Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP gab alles, um in der Gesamtwertung der FIM MXGP Motocross-Weltmeisterschaft auf den vierten Platz vorzurücken. Nach dem MXGP von Riola Sardo liegt er nur noch zwei Punkte hinter dem Drittplatzierten, nachdem er das Podium auf Sardinien nur aufgrund der Tie-Break-Regel verpasste und sich lediglich drei absoluten Sandspezialisten geschlagen geben musste.

Ein exzellenter Start auf Platz vier im ersten Lauf bildete die Basis für eine solide Fahrt auf den dritten Rang unter den anspruchsvollen Bedingungen, die vor allem den Fahrern aus den Benelux-Staaten entgegenkamen, die auf solchen Strecken aufgewachsen sind. Der Franzose musste in der letzten Kurve der ersten Runde eine Position an den späteren Sieger abgeben und erlebte danach ein einsames Rennen auf Rang drei. Er war dem restlichen Feld so weit voraus, dass selbst ein Sturz drei Runden vor Schluss seine Platzierung nicht gefährden konnte. Nach einem klassischen Holeshot im zweiten Rennen wurde er bereits in der Eröffnungsrunde auf Platz drei verdrängt. Er fand nie zu seinem gewohnten Rhythmus und fiel sechs Runden vor Ende auf den vierten Platz zurück. Punktgleich mit dem Gesamtdritten verpasste er das Podium nur aufgrund des schlechteren Ergebnisses im zweiten Lauf, konnte sich aber damit trösten, in der Meisterschaftstabelle von Rang sechs auf vier geklettert zu sein.

Romain Febvre: „Im ersten Rennen war ich ziemlich stark, aber im zweiten Lauf habe ich meinen Flow auf der Strecke verloren. Heute war es nicht überragend, aber es waren trotzdem gute Punkte für die Meisterschaft. Die Starts waren das ganze Wochenende über sehr positiv, und ich hoffe, dass wir das auf alle Streckentypen übertragen können. Wir haben einige Änderungen an der Vordergabel vorgenommen, und sie hat im tiefen Sand wirklich gut funktioniert. Drei Runden vor Ende des ersten Laufs bin ich gestürzt; das hat mich zwar keine Position gekostet, aber Energie, die mir im zweiten Lauf fehlte, weshalb ich meinen Rhythmus nicht finden konnte. Ich versuche jedes Mal mein Bestes, aber heute hat es nicht ganz für das Podium gereicht.“

KRT-Teamkollege Pauls Jonass fing sich nach einem frustrierenden Samstag wieder. Im ersten Lauf kämpfte er sich von außerhalb der Top 10 zeitweise bis auf Platz neun vor, bevor er zwei Runden vor Schluss noch eine Position verlor. Ein exzellenter Start im zweiten Rennen wurde bereits in der zweiten Kurve zunichtegemacht, als Chaos herrschte und dem Letten der Platz ausging. Er nahm das Rennen als Letzter wieder auf, biss sich bis zum Ende durch, belegte den 17. Platz und behält damit den zwölften Rang in der Weltmeisterschaftswertung.

Pauls Jonass: „Der erste Lauf war eine große Steigerung gegenüber gestern, aber zur Mitte des Rennens habe ich etwas den Rhythmus verloren, bevor es am Ende wieder besser lief. Im zweiten Rennen hatte ich einen guten Start, bin dann aber in der zweiten Kurve gestürzt. Ich wollte die Innenbahn nehmen, konnte aber im dichten Verkehr nicht einlenken und fuhr über den Wall gegen die Begrenzung. Das war schade. Danach habe ich mich wieder vorgearbeitet; alleine fühlte ich mich gut, aber Überholmanöver waren schwierig. Es war typisch Riola – hier ist es immer hart.“

Text/Bild: Kawasaki Racing Team