Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP qualifizierte sich auf dem Shanghai International Off-road Circuit als Zweiter für den China-Lauf der FIM MXGP-Motocross-Weltmeisterschaft.

Der Franzose nutzte seine zweitbeste Startplatzwahl aus dem Zeittraining optimal und sicherte sich mit einem klaren Holeshot im Qualifikationsrennen die Führung durch die erste Kurve, bevor er diese nach einer halben Runde wieder abgeben musste, als er in einer lockeren Kurve durch das Einbrechen des Anliegers an Schwung verlor. Er fasste sich jedoch schnell wieder und blieb konsequent am Thema, während sich die beiden Führenden vom Rest des Feldes absetzten. Die beiden Erstplatzierten der Weltmeisterschaft fuhren im gleichen Tempo das gesamte Rennen Stoßstange an Stoßstange und überquerten die Ziellinie schließlich mit zwanzig Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten.

Romain Febvre: „Ich habe mich heute wirklich gut gefühlt. Ausnahmsweise hat auch der Start gepasst, aber ich wusste, dass Jeffrey mich sofort unter Druck setzen würde. Nach der Hälfte der Runde bin ich in einer Kurve nach außen gegangen; ich hatte diese Linie in der Besichtigungsrunde nicht geprüft und der Anlieger war komplett ausgefahren. Danach hing ich das ganze Rennen über an seinem Hinterrad, deshalb hoffe ich morgen erneut auf zwei gute Starts – dann kann ich um den Sieg kämpfen.“

Pauls Jonass schaffte gemeinsam mit seinem KRT-Teamkollegen den Sprung unter die Top 3 im Zeittraining und erwischte ebenfalls einen starken Start in die erste Kurve, stürzte jedoch, nachdem er von innen touchiert wurde. Den Rest des Rennens verbrachte der Lette mit einer Aufholjagd, die ihn letztlich noch auf Rang neun brachte.

Pauls Jonass: „Ich habe im Zeittraining gezeigt, dass ich den Speed habe, und mir ist ein wirklich guter Start gelungen, aber dann habe ich es einfach weggeworfen. Ich bin enttäuscht, weil ein gutes Ergebnis drin gewesen wäre. Ich muss jetzt darauf hoffen, morgen von P9 aus gute Starts zu erwischen und auf zwei Rädern zu bleiben, denn die Strecke hat kaum Ausweichlinien, sodass Überholen extrem schwierig ist.“

Kay Karssemakers von DRT Kawasaki fuhr in der FIM MX2-Motocross-Weltmeisterschaft mit einer starken Aufholjagd von Platz elf auf sieben zu seinem neunten Top-10-Ergebnis in einem Qualifikationsrennen in dieser Saison. Im Ziel musste er sich lediglich sechs reinen Werksmaschinen geschlagen geben.

Kay Karssemakers: „Mein Start war nicht der beste und in der ersten Kurve ging es ziemlich hektisch zu, aber ich konnte schon in der ersten Runde einige gute Überholmanöver ansetzen und habe bis zum Schluss um P7 gekämpft. Es war nicht einfach zu überholen, aber das geht allen so und ich habe ein paar gute Linien gefunden.“

Text/Bild: Kawasaki Racing Team