreich fortgesetzt.
Tim Gajser 2. Platz MXGP von Trentino, 43 Punkte 4. Platz MXGP-Meisterschaftswertung, 198 Punkte: „Ich bin fast sprachlos und super glücklich mit diesem Ergebnis. Vor dem Wochenende wusste ich, dass es schwierig werden würde, da ich nach dem Sturz letzte Woche in Riola noch große Schmerzen hatte, aber ich habe alles gegeben. Die Fans haben mich wirklich gepusht, besonders im zweiten Lauf – ein riesiges Dankeschön an alle, die hierher gereist sind und mich unterstützt haben. Ich möchte auch dem gesamten Team und allen um mich herum danken, von den Physiotherapeuten bis zum Stab, denn wir haben unter der Woche so hart gearbeitet, um mich startklar zu machen. Das macht dieses Ergebnis umso spezieller. Jetzt haben wir eine Pause, die mir Zeit zur richtigen Erholung gibt, und in vier Wochen greifen wir wieder an.“
Maxime Renaux 5. Platz MXGP von Trentino, 32 Punkte 6. Platz MXGP-Meisterschaftswertung, 178 Punkte: „Heute war es okay. Allerdings hatte ich nicht die Starts, die ich gebraucht hätte. Der erste war schwach, und im zweiten Rennen wurde ich in der ersten Kurve eingeklemmt, was die Sache von Beginn an schwierig machte. Die Strecke war hart, aber ich hatte das Gefühl, dass mein Speed gut war – nur eben nicht ganz dort, wo wir sein wollen. Es ist ein wenig enttäuschend, dem Podium wieder so nahe zu kommen, aber wir nehmen dennoch Positives vom Wochenende mit. Jetzt haben wir eine kurze Pause; wir werden uns neu sammeln, wieder an die Arbeit gehen und das Ziel verfolgen, in der zweiten Saisonhälfte stärker zurückzukommen.“
Text/Bild: Yamaha Racing