Die Rennstrecke „Le Dune“ in Riola Sardo, 15 Kilometer von der sardischen Westküste entfernt, ist an diesem Wochenende zum sechsten Mal in Folge Gastgeber für den Grand Prix von Sardinien. Zur vierten Runde der Saison 2026 begrüßte die Strecke, die weithin als eine der anspruchsvollsten der Welt gilt, die Fahrer der FIM Motocross-Weltmeisterschaft mit Sonnenschein und hohen Temperaturen.

Andrea Bonacorsi, der nach seiner vor einem Monat in Argentinien erlittenen Verletzung zurückkehrte, beendete das Freie Training auf dem zehnten Platz, einen Rang vor seinem Teamkollegen Calvin Vlaanderen. Im anschließenden Zeittraining belegte Bonacorsi den elften Platz, während der Niederländer Zwölfter wurde. Jeremy Seewer, am Morgen noch 18., landete stattdessen auf Rang 25. Zu Beginn des Qualifikationsrennens bogen Vlaanderen und Bonacorsi auf den Plätzen 15 bzw. 16 in die erste Kurve ein. Die Nummer 10 (Vlaanderen) machte in der ersten Runde Boden gut und schloss zu den Top 10 auf, während Seewer außerhalb der Top 20 lag. Calvin erlitt jedoch ein technisches Problem, wodurch er auf den 14. Platz zurückfiel, bevor er drei Runden vor Schluss zur Aufgabe gezwungen war. Es war ein herausforderndes Rennen für Bonacorsi, der auf der Desmo450 MX mit der Nummer 132 intensiv um den 15. Platz kämpfte und schließlich als 17. die Zielflagge sah, vor Seewer auf Platz 24.

Ein positiver Tag war es hingegen für Ferruccio Zanchi, der in Riola sein Debüt in der MX2 FIM Weltmeisterschaft 2026 auf der Desmo250 MX des Beddini Racing Ducati Factory MX2 Teams gab. Nachdem er die ersten drei Runden des Jahres verpasst hatte, kehrte er nach elf Monaten Abstinenz zu einem vollen Grand Prix zurück. „Ferro“ beendete das Freie Training auf dem 14. Platz und schaffte es im Zeittraining, eine hervorragende siebtschnellste Zeit zu setzen. Nach einem komplizierteren Start als erwartet fand Zanchi im Rennen einen starken Rhythmus und beendete den 12-ründigen Qualifikationslauf als Neunter, womit er seine ersten zwei Meisterschaftspunkte der Saison sammelte.

Text/Bild: Ducati corse