Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP stürmte beim portugiesischen Lauf der FIM MXGP-Motocross-Weltmeisterschaft in Agueda zu seinem vierten Podium des Jahres und festigte damit zur Saisonhalbzeit seinen dritten Platz in der Gesamtwertung weiter.
Der Franzose bog im ersten Lauf als Dritter in die erste Kurve ein, doch in einer übervorsichtigen Eröffnungsrunde zogen zwei der aggressivsten Rivalen der Meisterschaft an ihm vorbei. Er fing sich jedoch schnell wieder, schloss sich einer vierköpfigen Spitzengruppe an und war in der Wellensektion sichtlich der Schnellste. Da er jedoch fünf weitere Runden brauchte, um auf den dritten Platz vorzustoßen, verlor er den Anschluss an die beiden Führenden und musste sich im Ziel mit Rang drei zufriedengeben. Beim Start zum zweiten Lauf wurde er auf dem Weg zur ersten Kurve eingeklemmt, machte aber mit aufeinanderfolgenden Überholmanövern schnell Boden gut, schob sich noch in der ersten Runde auf Platz sieben vor und schaffte in der zweiten Runde ein spektakuläres Manöver auf Rang sechs. Ein cleverer Linienwechsel sicherte ihm fünf Minuten später den pfünften Platz, und kurz darauf holte er sich Rang vier zurück, um die Jagd auf den Drittplatzierten zu eröffnen – die Position, die er für das Podium brauchte. Er ging das Tempo der Führenden voll mit und übte Druck auf den Dritten aus. Das zahlte sich vier Runden vor Schluss aus, als sein Rivale dem Druck nachgab und Febvre sein viertes Podium der Saison perfekt machen konnte. Da die Serie nun die Halbzeit erreicht hat, geht der Vizemeister bereits mit einem sicheren dritten Platz in der Punktewertung in die zweite Saisonhälfte.
Romain Febvre: „Endlich konnte ich wieder zwei gute Rennläufe zusammenbringen, und ich weiß: Wenn mir das gelingt, stehe ich auf dem Podest. Im ersten Lauf hatte ich einen guten Start und war das ganze Rennen über vorne dabei, aber im zweiten Lauf musste ich mich wirklich herarbeiten. Ich konnte Gajser vor mir sehen und wusste, dass ich ihn für das Podium packen musste. Also habe ich hart gepusht, um ihn einzuholen, und ihn zu einem Fehler gedrängt. Und ich war gar nicht so weit von den Führenden entfernt; es ist zwar hart, nicht direkt mit ihnen zu kämpfen, aber ich komme näher und war dichter dran als im ersten Rennen. Es war schön, eine Strecke mit gutem Grip zu haben, und das Fahren hat mir richtig Spaß gemacht. Es wird interessant sein, nächste Woche nach Südafrika zu reisen; wir sind dort zum ersten Mal, aber es liegt auf der gleichen Höhe wie Mexiko, also wissen wir, was zu tun ist.“
KRT-Teamkollege Pauls Jonass sah sich im ersten Lauf in Kurve eins nach außen gedrängt, kämpfte sich dann aber von außerhalb der Top 10 zügig nach vorne und beendete die erste Runde als Siebter. Es sah zunächst nach einem einsamen Rennen für den Letten aus, da die Führenden bereits enteilt waren, doch zur Rennmitte fing er sich wieder und fuhr in der Schlussphase zügig auf den sechsten Platz vor. Ein Top-3-Start im zweiten Lauf war die Basis für ein weiteres exzellentes Rennen; in der hektischen Startrunde musste er zwar ein paar Plätze abgeben, reagierte aber stark, um sich noch vor der Rennhalbzeit wieder in die Top 6 zu schieben. Diese Position hielt er sicher und holte sich damit den verdienten sechsten Gesamtrang. In der Punktewertung bleibt er damit Zehnter, hat aber vor der zweiten Hälfte der Serie den Rückstand auf Platz acht deutlich verkürzt und kann zuversichtlich darauf blicken, in der Tabelle weiter nach oben zu klettern.
Pauls Jonass: „Ein weiteres positives Wochenende mit gutem Speed und starkem Fahren. Ich war mit meinem Tempo im ersten Lauf und den konstanten Rundenzeiten zufrieden. Mein Start im zweiten Rennen war wirklich gut, aber ich bin anfangs etwas verkrampft gefahren und habe in der ersten Runde ein paar schlechte Linien gewählt, wodurch ich einige Fahrer vorbeilassen musste. Aber die ganze harte Arbeit zahlt sich endlich aus und ich komme den Jungs ganz vorne Schritt für Schritt näher.“
Text/Bild: Kawasaki Racing Team