Wenn sich vom 9. bis 11. Januar 2026 der Vorhang für die 41. Auflage des ADAC Supercross Dortmund hebt, verwandelt sich die Westfalenhalle erneut in das pulsierende Herzstück des europäischen Indoor-Cross. Das Event ist längst eine Institution, die weit über die klassische Motorsport-Blase hinausstrahlt und Experten wie Familien gleichermaßen in ihren Bann zieht. Rund vier Stunden lang erwartet die Zuschauer an jedem Veranstaltungstag ein hochenergetisches Programm aus packendem Rennsport und der atemberaubenden Show der Freestyle-Elite, die den Luftraum der Westfalenhalle erobert. Von der massiven Lasershow beim Opening bis hin zum Duft von Rennbenzin in der Halle – der legendäre Dortmund-Vibe ist in diesem Jahr so intensiv wie nie zuvor, wenn Tradition auf moderne Renndynamik trifft. Die Kombination aus sportlicher Höchstleistung und spektakulärem Entertainment sorgt dafür, dass die Stimmung von der ersten Sekunde an elektrisierend ist.
SX1: Gigantenjagd und deutsche Hoffnungsträger
In der Königsklasse SX1 steht die Westfalenhalle vor einer historischen Zäsur in ihrer ewigen Bestenliste. Der Franzose Cédric Soubeyras hat ein ganz besonderes Ziel vor Augen: Mit aktuell 404 Zählern benötigt er am ersten Abend lediglich einen einzigen Punkt, um mit der bisherigen Rekordmarke von Florent Richier gleichzuziehen. Jeder weitere Zähler macht ihn zum erfolgreichsten Piloten, den diese Halle je gesehen hat. Doch die Konkurrenz ist gewaltig. Allen voran Greg Aranda, der amtierende ‚König von Dortmund‘, wird alles daransetzen, seinen Thron zu verteidigen. Aranda kennt den anspruchsvollen Boden wie kaum ein anderer und führt die Statistik mit insgesamt fünf Tagessiegen in der Westfalenhalle an. Mit den beiden Australiern Matt Moss und Luke Clout greifen weitere Schwergewichte in das Geschehen ein, was für zusätzliche Spannung auf dem Jahr für Jahr neu gestalteten Kurs sorgt. Die deutschen Fans blicken derweil besonders gespannt auf Maximilian ‚Spicy‘ Spies. Der großgewachsene Brandenburger hat sich als bester einheimischer Fahrer in der Elite etabliert und will nach seinem starken siebten Gesamtrang beim Auftakt in Stuttgart nun im Dortmunder Hexenkessel den Sprung auf das Podium schaffen.
SX2: Premiere der Triple Crown und der Kampf der Prinzen
Die Nachwuchselite der SX2-Klasse steht in diesem Jahr vor einer sportlichen Premiere, die taktisches Geschick und höchste Beständigkeit erfordert. Erstmals wird am Finalsonntag auch in dieser Klasse das ‚Triple Crown‘-Format ausgetragen, bei dem drei separate Wertungsläufe über den Tagessieg entscheiden. An der Spitze im ADAC SX Cup tobt ein hochemotionales Duell zwischen dem aktuellen ‚Prinzen von Stuttgart‘, Jules Pietre, und dem amtierenden Cup-Champion Calvin Fonvieille, die nur wenige Punkte voneinander getrennt sind. Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen auf Noah Ludwig, der in Stuttgart auf das Podium fuhr. Ein besonderes Highlight für die lokalen Fans ist zudem das Comeback von Carl Ostermann. Für den 20-Jährigen ist Dortmund wie sein Wohnzimmer, nachdem er zwischen 2012 und 2015 unglaubliche zwölf Rennen in Folge in der Westfalenhalle gewinnen konnte.
SX Next: Generationswechsel und Lokalmatadore im Fokus
Die neu geschaffene Klasse SX Next fungiert als innovatives Sprungbrett für deutsche Talente im Alter von 13 bis 25 Jahren, um den Übergang in die internationale SX2-Kategorie zu ebnen. In dieser Klasse rückt ein Name besonders in den Fokus der heimischen Fans: Oskar Romberg. Der 17-Jährige aus dem benachbarten Werl ist ein echter Lokalmatador und amtierender Champion in der 125er-Klasse der Deutschen Motocross Meisterschaft (DMX). Er brennt darauf, sich vor der Haustür im Scheinwerferlicht zu beweisen. Romberg repräsentiert die junge Generation deutscher Piloten. Während Fahrer wie Leo Paukovic nach ihren Erfolgen in Stuttgart als Favoriten gelten, setzt Romberg auf den Rückhalt des Dortmunder Publikums, um im Feld der Nachwuchshoffnungen ein deutliches Ausrufezeichen zu setzen.
SX4 und SX5: Die Stars von morgen
Auch für die jüngsten Teilnehmer bietet Dortmund die Bühne ihres Lebens. Im MAOAM Kids Race der Klasse SX4 kämpfen die besten 65ccm-Piloten des Landes, wie Eddi Haustein und Bruno Lenarz, um den prestigeträchtigen Sieg. In der Klasse SX5 beweisen die eKids derweil eindrucksvoll, dass lautloser Elektro-Antrieb und hochklassiger Rennsport perfekt harmonieren. Mit dem frischgebackenen Deutschen Meister Oskar Gajewski am Startgatter ist Hochspannung garantiert, wenn die Stars von morgen bereits heute um jeden Zentimeter kämpfen.
Tickets für Freitag und Sonntag erhältlich
Die Nachfrage nach der traditionsreichsten Supercross-Veranstaltung Deutschlands ist auch im 41. Jahr ungebrochen. Während der Samstagabend, wie bereits vermeldet, restlos ausverkauft ist, gibt es für SX-Fans am Eröffnungsabend (Freitag, 9. Januar) sowie am Familiensonntag (11. Januar) noch die Chance, live dabei zu sein. Für diese beiden Tage sind derzeit noch Eintrittskarten in allen Kategorien verfügbar. Tickets sind online unter www.supercross-dortmund.de, über das Ticketportal der Westfalenhallen sowie in den bekannten Eventim-Ticketshops und allen ADAC-Geschäftsstellen erhältlich.
Für alle Fans, die den Weg in die Westfalenhalle nicht persönlich antreten können, gibt es eine erstklassige Alternative, denn alle drei Veranstaltungstage werden in voller Länge im Livestream übertragen. Unter der offiziellen Website www.supercross-dortmund.de können Motorsport-Begeisterte weltweit hautnah dabei sein. Am Auftaktabend beginnt das Programm um 20 Uhr, Samstag um 19 Uhr und Sonntag um 14 Uhr. An jedem der drei Tage gibt es in einer Preshow jeweils 30 Minuten vor Beginn die heißesten News aus dem Fahrerlager.
Text/Bild: ADAC Westfalen e.V.