Vor dem Showdown des ADAC MX Masters 2026 waren zwei von vier Titel schon weg. Am ersten Renntag im Süden Brandenburgs wurde bereits ein dritter vergeben.
Am ersten Tag des diesjährigen Motocross-Festes des MSC Fürstlich Drehna e. V. im ADAC gab es bei herrlichem Spätsommer-Wetter auf der Traditionsrennstrecke „Rund um den Mühlberg“ die ersten drei Rennen und dabei durchweg Favoritensiege.
Vorm Finale der deutschen Vorzeige-Motocross-Serie ADAC MX Masters standen der Niederländer Roan van de Moosdijk in der gleich der Serie lautenden Top-Klasse und der Däne Nicolai Skovbjerg in der unmittelbaren Nachwuchsklasse ADAC MX Youngster Cup bereits als Meister 2026 fest. Beide bestätigten mit ihren heutigen Rennsiegen die Richtigkeit ihrer Titel.
In der untersten Kategorie, dem ADAC MX Junior Cup 85 (ccm), gewann der als Tabellenleader angereiste Lette Martins Cirulis das Samstagsrennen und tütete damit zumindest leicht vorzeitig seinen Meistertitel ein.
Die Akteure des ADAC MX Junior Cup 125 trainierten am ersten Veranstaltungstag nur. Sie tragen ihre zwei Rennen am Sonntag aus. Ebenso treten die Masters- und Youngster-Piloten am Sonntag zwei Mal an, kommen also, wie üblich, auf insgesamt drei Heats.
Auf Pole Position folgte Start-Ziel-Sieg
Mit seiner mit Abstand schnellsten Quali-Runde sicherte sich Roan van de Moosdijk den besten Startplatz für die Masters-Rennen des letzten Renn-Wochenendes des Jahres in Fürstlich Drehna. Damit war ein möglicher Rennverlauf bereits vorgezeichnet, und so kam es dann auch. Mit dem Holeshot übernahm der KTM-Pilot vom Kosak Racing Team umgehend die Spitze, setzte sich schnell ab und gewann nach der Renndistanz von 25 Minuten plus zwei Runden mit deutlichem Vorsprung. Dem Zweitplatzierten, dem Esten Jörgen-Matthias Talviku (Yamaha, SHR Motorsports by Hartje), fehlten im Ziel 12,486 Sekunden auf den Sieger. Dritter wurde der Schweizer Kevin Brumann (Husqvarna, MX-Handel Husqvarna Racing) vorm besten Deutschen Noah Ludwig aus Aschersleben (KTM, KTM Sarholz Racing Team). Anfangs hatte dessen Teamkollege Tom Koch aus Wormstedt auf der zweiten Position gelegen, fiel aber noch auf Platz sechs hinter den Finnen Jere Haavisto (KTM, Schmicker Silve Racing) zurück.
Schmerzlich vermisst wird im Line up der langzeitverletzte Maximilian Spies aus Ortrand, der seinem Heimatverein aber unterstützend beiseite steht und auch für die Fans da ist.
Youngster-Champion hatte vorgelegt
Zuvor hatte im Rennen zum ADAC MX Youngster Cup Nicolai Skovbjerg (Husqvarna, SixtySeven Racing-Team) vorgelegt und ebenso per Solo-Fahrt gewonnen. Hier gingen die Plätze zwei und drei an den Finnen Saku Mansikkamäki (KTM, Schmicker Silve Racing) und den Esten Sebastian Leok (Husqvarna, MX-Handel Husqvarna Racing). Bester Deutscher war hier Valentin Kees aus Schwabniederhofen (KTM, Kosak Racing Team).
Die beiden Club-Fahrer des MSC Fürstlich Drehna, Richard Stephan aus Großräschen (KTM, KTM GST Berlin Racing) und Joshua Völker aus dem thüringischen Bad Liebenstein (KTM, Becker Racing), mussten nach turbulentem Rennbeginn mit den Plätzen 18 und 24 vorliebnehmen.
Drei Viertel Planerfüllung
Im 85er-Junior-Cup-Rennen wollte Patriks Cirulis seinem Bruder Martins (beide Husqvarna, Schmicker Silve Racing) den Titel noch streitig machen. Nachdem er die Führung übernommen hatte, baute er in seine zweite Rennrunde einen Fehler ein und fiel bis auf Platz 38 ans Ende des Feldes zurück. Seine Aufholjagd brachte ihn noch bis auf Platz 14 nach vorn, doch da Martins das Rennen souverän gewann, durfte er sich kurz nach der Zieldurchfahrt das Meister-T-Shirt überstreifen lassen. Dem Zweit- und Drittplatzierten, dem Esten Robin Robert Mooses (Husqvarna, MX-Handel Husqvarna Racing) und dem Briten Harry Daele (KTM, KTM MX Futures) hatte Martins Cirulis bei seiner Siegesfahrt nicht den Hauch einer Chance gelassen.
Nur trainiert
Im Qualifying um die besten Startplätze des ADAC MX Junior Cup 125 setzte sich der Schweizer Emil Ziemer (KTM, Motobike Racingteam) durch. Nach ihm dürfen am Sonntag der Meisterschaftsführende Lucas Leok aus Estland (KTM, KTM MX Futures) und dessen Landsmann Aston Allas (Yamaha, Redmoto Racing) zur Startplatzwahl ans Gatter. Viertschnellster war Finn Lange aus Eggesin (KTM, KTM GST Berlin Racing). Die Meisterschaftsentscheidung fällt am Sonntag zwischen Lucas Leok und Emil Ziemer.
Als Neuntschnellster des Zeittrainings war das weitere MSC-Eigengewächs Mark Tanneberger aus Finsterwalde (KTM, Becker Racing) drittschnellster Deutscher. Der Ruhlander Moritz Firl (KTM, KTM GST Berlin Racing) belegte Platz 25.
Das Programm des letzten Renntages der Saison 2026 im groben Überblick
Der Rennsonntag beginnt 8:30 Uhr mit den obligatorischen Warm-up-Trainings aller Klassen. Das erste Rennen (Junior Cup 125) wird 10:10 Uhr gestartet. Nach der Mittagspause von 11:30 Uhr bis 13:00 Uhr inklusive der Autogrammstunde (11:45 bis 12:15 Uhr) mit den Top-Fahrern der Masters-Klasse geht das Programm bis ca. 17:15 Uhr. Letzter Rennstart (ADAC MX Masters) ist 16:45 Uhr.
Weitere Infos gibt es unter www.msc-fuerstlich-drehna.de sowie www.adac-motorsport.de.
Text/Bild: Thorsten Horn