Der Saisonauftakt der ADAC MX Masters in Grevenbroich hat das geliefert, was man vom ersten Rennen des Jahres erwartet: ein extrem dichtes Feld, hohe Intensität – und eine Strecke, die keine Fehler verzeiht. Die überarbeitete Sandstrecke stellte hohe Anforderungen an Rhythmus, Linienwahl und körperliche Belastbarkeit.
Für SixtySeven Racing-Team war es ein Wochenende mit klaren Erkenntnissen: Speed ist vorhanden – Konstanz und Starts entscheiden aktuell über das Ergebnis.
MX2 / Youngster Cup – Scott Smulders
Scott Smulders setzte direkt ein starkes Zeichen zum Saisonstart. Trotz eigener Unzufriedenheit im Qualifying (P2) zeigte er in den Rennen, welches Potenzial im Paket steckt. Im ersten Lauf arbeitete er sich nach einem soliden Start bis an die Spitze vor, musste sich nach Fehlern und Armpump jedoch mit Platz zwei zufriedengeben. Am Sonntag folgte ein schwieriger Start im zweiten Lauf, bevor er sich stark nach vorne kämpfte. Im dritten Lauf kontrollierte er das Rennen von vorne und sicherte sich den Gesamtsieg.
Statement Scott Smulders:
„Round 1 is finished – happy with how it ended. I knew I had more in the tank. First moto I made some mistakes, second moto bad start, but overall, I could fight back. Third moto I controlled the race and took the win. Now it’s about getting back to 100% and building from here. Thanks to the Team!“
Ein klarer Beleg: Racecraft und Pace sind auf Top-Niveau – jetzt geht es um Konstanz über alle Läufe.
MX2 – Harry Seel
Harry Seel zeigte ein solides erstes Wochenende mit klarer Entwicklung innerhalb der Rennen. Nach erfolgreicher Qualifikation fehlte im ersten Lauf noch der Rhythmus. Im zweiten Rennen war eine deutliche Steigerung sichtbar, bevor ein Sturz die Chance auf Punkte beendete. Im dritten Lauf kämpfte er sich unter schwierigen Streckenbedingungen bis ins Ziel.
Statement Harry Seel:
„The weekend started well with qualifying, but I struggled to find my flow in race one. Race two was a big step forward until the crash. In the last race I kept pushing despite the tough track and finished 26th. Let’s keep improving every weekend.“
Deutliche Lernkurve – entscheidend wird sein, diese Entwicklung konstant über das gesamte Wochenende zu bringen.
MX2 – Maximilian Ernecker
Maximilian Ernecker zeigte phasenweise gute Geschwindigkeit, konnte diese jedoch noch nicht konstant umsetzen. Zwei Stürze im ersten Lauf verhinderten ein besseres Ergebnis, in den folgenden Rennen stabilisierte er sich mit den Positionen 12 und 13.
Statement Maximilian Ernecker:
„Kein gutes Wochenende für mich. Wir arbeiten bereits im Training daran, meine Starts zu verbessern. Ich verliere den Fokus nicht, um wieder ganz vorne mitzufahren.“
Speed vorhanden – Startphase aktuell der limitierende Faktor.
MX2 – Arvid Lüning
Für Arvid Lüning stand nach Verletzungspause das Comeback im Fokus. Das Wochenende verlief erwartungsgemäß schwierig, jedoch mit klarer Perspektive nach vorne.
Statement Arvid Lüning:
„First race back after my injury. The results (DNF-26-21) are not what I want, but the goal is to get back to full speed step by step.“
Fokus liegt klar auf Aufbau und Rennpraxis.
MX2 – Jaymian Ramakers
Jaymian Ramakers hatte ein schwieriges Wochenende, insbesondere in der Startphase und im Rennfluss. Alle drei Läufe waren geprägt von schlechten Starts und fehlendem Rhythmus, im dritten Lauf kam ein Ausfall hinzu.
Statement Jaymian Ramakers:
„Bad starts all weekend and no real flow. In the last race a crash ended it early. Still thankful to the team – we keep working.“
Klare Baustellen: Starts und Rennrhythmus.
Junior Cup 85 – Jayden Foriers
Jayden Foriers zeigte Einsatz, hatte jedoch mit den extremen Bedingungen und Rennverläufen zu kämpfen. Nach einem soliden Zeittraining fehlte im ersten Lauf die Konstanz, im zweiten Rennen arbeitete er sich nach schlechtem Start nach vorne, verlor jedoch durch einen Fehler erneut Zeit.
Statement Jayden Foriers:
„I struggled from the beginning in race one. In race two I had a really bad start but worked my way up before a mistake cost me time again.“
Wichtige Erfahrung gesammelt – Fokus auf Fitness und Rennkonstanz.
Weitere Einordnung
- Noah Mossherr verpasste nach intensiver Vorbereitung knapp die Qualifikation – ein Rückschlag, aber mit klarer Grundlage für die nächsten Rennen.
- Johny Kranhold zeigte nach dem Umstieg auf die 125ccm eine solide Leistung mit erkennbarem Potenzial Richtung Top 10 – entscheidend wird die Anpassung an Linienwahl und Geschwindigkeit sein.
Ausblick
Die Saison ist eröffnet – und das Niveau ist hoch. Das Team richtet den Fokus klar nach vorne:
➡️ Starts verbessern
➡️ Rennpace stabilisieren
➡️ Ergebnisse konsequent nach vorne entwickeln
Wir bleiben dran – gemeinsam mit unseren Partnern und Sponsoren.
Text/Bild: Sixty Seven Racing Team