Maxime Renaux vom Monster Energy Yamaha Factory MXGP Team hat seine konstante Form zur Mitte der Saison mit dem vierten Gesamtrang bei der siebten Runde der MXGP-Weltmeisterschaft in Teutschenthal, Deutschland, behauptet. Teamkollege Tim Gajser beeindruckte im ersten Lauf und beendete das Rennen als Zweiter, obwohl ein Sturz in der ersten Runde des zweiten Rennens zu einem 19. Platz führte. In der Tageswertung belegte Gajser den siebten Gesamtrang.

Vom französischen Hartboden vor einer Woche reiste das Team für die siebte Runde der Saison nach Deutschland. Die Rennstrecke in Teutschenthal ist dafür berüchtigt, tiefe Spurrinnen zu entwickeln, und das war beim diesjährigen Event nicht anders. Da am Sonntagmorgen Regen fiel, waren die Bedingungen für alle Fahrer besonders herausfordernd.

Nachdem er am vergangenen Wochenende in Frankreich den vierten Gesamtrang belegt hatte, wollte Renaux in Deutschland unbedingt einen Podestplatz einfahren. Im ersten Lauf startete er innerhalb der Top 10 und arbeitete sich nach vorne, um im Ziel den vierten Platz zu erreichen.

Lauf zwei verlief für den Franzosen ähnlich. Von Platz acht in der ersten Runde machte der Yamaha-YZ450FM-Fahrer auf der abtrocknenden Rennstrecke Fortschritte und überquerte die Ziellinie als Sechster. Das Ergebnis unterstrich die Konstanz von Renaux in den vergangenen Runden. Der ehemalige MX2-Weltmeister war jedoch frustriert, das Gesamtpodium zum zweiten Mal in Folge um einen einzigen Punkt verpasst zu haben. Nach seinem starken Ergebnis klettert Renaux auf den fünften Platz in der Meisterschaftswertung und liegt nur noch fünf Punkte hinter Gajser.

Gajsers Wochenende begann am Samstag positiv mit dem zweiten Platz im MXGP-Qualifikationsrennen, obwohl er nach seinem Sturz in Frankreich am vergangenen Wochenende mit leichten Beschwerden antrat. Der fünfmalige Weltmeister nahm diese Form anschließend mit in die Grand-Prix-Rennen und wurde im ersten Lauf des Tages Zweiter.

Lauf zwei verlief für Gajser schwierig, da ein unglücklicher Sturz in der ersten Runde dazu führte, dass er das Rennen fast am Ende des Feldes wieder aufnehmen musste. Da es auf der Strecke nur ein oder zwei trockene Linien gab, erwies sich das Überholen als schwierig, und der Slowene kam im Ziel nicht über Platz 19 hinaus. Insgesamt beendete Gajser das Rennen als Siebter und bleibt nach sieben Runden Vierter in der Meisterschaft.

Die Serie wird nächstes Wochenende mit dem MXGP von Lettland fortgesetzt. Der Grand Prix auf der Sandstrecke von Kegums markiert die achte Runde der Saison, womit sich die Meisterschaft der Halbzeitmarke nähert.

Maxime Renaux

  1. Platz beim MXGP von Deutschland, 33 Punkte
  2. Platz in der MXGP-Meisterschaftswertung, 251 Punkte

„Es ist ein Wochenende mit gemischten Gefühlen für mich. Einerseits bin am Boden zerstört, weil ich das Podium um einen einzigen Punkt verpasst habe, und unglücklicherweise ist das in dieser Saison nun schon dreimal passiert. Es ist schwer zu akzeptieren, wenn man so nah dran ist. Gleichzeitig bin ich mit meiner Fahrweise zufrieden. Mit dem 14. Startplatz ganz außen war die Ausgangslage schwierig und die Starts waren nicht ideal, daher hätte ich heute nicht viel mehr tun können. Wir haben trotzdem einige gute Punkte für die Meisterschaft geholt, was wichtig ist, aber es ist frustrierend, wieder so dicht am Podium zu sein. Wir werden weiterarbeiten und hoffentlich am nächsten Wochenende diesen letzten Schritt machen.“

Tim Gajser

  1. Platz beim MXGP von Deutschland, 24 Punkte
  2. Platz in der MXGP-Meisterschaftswertung, 256 Punkte

„Gestern und der Beginn des heutigen Tages waren eigentlich recht positiv. Der erste Lauf lief wirklich gut und ich habe mich auf der Strecke wohlgefühlt. Der zweite Platz war ein tolles Ergebnis für uns, besonders weil wir vor dem Wochenende wussten, dass es mit den Schmerzen, die ich im Knie habe, schwierig werden würde. Der zweite Lauf war deutlich härter. Ich hatte keinen guten Start und habe dann in der ersten Runde ein paar Fehler gemacht. Auf der Startgeraden bin ich mit Maxime aneinandergeraten und wenig später habe ich auf einem der Sprünge hinab zur Ziellinie die Kontrolle über das Vorderrad verloren. Ich habe versucht, es mit dem Bein abzufangen, aber es hat mich vom Motorrad geworfen und ich hatte einen ziemlich heftigen Sturz. Es hat eine Weile gedauert, bis ich weiterfahren konnte, weil die anderen Fahrer immer noch durch diesen Abschnitt gesprungen sind. Als ich das Rennen wieder aufnahm, war der Lenker stark verbogen, was das Motorrad extrem schwer zu fahren machte. Trotzdem habe ich nicht aufgegeben und mich einfach darauf konzentriert, ins Ziel zu kommen. Es war frustrierend, weil es ein Fehler war, den man hätte vermeiden können, aber gleichzeitig bin ich dankbar, dass es mir nach so einem schweren Sturz gut geht. Aus diesem Rennen kann man definitiv Lehren ziehen. Ich muss in den ersten Runden etwas geduldiger sein, besonders wenn ich nicht den Start erwische, den ich mir wünsche. Vielen Dank an das gesamte Team für die harte Arbeit und die Unterstützung am gesamten Wochenende.“

Text/Bild: Yamaha Racing