• Top-10-Ergebnis in der MXGP für Vlaanderen im nassen Frauenfeld

Der Große Preis der Schweiz, die dritte Runde der FIM Motocross-Weltmeisterschaft, fand heute auf der historischen Strecke „Schollenholz“ in Frauenfeld, 40 Kilometer nördlich von Zürich, statt. Die Strecke, auf der bereits seit 1981 Grand-Prix-Rennen ausgetragen werden, verfügt über einen besonders harten und steinigen Untergrund, der durch den Regen seit dem späten Samstagnachmittag, über die gesamte Nacht bis hin zum ersten Lauf am Sonntag, rutschig und schwer wurde.

Nachdem er das morgendliche Warm-up auf dem 4. Platz beendet hatte, gelang Calvin Vlaanderen – Dreizehnter im Qualifikationsrennen – am Startgatter des ersten Laufs kein optimaler Start, sodass er zunächst außerhalb der Top 15 lag. Jeremy Seewer hingegen zeigte einen starken Start und lag an der Holeshot-Linie auf Rang 4, fand jedoch kein gutes Gefühl für die Strecke. Nach sechs Runden lag er auf Platz 14 hinter seinem Teamkollegen Vlaanderen, der sich bis auf den 10. Platz vorgearbeitet hatte und diesen bis zur Zielflagge verteidigte, während der Schweizer Seewer das Rennen als 12. beendete.

Beide Fahrer des Red Bull Ducati Factory MXGP Teams zeigten beim Start zum zweiten Lauf eine gute Leistung: Calvin lag am Ende der ersten Runde auf Platz 7, Jeremy auf Platz 10. Als Achter nach zwei Runden fühlte sich der Niederländer Vlaanderen wohler als im ersten Rennen und kämpfte bis zum Ziel, um seine Position zu halten, während Seewer das Rennen auf Platz 16 beendete. Der Grand Prix der Schweiz endete für Vlaanderen mit einem neunten Gesamtrang, womit er seine Position in der Weltmeisterschaft festigte, während Jeremy sein Heimrennen auf dem 15. Gesamtrang abschloss.

Calvin Vlaanderen: „Insgesamt ein ziemlich solides Wochenende. Ich denke, ich habe im Verlauf Fortschritte bei meinem Fahrstil und dem Setup des Motorrads gemacht. Für uns war es das erste Rennen unter diesen Bedingungen mit diesem Bike, daher haben wir viel gelernt und das war positiv. Im zweiten Rennen konnte ich endlich etwas besser kämpfen und Druck machen. Mir fehlt einfach dieser Start unter den ersten Fünf; das ist der Schlüssel, wenn man ganz vorne mitmischen will. Wie auch immer, ich bin recht zufrieden mit meinem Fahren und das Motorrad fühlte sich sehr gut an – auf zum nächsten GP.“

Jeremy Seewer: „Der Zustand der Strecke hilft nicht gerade. Wenn es ein schönes Wochenende mit gutem Wetter gewesen wäre, hätten wir sicher besser abschneiden können, aber sobald es rutschig wird, gelingt es mir einfach nicht. Ich gebe mein Bestes, versuche den Kopf oben zu behalten und warte darauf, dass es irgendwann besser wird. Die Starts waren sicher nicht allzu schlecht. Ich wusste aus Erfahrung, dass es schwierig wird, sobald es rutschig ist.“

• Historisches erstes Podium in der EMX250 für die Desmo250 MX in der Schweiz

Nachdem im letzten Jahr das erste Podium mit der Desmo450 MX erzielt wurde, bescherte die Schweiz dem Hersteller aus Borgo Panigale nun auch das erste europäische Podium mit der kleinen Desmo250 MX: Simone Mancini belegte in der zweiten Runde der Saison den zweiten Gesamtrang.

Nach einem vierten Platz im ersten Lauf am Samstag wiederholte Simone Mancini sein Kunststück beim Start zum zweiten Lauf am Sonntag. Er erwischte auf der Desmo250 MX – in der Konfiguration, in der sie im nächsten Sommer in den Verkauf gehen wird – einen guten Start und schob sich in der ersten Kurve unter die ersten Fünf. Simone reihte sich auf Platz 4 ein, hatte jedoch Mühe, einen guten Rhythmus zu finden, und verlor an Boden, als der Regen an Intensität zunahm und die Strecke tückischer machte.

Zur Mitte des Rennens auf Platz 7 liegend, fand der Fahrer des Beddini Racing Ducati Factory MX2 Teams einen besseren Rhythmus und konnte Boden auf seine Konkurrenten gutmachen. Nach 14 Runden überquerte er die Ziellinie als Dritter, was ihm in der Tageswertung den zweiten Platz auf dem Podium einbrachte – ein Ergebnis, das ihn auf den 9. Tabellenplatz in der Meisterschaft beförderte.

Simone Mancini: „Es war ein fantastisches Wochenende! Nachdem ich zwei Jahre lang mit Pech und Problemen zu kämpfen hatte, haben wir es geschafft, und das baut die Moral enorm auf. Schon im freien Training fühlte ich mich auf der Strecke sehr wohl, ich holte die Pole-Position im Qualifying und fuhr ein gutes erstes sowie ein gutes zweites Rennen – vor allem in den letzten Runden mit den Überholmanövern, die mich aufs Podest brachten. Ich bin zufrieden und möchte ganz Ducati, dem Beddini-Team, den Mechanikern und jedem um mich herum danken. Jetzt konzentrieren wir uns auf Riola.“

Text/Bild: Ducati corse