Das Ténéré Yamaha Rally Team, in Partnerschaft mit Riders for Health (unterstützt von Two Wheels for Life), erlebte eine hervorragende dritte Etappe beim Africa Eco Race 2026. Die offiziellen Fahrer Gautier Paulin und Alessandro Botturi belegten die Plätze vier und sechs, während der Ténéré Spirit Experience-Fahrer Kevin Gallas die Wertungsprüfung als Zweiter beendete und sich damit das zweite Podium in Folge sicherte.
Die 3. Etappe beim Africa Eco Race (AER) war für die Teilnehmer die erste Speziale in voller Länge, nachdem die erste Etappe abgesagt und die 2. Etappe aufgrund extremer Wetterbedingungen verkürzt worden war. Von Tagounite aus startend, bewältigten die Fahrer eine 19 km lange Verbindungsetappe zum Start der Prüfung, gefolgt von 440 km weichem Sand, felsigen Pfaden und den Dünen von Chegaga sowie einer weiteren 55 km langen Verbindung zum Biwak in Assa.
Paulin, der sein erstes Africa Eco Race auf einem Motorrad bestreitet, setzte seinen beeindruckenden Start in die Rallye auf seiner Ténéré 700 Rally fort. Der ehemalige MXGP-Fahrer hat einen guten Rhythmus gefunden. Da sich seine Navigationsfähigkeiten mit jedem Kilometer verbessern, stellt er sein Potenzial im Rally-Raid-Sport unter Beweis. Er beendete die Etappe als Vierter mit einer Zeit von fünf Stunden, drei Minuten und 13 Sekunden und liegt nun auf dem sechsten Gesamtrang, 11 Minuten und 50 Sekunden hinter dem Führenden.
Sein Teamkollege Botturi, der Sieger der 2. Etappe, lieferte eine weitere solide Leistung ab. Der 50-jährige Italiener eröffnete die Etappe als Erster – ein erheblicher Nachteil im Rally-Raid. Er unterlief einen kleinen Navigationsfehler an einem Wegpunkt, der viele Fahrer täuschte, erholte sich jedoch glänzend und beendete die Etappe auf Platz sechs mit einer Zeit von fünf Stunden, sieben Minuten und 37 Sekunden. Damit liegt „Bottu“ nun auf dem fünften Gesamtrang, neun Minuten und fünf Sekunden hinter der Spitze.
Ténéré Spirit Experience (TSE)-Fahrer Gallas, der kürzlich die Addax Rally gewann und erst sein drittes Rally-Raid bestreitet, bewies sein Talent mit einem zweiten Platz und sicherte sich damit zwei Podestplätze in Folge. Der deutsche Fahrer beendete die Etappe in fünf Stunden, einer Minute und 19 Sekunden und belegt in der Gesamtwertung den zweiten Platz, nur fünf Minuten und vier Sekunden von der Spitze entfernt.
In der 4. Etappe verändert sich die Szenerie des AER, da die Rallye in Richtung Atlantik zieht. Vom Biwak aus starten die Fahrer in eine 483 km lange Speziale, die über verschiedenstes Terrain führt und ein echter Test für das fahrerische Können sein wird, gefolgt von einer 5 km langen Verbindung zum Biwak in Khnifiss.
Gesamtklassement nach Etappe 3
Gautier Paulin – P6 Gesamt – 7h 34m 26s Ténéré Yamaha Rally Team: „Heute war eine interessante Etappe. Die Navigation war am Anfang schwierig, also musste ich langsamer fahren und mich konzentrieren, um große Fehler zu vermeiden. Im weiteren Verlauf konnte ich die Etappe dann mehr genießen. Ich bin zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Es war eine Feuertaufe mit vielen Änderungen im Roadbook und kniffliger Navigation, aber ich lerne jeden Tag dazu. Das Motorrad lässt sich fantastisch fahren, ich freue mich also auf Etappe 4.“
Alessandro Botturi – P5 Gesamt – 7h 31m 41s Ténéré Yamaha Rally Team: „Eine solide Etappe heute. Ich musste die Strecke eröffnen, was immer ein großer Nachteil ist, aber ich hielt ein gutes Tempo und fühlte mich bis auf einen kleinen Fehler sehr gut. Ich habe versucht, nicht zu viel Zeit zu verlieren, da die Rallye noch lang ist, und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Das Motorrad war perfekt und lief tadellos. Morgen werde ich versuchen, wieder Zeit auf die Führenden gutzumachen, da ich die Etappe nicht mehr eröffnen muss.“
Marc Bourgeois Ténéré Yamaha Rally Team – Teammanager: „Etappe 3 war die erste echte Speziale und sehr wichtig für die Rallye. Der eigentliche Kampf hat begonnen. Da Alessandro über Nacht die Führung übernommen hatte, musste er die Etappe eröffnen – ein riesiger Nachteil, aber er hat einen tollen Job gemacht. Er hat einen winzigen Navigationsfehler gemacht, aber das ist Rallye, und er hat sich hervorragend zurückgekämpft. Gautier hatte erneut einen beeindruckenden Tag. Er machte zu Beginn ein paar kleine Fehler, aber sein Speed ist außergewöhnlich. Wenn alles zusammenpasst, erwarten wir, dass er richtig glänzt. Kevin lieferte eine weitere exzellente Etappe ab und holte sich das zweite Podium in Folge. Er hat keine Fehler gemacht, was angesichts seiner Erfahrung zeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Alles in allem ein guter Tag, wenn man bedenkt, wie knifflig die Etappe war. Wir konzentrieren uns nun auf Etappe 4.“
Ergebnisse nach Etappe 3:
| Rang | Nr. | Fahrer | Fahrzeug | Zeit | Rückstand |
| 1 | 130 | Thomas Marini | Husqvarna 450 Rally | 07h 22m 36s | – |
| 2 | 171 | Kevin Gallas | Yamaha Ténéré 700 | 07h 27m 40s | + 05m 04s |
| 3 | 176 | Jean-Loup Lepan | KTM 450 Rally Replica | 07h 28m 34s | + 05m 58s |
| 4 | 1 | Jacopo Cerutti | Aprilia Tuareg 660 | 07h 31m 14s | + 08h 38s |
| 5 | 2 | Alessandro Botturi | Yamaha Ténéré 700 | 07h 31m 41s | + 09m 05s |
| 6 | 21 | Gautier Paulin | Yamaha Ténéré 700 | 07h 34m 26s | + 11m 50s |
| 7 | 191 | Mike Wiedemann | Yamaha Ténéré 700 GYTR | 07h 55m 06s | + 32m 30s |
| 8 | 109 | Antonio Maio | Yamaha Ténéré 700 | 08h 00m 40s | + 38m 04s |
| 9 | 6 | Marco Menichini | Aprilia Tuareg 660 | 08h 13m 43s | + 51m 07s |
| 10 | 110 | Francesco Montanari | Aprilia Tuareg 660 | 08h 18m 54s | + 56m 18s |
Text/Bild: Yamaha