Mathis Valin vom Kawasaki Racing Team MX2 beendete das Qualifying für die dritte Runde der FIM MX2-Motocross-Weltmeisterschaft nach einer fulminanten Aufholjagd auf dem fünften Platz. Lediglich ein Ausrutscher in der ersten Runde, nachdem er sich den Holeshot gesichert hatte, kostete den französischen Teenager die Chance auf den Sieg.

Nach Platz sechs im Zeittraining gelang ihm im Qualifying ein perfekter Start; er hielt die ideale Linie in der ersten Kurve und sicherte sich den Holeshot. Seine Freude währte jedoch nur kurz, als er in der zweiten Kurve in einer schmierigen Fahrrinne wegrutschte, gerade als leichter Regen einsetzte. Er nahm das Rennen am Ende des Feldes wieder auf, lag aber bereits nach einer einzigen Runde wieder auf Rang zwölf. Obwohl er sich durch den Verkehr kämpfen musste, fuhr er die Rundenzeiten der Spitze mit und überholte einen Gegner nach dem anderen mit einer Serie begeisternder Manöver. Mit zwei schnellen Überholvorgängen in der zehnten Runde übernahm er den fünften Platz. Er setzte seine Attacke fort und überquerte die Ziellinie direkt im Hinterrad des amtierenden Weltmeisters, nachdem er in den letzten vier Runden sechs Sekunden auf den Inhaber der Startnummer 1 gutgemacht hatte.

Mathis Valin: „Wir haben heute von Beginn an unseren Job gemacht und den Holeshot geholt, aber dann bin ich in der zweiten Kurve gestürzt. Danach kam ich sehr schnell zurück; ich habe einen wirklich guten Rhythmus und Speed gefunden, wir sind also bereit für morgen. Die Strecke war durch den Regen etwas besser und ich denke, heute Nacht könnte es noch mehr regnen. Wir werden sehen; ich hoffe nur, dass es nicht schneit!“

In der FIM MXGP-Klasse zeigte Romain Febvre zwar eine exzellente Geschwindigkeit, doch der Anführer des Kawasaki Racing Teams MXGP musste sich eine Woche nach seinem schweren Sturz in Spanien mit dem siebten Platz im Qualifying begnügen. Der Franzose fuhr im Zeittraining die zweitschnellste Runde, startete im Qualifikationsrennen jedoch außerhalb der Top 10, nachdem er sich beim Start mit seinen Nachbarn beharkt hatte. Innerhalb einer halben Runde schob er sich auf den sechsten Platz vor und kämpfte in der sechsten Runde bereits um Platz vier, bevor ein Ausrutscher auf der rutschigen Oberfläche vier Runden später ihn auf den siebten Endrang zurückwarf.

Romain Febvre: „Wir suchen noch nach dem besten Setup für die Starts, aber ich konnte trotz des Regens ein paar gute erste Runden fahren, auch wenn es schwierig war, voll zu attackieren. Dann unterlief mir ein Fehler; meine Schuld. Die Strecke war für das Rennen eigentlich ziemlich gut, obwohl es am Ende wirklich kalt und sehr dunkel wurde.“

Sein KRT-Teamkollege Pauls Jonass meldete sich nach seinem enttäuschenden GP in Spanien zurück. Nach Platz zehn im Zeittraining erwischte der Lette im Qualifying eine gute erste Kurve und kam als Siebter aus dem Getümmel, bevor er durch einen Fahrfehler in Kurve sechs auf Rang 14 zurückfiel. Er fühlte sich unter den schlüpfrigen Bedingungen wohl, kämpfte sich bis zur fünften Runde wieder in die Top 10 vor und zeigte eine beeindruckende Leistung, die ihn schließlich auf den achten Platz führte.

Pauls Jonass: „Ich hatte einen ordentlichen Start im Qualifying, bin dann aber in der ersten Runde in einer Kurve umgekippt und habe viele Plätze verloren. Ich konnte aber gut fahren und mich bis auf Platz acht zurückkämpfen. Ich fühlte mich wohl auf dem Bike und der Regen hat die Strecke technischer gemacht. Jetzt muss ich morgen einfach wieder gute Starts hinlegen und auf zwei Rädern bleiben.“

Kay Karssemakers von DRT Kawasaki zeigte ebenfalls eine beeindruckende Fahrt und qualifizierte sich in der MX2 nach einem Start im Mittelfeld als Zwölfter.

Text/Bild: Kawasaki Racing Team