Am 21. Februar 2026 geht die FIM SuperEnduro-Weltmeisterschaft in die heiße Phase. Mit Runde 5 in der Belgrad-Arena steht der drittletzte Lauf auf dem Plan – und damit die Vorentscheidung im Titelkampf. Da Serbien zum ersten Mal im Kalender auftaucht, blicken alle Augen auf das Track-Design: Wie viel Platz bietet die Arena für Rhythmus-Sektionen und wie technisch werden die Steinfelder ausfallen?

In der Prestige-Klasse ist die Ausgangslage vor dem GP in Serbien deutlich. Billy Bolt führt die Weltmeisterschaft mit 249 Punkten an und hat bisher jeden Gesamtsieg der Saison eingefahren. Sein Vorsprung auf Jonny Walker, der mit 188 Punkten auf Rang zwei liegt, ist zwar komfortabel, lässt aber bei noch drei ausstehenden Rennen keinen Raum für Nachlässigkeiten. In Belgrad startet jeder Rider bei Null, da es für niemanden Erfahrungswerte zu diesem neuen Austragungsort gibt. Hinter dem Führungsduo kämpft Mitch Brightmore (169 Pkt.) darum, den Anschluss an Walker zu halten, während Eddie Karlsson (153 Pkt.) und Dominik Olszowy (101 Pkt.) die Top 5 komplettieren.

Neben den WM-Klassen der Prestige-, Junior- und der Youth-Klasse steht in Serbien auch eine nationale Klasse im Fokus. Dieses Rennen bietet lokalen Top-Fahrern die Chance, sich auf dem anspruchsvollen WM-Parcours zu beweisen. Für die sportliche Dynamik des Abends ist das nationale Feld eine interessante Ergänzung, da es die lokale Enduro-Szene in das internationale Event integriert.

In den Hauptläufen wird vor allem die physische Komponente entscheiden. Drei Finals über jeweils sechs Minuten plus eine Runde verzeihen keinen Konditionseinbruch – erst recht nicht in einer neuen, aufgeheizten Halle. Das Event in Belgrad wird damit zum nächsten Härtetest für das Material und die Ausdauer der Piloten, bevor es in das große Saisonfinale geht.