Mit dem MXGP of Flanders stand am vergangenen Wochenende eines der anspruchsvollsten Rennwochenenden des gesamten Jahres auf dem Programm. Die legendäre Sandstrecke in Lommel gilt als Maßstab für echten Sand-Motocross und fordert Fahrer, Motorräder und Teams gleichermaßen. Tiefer, ständig wechselnder Sand, hohe Temperaturen und enorme körperliche Belastungen verlangten allen Beteiligten über das gesamte Wochenende Höchstleistungen ab.
Für das SixtySeven Racing-Team gingen in der EMX250 Nicolai Skovbjerg (#2), Jaymian Ramakers (#724) und Harry Seel (#100) an den Start. Parallel dazu kehrte Scott Smulders (#408) nach seiner Verletzungspause in die MX2-Weltmeisterschaft zurück. Das Team blickt auf ein äußerst erfolgreiches Rennwochenende zurück, das mit dem ersten EMX250-Gesamtsieg der Teamgeschichte seinen Höhepunkt fand.
EMX250
Nicolai Skovbjerg #2
Nicolai Skovbjerg bestätigte in Lommel eindrucksvoll seine Stärke auf tiefen Sandstrecken. Nach einem starken ersten Lauf kämpfte sich der Däne konsequent an die Spitze des Feldes und feierte seinen ersten Laufsieg des Wochenendes.
Auch im zweiten Rennen gehörte Skovbjerg erneut zu den schnellsten Fahrern. Mit Platz zwei sicherte er sich den Gesamtsieg beim MXGP of Flanders und feierte damit seinen ersten Overall-Erfolg in der EMX250 mit SixtySeven Racing.
Durch dieses Ergebnis rückt Nicolai in der Europameisterschaft auf Platz zwei der Gesamtwertung vor und verkürzt den Rückstand auf die Tabellenspitze deutlich.
Persönliches Statement – Nicolai Skovbjerg #2
„Good weekend here in Lommel. Felt good to finally be back on the box at EMX again! Great speed and a few strong comebacks made a 1-2 possible for first overall. Super happy to get the first podium and win with the team.“
Jaymian Ramakers #724
Auch Jaymian Ramakers konnte auf der anspruchsvollen Sandstrecke wichtige Fortschritte erzielen. Bereits im Zeittraining zeigte der Niederländer eine gute Leistung und schuf sich eine solide Ausgangsposition für die Rennen.
Im ersten Lauf wurde seine Aufholjagd jedoch bereits früh beendet: Nach einem Sturz in der zweiten Runde musste Jaymian das Rennen vorzeitig aufgeben.
Im zweiten Lauf zeigte er großen Kampfgeist. Trotz eines schwierigen Starts arbeitete er sich kontinuierlich durch das Feld und brachte sein Motorrad auf Rang 27 ins Ziel. Auch wenn sich dies noch nicht in Punkten widerspiegelte, war über das gesamte Wochenende eine deutliche Weiterentwicklung erkennbar.
Persönliches Statement – Jaymian Ramakers #724
„Overall really happy about this weekend and about the progress we made throughout the weekend. Unfortunately a crash in race one ended my race early, but race two was much better. I’m happy with my progress and excited for the races ahead. Thanks to the team for all the support.“
Harry Seel #100
Für Harry Seel begann das Wochenende zunächst vielversprechend. Trotz einer erfolgreichen Qualifikation durfte der Belgier aufgrund einer kurzfristigen Verschiebung und Neuregelung der Qualifikation nicht an den Wertungsläufen teilnehmen.
Am Sonntag erhielt Harry im zweiten Lauf schließlich doch noch die Chance, an den Start zu gehen. Diese nutzte er eindrucksvoll und zeigte über die gesamte Renndistanz ein konstantes und starkes Rennen. Mit einem hervorragenden Start innerhalb der Top 15 etablierte er sich früh im Feld und hielt sich über weite Strecken auf Punktekurs.
Erst ein kleiner Fahrfehler in der letzten Runde kostete ihn die greifbaren Meisterschaftspunkte. Trotz des unglücklichen Endes war es eines seiner stärksten Saisonrennen und ein weiterer wichtiger Schritt in seiner Entwicklung.
Persönliches Statement – Harry Seel #100
„This weekend showed that we’re moving in the right direction. Even though I only got the chance to race on Sunday, I felt good on the bike and had a solid pace throughout the moto. It’s frustrating to miss out on the points because of a mistake on the final lap, but there are a lot of positives to take with us. We’ll keep working and come back stronger.“
MX2 World Championship
Scott Smulders #408
Nach seiner verletzungsbedingten Pause kehrte Scott Smulders beim Grand Prix von Flandern in die MX2-Weltmeisterschaft zurück und zeigte sofort, dass er nichts von seiner Geschwindigkeit verloren hat.
Bereits am Samstag überzeugte der Niederländer mit konstant schnellen Rundenzeiten und arbeitete sich im Qualifikationsrennen nach einem schwierigen Start bis auf Platz zwölf nach vorne.
Auch am Rennsonntag präsentierte sich Scott in starker Form:
- Erster Lauf: Er kämpfte sich bis in die Top Ten vor und beendete das Rennen auf Rang zehn.
- Zweiter Lauf: Zu Beginn des Rennens in einen Sturz verwickelt, musste er das Feld von weit hinten aufrollen. Mit viel Kampfgeist und starkem Rennspeed arbeitete er sich noch bis auf Platz zwölf nach vorne.
Mit Gesamtrang elf gelang Scott ein überzeugendes Comeback auf höchstem internationalem Niveau.
Persönliches Statement – Scott Smulders #408
„First race back after my injury. I’m happy to be racing again. We showed good speed all weekend and I’m satisfied with my comeback. Now it’s time to keep building.“
Teamfazit
Der MXGP of Flanders war für das SixtySeven Racing-Team ein Wochenende, das lange in Erinnerung bleiben wird. Mit dem ersten EMX250-Gesamtsieg von Nicolai Skovbjerg, dem Sprung auf Rang zwei der Europameisterschaft und dem erfolgreichen MX2-Comeback von Scott Smulders wurde die harte Arbeit der vergangenen Monate eindrucksvoll belohnt.
Auch Jaymian Ramakers und Harry Seel konnten trotz schwieriger Ausgangslagen wichtige Fortschritte erzielen und wertvolle Erkenntnisse für die kommenden Rennen sammeln. Die Entwicklung aller Fahrer zeigt, dass das Team auf dem richtigen Weg ist.
Bereits am kommenden Wochenende richtet sich der Fokus wieder auf die ADAC MX Masters in Gaildorf, wo das SixtySeven Racing-Team mit großer Motivation an die starken Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen möchte.
Ein herzliches Dankeschön gilt unseren Sponsoren, Partnern, Mechanikern und Fans. Euer Vertrauen und eure Unterstützung sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Erfolgs. Gemeinsam gehen wir den eingeschlagenen Weg weiter.
Text/Bild: Sixty Seven Racing Team