Teodor Kabakchiev gewann die Roof of Africa, Antoine Magain sicherte sich einen Doppelsieg bei der französischen Enduro-Meisterschaft und Sherco-Fahrer verhalfen ihren Nationalteams zu drei Titeln beim Trial des Nations. Ein erfolgreiches Wochenende in den Disziplinen Hard Enduro, Enduro und Trial.
Teodor Kabakchiev gewinnt die Roof of Africa 2026
Erster FIM Hard Enduro-Weltmeisterschaftslaufsieg für den Sherco-Fahrer in Lesotho
Teodor Kabakchiev sicherte sich den Sieg bei der Roof of Africa 2026, dem sechsten Lauf der FIM Hard Enduro-Weltmeisterschaft. Nach drei anspruchsvollen Tagen in den Maloti-Bergen Lesothos war er der einzige Fahrer der Gold-Klasse, der in unter zehn Stunden ins Ziel kam. Sein Sherco-Teamkollege Lorenzo Gandola war nach einer Verletzung am rechten Ellenbogen zur Aufgabe gezwungen.
Ein hart erkämpfter Sieg für Teodor
Nach Platz vier im Zeittraining am Donnerstag übernahm Teodor mit dem Sieg auf der 110 km langen „Big Loop“ am Freitag die Führung. Den finalen Aufstieg am Samstag trat er mit einem knappen Vorsprung auf Wade Young und Manuel Lettenbichler an, sodass am letzten Tag noch alles offen war.
Mit der zweitschnellsten Zeit am Samstag sicherte sich Teodor in 9:59:46,2 Stunden den Gesamtsieg und lag im Ziel 2:46,9 Minuten vor Lettenbichler. Seine Schnelligkeit am Freitag und seine Konstanz an allen drei Tagen brachten ihm seinen ersten Laufsieg in der Weltmeisterschaft ein. Hinter ihm setzte sich Lettenbichler mit nur 0,1 Sekunden Vorsprung gegen Young durch und holte Platz zwei.
Lorenzo Gandola zur Aufgabe gezwungen
Lorenzo startete mit Platz acht im Zeittraining in die Veranstaltung. Zwei Stürze während der „Big Loop“ am Freitag bescherten ihm starke Schmerzen im rechten Ellenbogen. Er versuchte weiterzufahren und ging am Samstag erneut an den Start, doch die Schmerzen zwangen ihn nach wenigen Kilometern zum Aufgeben.
ERGEBNISSE Roof Of Africa
T. Kabakchiev | 1. Platz L. Gandola | DNF
ERGEBNISSE Vorläufiger Weltmeisterschaftsstand
T. Kabakchiev | 3. Platz L. Gandola | 9. Platz
Die FIM Hard Enduro-Weltmeisterschaft wird vom 8. bis 10. Oktober mit dem Sea to Sky in der Türkei fortgesetzt.
Fahrer-Reaktionen
Teodor Kabakchiev: „Ich bin immer noch sprachlos. Das ist mein erster Sieg bei einem Weltmeisterschaftslauf und ich habe jahrelang darauf hingearbeitet. Ich bin so glücklich, dass wir es geschafft haben. Vielen Dank an das gesamte Sherco Factory Racing Team, meine Fans, die bulgarischen Unterstützer und meine Familie für all die Hilfe.“
Lorenzo Gandola: „Meine Roof of Africa endete früher als erhofft. Ich habe mit Platz acht im Zeittraining angefangen, aber zwei schwere Stürze am Freitag hinterließen schmerzhafte Spuren an meinem rechten Ellenbogen. Ich habe versucht weiterzumachen und bin am Samstag noch einmal gestartet, um Punkte für die Meisterschaft zu holen, aber nach wenigen Kilometern machten die Schmerzen ein Weiterfahren unmöglich.“
Antoine Magain holt Doppelsieg in Vertolaye
Zwei E2-Siege für Sherco, während Julien Roussaly zwei zweite Plätze in der E3 bei der französischen Enduro-Meisterschaft einfährt
Sherco Factory Racing absolvierte einen starken vierten Lauf der französischen Enduro-Meisterschaft 2026 in Vertolaye. Antoine Magain gewann an beiden Tagen die E2-Klasse und baute damit seine Meisterschaftsführung aus. Julien Roussaly belegte am Samstag und Sonntag jeweils den zweiten Platz in der E3 und bleibt vor dem Finale in Langogne weiterhin voll im Titelkampf.
Magain macht das Doppel in der E2 perfekt
Trockene Bedingungen und Staub blieben das gesamte Wochenende über ein Faktor, während neun Sonderprüfungen am Sonntag den Fahrern einen weiteren vollen Renntag abverlangten. Magain gab am Samstag das Tempo in der E2 vor und wiederholte diese Leistung am Sonntag, indem er die meisten Sonderprüfungen des Tages gewann.
Der Belgier verlässt Vertolaye mit zwei Siegen sowie 191 Punkten und baut seine Führung in der vorläufigen E2-Wertung weiter aus.
Roussaly holt zwei zweite Plätze in der E3
Julien Roussaly belegte an beiden Tagen den zweiten Platz in der E3. Am Sonntag lag er in der ersten Runde kurzzeitig in Führung und lieferte sich ein Duell um die Bestzeiten mit Théo Espinasse, bevor sich sein Rival in der zweiten Rennhälfte absetzen konnte.
Obwohl enttäuscht über den verpassten Sieg, zeigte Roussaly das ganze Wochenende über eine starke Pace. Er reist als Zweiter der E3-Wertung mit 181 Punkten und zehn Punkten Rückstand auf den Führenden zum Finale.
ERGEBNISSE Vertolaye
A. Magain E2 | 1. – 1. Platz J. Roussaly E3 | 2. – 2. Platz
ERGEBNISSE Vorläufiger Stand der französischen Meisterschaft
A. Magain E2 | 1. Platz J. Roussaly E3 | 2. Platz
Die französische Enduro-Meisterschaft endet in Langogne, wo beide Sherco-Fahrer beim Saisonfinale an den Start gehen werden.
Fahrer-Reaktionen
Antoine Magain: „Zwei Siege in Vertolaye! Die Ergebnisse machten es zu einem perfekten Wochenende und brachten mir wertvolle Punkte vor der letzten Runde. Das Gefühl auf dem Motorrad war zwar nicht ganz perfekt und mir sind ein paar kleine Fehler zu viel unterlaufen, aber wir haben den Job erledigt. Ein großes Dankeschön an das Sherco Factory Racing Team, meinen Mechaniker Remquino und Christophe Nambotin für ihre Arbeit am gesamten Wochenende.“
Julien Roussaly: „Ich bin enttäuscht über das Ergebnis. Ich hätte mindestens einen Tag gewinnen müssen, um in der Meisterschaft enger dranzubleiben, aber an beiden Tagen hat mir das letzte bisschen gefehlt. Mein Fahrstil war jedoch gut, und das nehme ich aus dem Wochenende mit. Jetzt sind wir bereit für die FIM 6DAYS mit dem französischen Team. Danke an alle bei Sherco Factory Racing!“
Sherco-Fahrer glänzen beim Trial des Nations
Sherco-Fahrer vertraten ihre Länder in allen vier Kategorien beim FIM Trial des Nations 2026. Die natürlichen Sektionen inmitten großer Granitfelsen wurden zunehmend schwieriger, da Regen das Terrain rutschig machte.
Emma Bristow gewann mit Großbritannien die Frauen-Kategorie, während Martina Gallieni mit Italien den zweiten Platz belegte. Harry Turner verhalf Großbritannien zu Silber im Herren-Wettbewerb, Pablo Echene belegte mit Frankreich den vierten Platz. Im International Trophy-Wettbewerb siegte Jone Sandvik mit Norwegen, Jin Kuroyama holte Bronze mit Japan und Ryon Land belegte mit den USA den vierten Platz. Magdalena Hubner gewann die Challenge des Nations mit Deutschland vor Oriol Garcia und Spanien.
Emma Bristow siegt bei ihrer Rückkehr
Zurück auf der Weltbühne half Emma Großbritannien dabei, den Erstunden-Vorsprung von Italien zu drehen. Der Titelkampf blieb bis zur letzten Sektion spannend, in der das britische Team schließlich den Sieg sicherte.
Harry Turner holt Silber mit Großbritannien
Harry und seine Teamkollegen Harry und George Hemingway hielten trotz starker Angriffe aus Italien und Frankreich den zweiten Platz im Herren-Wettbewerb. Als Harry Hemingway in der zweiten Runde stürzte, bewahrten Turner und George die Nerven und hielten das Team auf Silber-Kurs.
ERGEBNISSE Trial des Nations
Fahrer-Reaktionen
Emma Bristow: „Es ist so gut, zurück zu sein. Ich habe es vermisst und ich habe das Gefühl vermisst, auf dem obersten Treppchen zu stehen. Die E-Start 300 war den ganzen Tag ein Traum und ich bin so stolz, eine weitere Goldmedaille in meiner Sammlung zu haben.“
Harry Turner: „Team GB beim Trial des Nations zu vertreten, war ein wahr gewordener Traum. Der Regen machte die Sektionen rutschig, und als Harry Hemingway in der zweiten Runde stürzte, zählte jede Fahrt. George und ich haben die Nerven bewahrt, um den zweiten Platz zu sichern. Meine Sherco hat den ganzen Tag perfekt funktioniert.“
Pablo Echene: „Ich bin mit meiner individuellen Leistung zufrieden, auch wenn der knapp verpasste Podestplatz in der letzten Sektion einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Danke an Sherco für die Unterstützung und für ein Motorrad, das den ganzen Tag perfekt funktioniert hat.“
Ryon Land: „Ich hatte ein sehr gutes Gefühl auf dem Bike, in den Sektionen und mit meinen Teamkollegen. Wir haben einander gut ausgeglichen, konnten uns aber von einigen Fehlern nicht mehr erholen. Insgesamt bin ich zufrieden und hoffe, dass wir es nächstes Jahr besser machen können. Danke an das Team für all die Hilfe.“
Jin Kuroyama: „Unser Ziel war der Sieg, daher bin ich ehrlich gesagt sehr enttäuscht. Dennoch bin ich froh, dass wir als Team bis zum Schluss gekämpft haben und gemeinsam auf dem Podium standen. Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben!“
Text/Bild: Sherco Racing