Mathis Valin vom Kawasaki Racing Team MX2 bestätigte mit einer beeindruckenden Aufholjagd auf den dritten Platz im Qualifikationsrennen im argentinischen Bariloche, dass er in diesem Jahr ein ernsthafter Anwärter auf die FIM MX2-Motocross-Weltmeisterschaft sein wird.

Der französische Teenager kam als Fünfter aus der ersten Kurve und hielt diese Position während der ersten Runde, da der rutschige Untergrund zunächst Vorsicht gebot, bevor er in der zweiten Runde auf Rang vier vorrückte. Mit konstant schnellen Rundenzeiten auf dem Niveau des Führenden schloss er die Lücke zu den Vorderleuten und setzte in Runde sechs das entscheidende Überholmanöver für den dritten Platz. Er hielt sein Tempo bei und lag im Ziel direkt am Hinterrad des Zweitplatzierten. Damit sicherte er sich die ersten acht Punkte seiner Meisterschaftskampagne und eine hervorragende dritte Startplatzwahl für die beiden GP-Läufe am morgigen Sonntag.

Mathis Valin: „Letztes Jahr musste ich noch viel lernen, aber dieses Jahr trete ich mit mehr Erfahrung an und bin konzentrierter. Das hier ist nicht mein bevorzugter Untergrund und ich habe heute Morgen etwas Zeit gebraucht, um mich auf der Strecke einzufinden. Aber ich habe gelernt, mich nicht selbst unter Druck zu setzen, und habe mir im Zeittraining den fünften Startplatz gesichert. Im Qualifikationsrennen hatte ich einen guten Start, war aber in der ersten Runde etwas vorsichtig. Ich fand jedoch bald meinen Rhythmus und schob mich auf Platz vier vor. Am Ende fehlte mir die Zeit, um Guillem noch für den zweiten Platz zu überholen, nachdem ich zu ihm aufgeschlossen hatte. Aber ich habe eine gute Ausgangsposition für morgen, und das war wichtig, denn der Schlüssel wird hier der Start sein.“

Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP legte bei der Eröffnung seiner Titelverteidigung in der FIM MXGP-Motocross-Weltmeisterschaft ein atemberaubendes Tempo vor. Er erholte sich stark von einem Zwischenfall nur zwanzig Meter nach dem Startgatter des Qualifikationsrennens, als ein Konkurrent aggressiv die Spur des Franzosen kreuzte und ihn in seinen Teamkollegen Pauls Jonass drängte, was beiden den Start ruinierte. Mit einer brillanten Aufholjagd lag er bereits am Ende der ersten Runde auf Rang sieben. Er drückte weiter, setzte einen anderen mehrfachen Champion unter Druck, um eine Runde später in die Top-6 vorzustoßen, bevor er in Runde sechs mit einem begeisternden Außenbahn-Manöver auf den fünften Platz vorrückte. Er schloss zu den beiden Fahrern vor ihm auf, doch die Zeit reichte nicht mehr für eine finale Attacke.

Romain Febvre: „Ich wurde am Start von Adamo eingeklemmt und war in der ersten Kurve Letzter. Mein Speed war okay und wir haben heute ein paar Dinge für die Zukunft gelernt. Die Strecke ist neu und es bilden sich kaum Spurrillen, daher haben wir nicht so viele Überholmöglichkeiten. Hoffentlich gelingt mir morgen ein besserer Start.“

KRT-Teamkollege Pauls Jonass, der seinen Speed in diesem Jahr bereits mit der viertschnellsten Zeit im Zeittraining bestätigt hatte, erholte sich ebenfalls gut von dem Startunfall im Qualifying und etablierte sich innerhalb einer Runde auf dem achten Platz. Er pushte weiter, übernahm zur Mitte des Rennens Rang sieben und hielt diese Position bis ins Ziel.

Pauls Jonass: „Ich habe in beiden Trainings und auch im Quali-Rennen guten Speed gezeigt, aber leider haben sich meine Lenker am Start mit denen von Romain verhakt. Mein Gefühl war gut und ich kam schnell auf Platz acht vor, nicht weit hinter den Jungs vor mir. Den siebten Platz holte ich mir, als Tim mit einem Überrundeten kollidierte. Die Strecke war am Morgen extrem schnell, wurde zum Qualifying hin aber welliger, sodass es morgen mehr Überholmöglichkeiten geben könnte.“

Kay Karssemakers bestätigte sein stetig wachsendes Selbstvertrauen, indem er seine DRT-Kawasaki unter den Werksfahrern platzierte und die zehntschnellste Zeit im MX2-Zeittraining fuhr. Sein exzellenter Start im Qualifikationsrennen wurde jedoch in der ersten Kurve zunichtegemacht, als der amtierende Champion in das Hinterrad der KX250 fuhr und den Niederländer zu Boden riss. Unbeirrt von diesem Rückschlag kämpfte sich der Youngster entschlossen durch das Feld und belegte beim Überfahren der Zielflagge den zwölften Platz.

Text/Bild: Kawasaki Racing Team