Leo Joyon und Jeremy Sydow von Triumph Factory Racing haben ein weiteres erfolgreiches Wochenende beim fünften Lauf der FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft 2026 in Fafe, Portugal, absolviert. Joyon sicherte sich seinen zweiten Junioren-Gesamtsieg der Saison und ein weiteres Doppelpodium, während Sydow seine beeindruckende Serie von Enduro1-Podiumsplätzen auf der TF 250-E fortsetzte.
Für das zweite portugiesische Rennwochenende präsentierte Triumph Factory Racing ein spezielles „Art of Moto“-Design, das in Zusammenarbeit mit SKDA entworfen wurde. Der einzigartige Look war Teil einer größeren Kooperation, bei der die Maschinen von Triumph Factory Racing an diesem Wochenende in vier verschiedenen Renndisziplinen das gleiche Sonderdesign trugen – darunter im EnduroGP, Hard Enduro, der MX2 und im Pro Motocross.
Leo Joyon setzte seine exzellente Form in der Junioren-Kategorie fort. Nach Platz fünf im Super Test am Freitagabend setzte der Franzose am Samstag sofort ein Ausrufezeichen, indem er die erste Prüfung des Tages mit über zwei Sekunden Vorsprung gewann. Als Zweitplatzierter nach der ersten Runde erhöhte er kontinuierlich den Druck auf den Führenden und holte drei Prüfungssiege sowie vier weitere Top-3-Ergebnisse in den Prüfungen. Eine starke zweite Runde brachte Joyon die Gesamtführung. Von da an kontrollierte er das Rennen hervorragend und vermied jene Fehler, die vielen seiner Konkurrenten unter den trockenen, staubigen Bedingungen unterliefen. Belohnt wurde er mit seinem zweiten Junioren-Gesamtsieg der Saison mit mehr als 14 Sekunden Vorsprung sowie einem weiteren Sieg in der Junior1-Klasse mit einem Vorsprung von 20 Sekunden.
Am Sonntag baute Joyon im Laufe des Tages erneut Schwung auf. Nachdem er den ersten Cross Test des Tages bei den Junioren gewonnen hatte, ließ er einen Sieg in der ersten Extreme-Prüfung der zweiten Runde und einen zweiten Platz im zweiten Cross Test folgen. Mit nur 10 Sekunden Rückstand auf den Führenden ging Joyon in die letzte Runde und startete eine entschlossene Aufholjagd: Er gewann die letzte Extreme-Prüfung und wurde Zweiter im letzten Enduro Test. Obwohl er den Rückstand auf weniger als fünf Sekunden verkürzte, belegte er am Ende den zweiten Platz in der Gesamt- und Junior1-Wertung.
Jeremy Sydow bewies an einem weiteren fordernden Rennwochenende erneut sein wachsendes Vertrauen in die TF 250-E. Die Bedingungen am Samstag waren extrem heiß, trocken und staubig, was die Sicht in den Spezialprüfungen durchgehend erschwerte. Obwohl eine Reihe kleinerer Fehler ihn daran hinderte, das von ihm angestrebte Gesamtergebnis zu erzielen, sicherte sich Sydow dennoch den 12. Platz im EnduroGP und mit dem dritten Rang in seiner Klasse ein weiteres Enduro1-Podium.
Der Sonntag begann stark für Jeremy, der in der ersten Runde mehrere beeindruckende Zeiten fuhr, darunter die viertschnellste Zeit im Cross Test. Trotz Zeitverlusten durch Fehler im zweiten Extreme und Enduro Test lag der Deutsche nach der zweiten Runde auf dem achten Gesamtrang, weniger als zwei Sekunden hinter Platz sieben. Die sechstbeste Zeit im letzten Extreme Test hielt ihn voll im Rennen um ein Top-10-Ergebnis, doch ein unglücklicher Fehler im letzten Enduro Test warf ihn auf den 11. Gesamtrang zurück – nur etwas mehr als eine Sekunde hinter den Top 10. Dennoch bedeutete ein weiterer dritter Platz in der Enduro1 Jeremys fünftes Klassenpodium in Folge seit seiner Rückkehr nach einer Verletzung.
Nach dem fünften Lauf rückt Joyon auf den dritten Platz der Junioren-Gesamtwertung vor und liegt bei noch zwei verbleibenden Runden nur fünf Punkte hinter dem zweiten Platz. In der Junior1 bleibt er Meisterschaftszweiter und hält den Druck auf den Führenden aufrecht. Sydow klettert auf Platz 13 der EnduroGP-Gesamtwertung und liegt nur noch drei Punkte hinter dem vor ihm platzierten Fahrer. In der Enduro1 verbessert er sich dank zweier weiterer Podiumsplätze von Rang sieben auf fünf und verkürzt den Rückstand auf die Top 3 der Meisterschaft weiter.
Auch in anderen Klassen feierten Triumph-Fahrer weitere Erfolge. Morgan Lesiardo von Triumph Italia Racing sicherte sich an beiden Tagen den zweiten Platz in der Enduro1 und setzte damit seine starke Saison fort. In der Enduro-Kategorie der Frauen erlebte Shelby Turner, Fahrerin für Enduro Engineering, ein historisches Wochenende: Am Samstag holte sie ihren ersten EnduroGP-Sieg, was gleichzeitig den ersten Triumph-Sieg bei den Frauen bedeutete und sie zur ersten kanadischen Fahrerin machte, die einen EnduroGP-Lauf gewinnen konnte. Turner bestätigte dieses Ergebnis mit einem zweiten Sieg am Sonntag und machte damit ein perfektes Wochenende in Portugal komplett.
Die FIM EnduroGP-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 17. bis 19. Juli mit dem GP von Frankreich in Saint-Agrève, dem vorletzten Lauf der Saison, fortgesetzt.
Leo Joyon
„Es war insgesamt ein guter GP für mich hier in Portugal, obwohl es kein einfaches Wochenende war. Heute habe ich ein paar Fehler zu viel gemacht, weil ich unbedingt den Sieg wollte, aber das gehört alles zum Lernprozess dazu. Ich bin glücklich über den zweiten Gesamtplatz und den zweiten Rang in der Junior1, das ist ein starkes Ergebnis für die Meisterschaft. Wir haben wichtige Punkte geholt und uns vor den letzten Läufen in eine gute Ausgangslage gebracht. Das Motorrad hat das ganze Wochenende über perfekt funktioniert und das Team hat einen fantastischen Job gemacht, also ein großes Dankeschön an alle Beteiligten. Jetzt liegt der Fokus auf Frankreich, wo ich wieder voll auf ein starkes Ergebnis setzen werde.“
Jeremy Sydow
„Das Wochenende in Portugal war eine Herausforderung für mich, und leider spiegeln die Ergebnisse nicht ganz die Pace wider, die ich gefühlt hatte. Am Sonntag habe ich im Enduro Test zwei kostspielige Fehler gemacht, die mich viel Zeit gekostet haben, wodurch es schwer wurde, weiter vorne mitzukämpfen. Trotzdem ist es positiv, mit einem weiteren Podiumsplatz und dem dritten Gesamtrang nach Hause zu fahren. Es gibt definitiv Dinge zu verbessern, aber wir können das Positive von diesem Wochenende mitnehmen und darauf aufbauen. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die harte Arbeit und die Unterstützung. Jetzt konzentrieren wir uns auf Frankreich, wo wir hoffentlich alles zusammenbringen und die Ergebnisse liefern können, zu denen wir fähig sind.“
Results – 2026 FIM EnduroGP World Championship – Round 5, Portugal II
EnduroGP – Day 1
1. Josep Garcia (KTM) 54:57.49
2. Andrea Verona (KTM) 55:06.133. Zach Pichon (TM MOTO) 55:06.33
10. Morgan Lesiardo (Triumph) 56:48.25
12. Jeremy Sydow (Triumph) 56:59.03
Enduro1 – Day 1
1. Josep Garcia (KTM) 54:57.49
2. Morgan Lesiardo (Triumph) 56:48.25
3. Jeremy Sydow (Triumph) 56:59.03
Junior – Day 1
1. Leo Joyon (Triumph) 59:10.76
2. Romain Dagna (KTM) 59:25.213. Alberto Elgari (TM MOTO) 59:31.76
Junior1 – Day 1
1. Leo Joyon (Triumph) 59:10.76
2. Alberto Elgari (TM MOTO) 59:31.76
3. Clement Clauzier (Beta) 1:00:26.61
EnduroGP – Day 2
1. Josep Garcia (KTM) 48:20.89
2. Hamish Macdonald (Sherco) 48:52.47
3. Zach Pichon (TM MOTO) 49:02.61
9. Morgan Lesiardo (Triumph) 50:01.07
11. Jeremy Sydow (Triumph) 50:12.84
Enduro1 – Day 2
1. Josep Garcia (KTM) 48:20.89
2. Morgan Lesiardo (Triumph) 48:52.47
3. Jeremy Sydow (Triumph) 49:02.61
Junior – Day 2
1. Alberto Elgari (TM MOTO) 50:22.98
2. Leo Joyon (Triumph) 50:27.81
3. Thibault Giraudon (Fantic) 50:51.30
Junior1 – Day 2
1. Alberto Elgari (TM MOTO) 50:22.98
2. Leo Joyon (Triumph) 50:27.81
3. Clement Clauzier (Beta) 52:19.60
Championship Standings (After Round 5)
EnduroGP
1. Josep Garcia (KTM) 189 pts
2. Andrea Verona (KTM) 155 pts
3. Zach Pichon (TM MOTO) 138 pts
8. Morgan Lesiardo (Triumph) 70 pts
13. Jeremy Sydow (Triumph) 34 pts
Enduro1
1. Josep Garcia (KTM) 200 pts
2. Morgan Lesiardo (Triumph) 157 pts
3. Antoine Magain (Sherco) 127 pts
5. Jeremy Sydow (Triumph) 98 pts
Junior
1. Alberto Elgari (TM MOTO) 166 pts
2. Romain Dagna (KTM) 151 pts
3. Leo Joyon (Triumph) 146 pts
Junior1
1. Alberto Elgari (TM) 191 pts
2. Leo Joyon (Triumph) 179 pts
3. Clement Clauzier (Beta) 137 pts
Text/Bild: Triumph Racing