Ein neues Rahmenkonzept für die Zukunft der FIM Trial-Weltmeisterschaft, das von der FIM Trial-Arbeitsgruppe nach umfassenden Konsultationen mit allen Beteiligten – einschließlich der Hersteller – erstellt wurde, wurde nun veröffentlicht. Es beschreibt die geplante Weiterentwicklung der Serie im Detail.
Das Konzept wurde eingeführt, um den Sport auf seinem höchsten Niveau zugänglicher zu machen. Es skizziert einen klaren Schritt-für-Schritt-Prozess und verdeutlicht die kontinuierlichen Bemühungen, alle von der FIM geförderten Meisterschaften weiterzuentwickeln. Dabei kommen bewährte Instrumente wie verstärkte Promotion und bessere Übertragungsmöglichkeiten zum Einsatz, um die Attraktivität zu steigern.
Ab 2026 werden die Sektionen vereinfacht: 50 % der Hindernisse werden gemeinsam von den Teilnehmern der Klassen TrialGP und Trial2 genutzt; die gleiche Aufteilung gilt für die Klassen TrialGP Women und Trial2 Women. Mit dem klaren Ziel, den Übergang zwischen den Elite-Ebenen des Sports zu erleichtern, müssen die diesjährigen Titelträger der Trial2-Klassen im Jahr 2027 automatisch in die TrialGP aufsteigen. Zudem wird das Mindestalter für Fahrer in allen Meisterschaften und Prädikaten ab 2027 auf sechzehn Jahre festgesetzt.
Der Einsatz von Assistenten (Mindern) in den Sektionen soll über die nächsten zwei Saisons schrittweise abgeschafft werden. Dies beginnt bereits in diesem Jahr, wenn alle Klassen – nach Rücksprache mit den Fahrern – ein oder zwei Hindernisse ohne Assistenten bewältigen müssen. Ab 2027 sind Assistenten nur noch in den Klassen TrialGP und TrialGP Women erlaubt – und auch dort nur in einer begrenzten Anzahl von Sektionen – bevor sie ab 2028 flächendeckend verboten werden.
Um das Erlebnis für die Zuschauer vor Ort und im Livestream auf FIM-MOTO.TV zu verbessern, wurde ein neues, schärferes und schnelleres Format für die Zonen entwickelt.
Ein neuer „Super Test“ am Freitag wird die Startreihenfolge für das erste Rennen der TrialGP und TrialGP Women festlegen. Alle Klassen, mit Ausnahme der TrialGP, werden an jedem Wertungstag zwei Rennen bestreiten.
Für die TrialGP-Fahrer setzt sich das zweite Tagesrennen nach Abschluss des ersten Laufs aus den Elementen Super Pole, Finale und Super-Finale zusammen. Die Super Pole wird in einer Sektion auf Zeit ausgetragen, um die Startreihenfolge für das Finale zu bestimmen, welches dann über vier bis sechs gruppierte Sektionen für alle Teilnehmer führt. Das Super-Finale für die besten fünf TrialGP-Fahrer findet anschließend ebenfalls über vier bis sechs gruppierte Sektionen statt.
Ab dieser Saison wird die Strecke zwischen den Sektionen als „Liaisons“ bezeichnet. Für den Transit auf diesen Verbindungsetappen gelten neue Bedingungen – detailliert in den FIM Trial-Regularien –, um das Reglement progressiver zu gestalten und an moderne Anforderungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen anzupassen. Die neue Saison gilt als Übergangsjahr für Fahrer und ihre Assistenten, die sich an die spezifischen Bestimmungen halten müssen.
Diese spannenden Änderungen am Format der FIM Trial-Weltmeisterschaft unterstreichen die Flexibilität des Sports und zeigen, wie Trial angepasst werden kann, um inklusiver für alle Beteiligten zu werden.
Text/Bild: FIM Trial GP/ Future7Media