Nach dem extremen Saisonauftakt in Jüterbog, der durch tiefwinterliche Bedingungen mit gefrorenem Boden, Eis und Schnee geprägt war, steht am kommenden Samstag, den 21. Februar 2026, der zweite Lauf des ROCK Oil Enduro Wintercups an. Schauplatz ist das Gelände des MSC Burg Eisenhardt e.V. in Reetz. Dass die Serie den Nerv der Szene trifft, zeigt das erneut beeindruckende Fahrerfeld: Wie schon zum Auftakt werden wieder über 300 Starter erwartet, die sich der Herausforderung im Gelände stellen.
Die Teilnehmer erwartet ein Rundkurs von ca. 5 km Länge, der speziell für diesen Lauf abgesteckt wurde. Während das erste Rennen vor allem fahrerische Präzision auf spiegelglattem Untergrund erforderte, sorgt der Wetterumschwung nun für völlig andere Bedingungen. Die Vorhersage meldet für den Renntag mildere Temperaturen um die 8°C und leichten Regen bei böigem Wind aus Südwest. Damit weicht der Frost endgültig aus dem Boden. Der direkte Wechsel vom harten Eis hin zum nun aufgeweichten, tiefen märkischen Sand wird das große Fahrerfeld vor eine völlig neue Aufgabe stellen.
Sportlich gesehen ist die Ausgangslage spannend: Paul-Erik Huster konnte sich unter den schwierigen Bedingungen in Jüterbog den Tagessieg sichern und reist damit als Favorit nach Brandenburg. Dicht auf den Fersen sind ihm Felix Bopp und Stefan Schulz, die beim Auftakt die Plätze zwei und drei belegten. Auch Daniel Mörbe, Denis Wieczorek und Nico Szebrat haben mit ihren Platzierungen in den Top 6 bewiesen, dass sie zur absoluten Spitze der Serie gehören.
In Reetz werden die Karten nun neu gemischt: Wo beim Saisonstart noch das Überwinden von Eisplatten im Fokus stand, zählt auf dem 5 km langen Kurs nun vor allem die physische Ausdauer. Die sandigen Passagen in Reetz sind dafür bekannt, dass sie im Rennverlauf stark ausfahren und tiefe Wellen bilden, was den Piloten in den Klassen E1 bis E3 sowie den Senioren konditionell alles abverlangen wird. Auch der Nachwuchs in den Kids-Klassen wird auf dem nassen, weichen Boden gefordert sein, seine Technik schnell anzupassen.
Für die Zuschauer bietet das Rennen traditionell gute Einblicke in die Strecke, besonders an den sandigen Auffahrten. Es bleibt abzuwarten, welche der über 300 Fahrer den Umstieg von der „Eiszeit“ auf das nasse, lose Geläuf am besten bewältigen und sich eine gute Ausgangsposition für das große Finale eine Woche später in Treuenbrietzen sichern können.
Bild: Marcel Hönisch