Wenn die Motoren im tiefen Sand der Altmark zum ersten Mal in diesem Jahr aufbrüllen, weiß jeder Fan: Die Offroad-Saison ist offiziell eröffnet. Das traditionelle Wintermotocross in Dolle bot in diesem Jahr ein besonderes Schauspiel. Nachdem der ursprüngliche Termin im Februar aufgrund von heftigem Schneefall abgesagt werden musste, entschädigte das Ersatzwochenende die angereisten Teams und Zuschauer mit strahlendem Sonnenschein und bestem Frühlingswetter. Auf der perfekt präparierten Strecke lieferten sich die Piloten in allen Klassen packende Duelle, wobei ein Name den Tag besonders prägte.
In der Profi-Klasse (Open) unterstrich Maximilian Spies eindrucksvoll seine Ambitionen für das neue Jahr. Von Beginn an ließ er keinen Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen. Mit einer fehlerfreien Vorstellung und beeindruckendem Speed sicherte er sich souverän beide Laufsiege und thronte damit völlig verdient ganz oben auf dem Podium der Gesamtwertung. Hinter dem dominanten Spitzenreiter entwickelte sich ein packender Schlagabtausch um die verbleibenden Treppchenplätze. Jere Haavisto bewies dabei eine starke Steigerung im Rennverlauf; nach einem dritten Platz im ersten Durchgang erkämpfte er sich im zweiten Lauf den zweiten Rang, was ihm in der Addition den Silberrang einbrachte. Harri Kullas lieferte ein spiegelbildliches Ergebnis: Er startete mit einem starken zweiten Platz, musste sich im entscheidenden zweiten Lauf jedoch mit Rang drei begnügen und wurde damit Gesamtdritter.
In der Amateurklasse gab es ebenfalls einen klaren Dominator des Tages zu feiern. Jan Erik Kettner zeigte sich in Bestform und ließ der Konkurrenz keine Chance. Mit zwei lupenreinen Laufsiegen sicherte er sich souverän den obersten Podestplatz. Dahinter sortierten sich Moritz Firl, der eine sehr konstante Leistung zeigte, und Dino Skoppek ein, der das Podium als Gesamtdritter komplettierte.
Für reichlich Spannung war in der 125er-Klasse gesorgt. Den ersten Lauf entschied Dawid Zaremba noch für sich und verwies Tim Schröder und Finn Lange auf die Plätze zwei und drei. Im zweiten Durchgang wendete sich jedoch das Blatt: Schröder drehte richtig auf und sicherte sich den Laufsieg vor Lange und Casey Karstrom. Durch diese starke Leistung im zweiten Durchgang durfte sich Tim Schröder am Ende über den verdienten Gesamtsieg in der Achtelliterklasse freuen.
Ebenso dominant präsentierte sich der Nachwuchs in der 85er-Klasse: Hier sicherte sich Luca Nierychlo mit zwei souveränen Laufsiegen den Tagessieg. Er bewies ein tolles Gespür für den tiefen Boden und verwies Felix Siegl und Maximilian Neumann auf die Plätze zwei und drei. Mit diesen spannenden Duellen in allen Hubraumklassen hat Dolle einmal mehr bewiesen, warum es – egal ob im Schnee oder bei Sonnenschein – als einer der ehrlichsten Gradmesser für die Formkurve der Fahrer gilt.