Jonny Walker von Triumph Factory Racing zeigte beim Red Bull Erzbergrodeo 2026 in Eisenerz, Österreich, ein beeindruckendes Tempo, bevor ein Ast den Kühler seiner TF 250-E beschädigte und ihn zur Aufgabe zwang. Der dreifache Erzberg-Sieger lag in der Anfangsphase des weltberühmten Hard-Enduro-Events fest auf Kurs und sah ganz danach aus, als könne er sein starkes Ergebnis aus dem Jahr 2025 noch einmal verbessern.

Es begann mit dem Highspeed-Prolog auf der „Iron Road“, bei dem die Fahrer die gewaltigen Hänge des Erzberg-Steinbruchs im Kampf um die Startpositionen für das Hare Scramble am Sonntag bezwangen. Walker lieferte an den zwei Qualifying-Tagen konstante Läufe ab. Mit dem 11. Gesamtrang sicherte sich Jonny souverän einen der enorm wichtigen Startplätze in der ersten Reihe für das Hauptrennen am Sonntag.

Als die Startflagge für das Red Bull Hare Scramble fiel, setzte sich Walker sofort in der Führungsgruppe fest und arbeitete sich durch das extreme österreichische Gelände nach vorne. Bis zum vierten Checkpoint hatte sich Jonny auf seiner TF 250-E auf den vierten Platz vorgekämpft und begann, die Lücke zum Spitzentrio zu schließen. Der Brite bewies den Speed und die Erfahrung, die ihn zu einem der erfolgreichsten Fahrer in der Geschichte des Erzbergs machen, und blieb voll im Rennen, als es in die anspruchsvollsten Abschnitte ging.

Im weiteren Verlauf des Rennens erwies sich der berüchtigte Abschnitt „Carl’s Dinner Light“ für viele der Spitzenreiter als harte Nuss, und auch Walker verlor beim Bewältigen dieses technisch extrem schwierigen Hindernisses wertvolle Zeit. Trotz dieses Rückschlags pushte er weiter nach vorne, bis ihn kurz vor Checkpoint 14 das Pech einholte.

Ein Ast durchbohrte den Kühler seiner TF 250-E, was einen irreparablen Schaden verursachte und ihn zur Aufgabe zwang. Dieses Ergebnis bedeutete das enttäuschende Ende einer ansonsten extrem vielversprechenden Leistung.

Jonny Walker
„Leider haben wir es dieses Jahr nicht ins Ziel geschafft, was wirklich schade ist, denn anfangs lief es richtig gut. Ich war vorne mit dabei und habe mich auf dem Bike super gefühlt, aber dann hat sich ein Ast von einem Baum gelöst und ging direkt durch den Kühler. Ich habe noch versucht weiterzufahren, aber der Schaden war einfach zu groß und das Risiko zu hoch, noch größere Probleme zu verursachen, sodass wir aufhören mussten. Es ist enttäuschend, weil ich das Gefühl hatte, dass wir den Speed für ein starkes Ergebnis hatten. Außerdem habe ich direkt nach dem Start einen Stein abbekommen, wodurch ein Zahn abgebrochen ist – es war also definitiv nicht mein glücklichster Tag, aber so ist der Rennsport. Nächstes Jahr greifen wir wieder an!“

Ian Kimber – Head of Global Racing Programmes, Triumph Motorcycles
„Natürlich sind wir über das Ergebnis am Erzberg wahnsinnig enttäuscht, aber so ist der Rennsport – es war einfach ein unglücklicher Zwischenfall, der uns aus dem Rennen geworfen hat. Jonny war so heiß drauf, genau wie das gesamte Team, und wir haben der Welt einmal mehr gezeigt, was unser Bike bei diesem legendären Event leisten kann. Wir wissen absolut sicher, dass Jonny bis zum Schluss um das Podium gekämpft hätte. Er ist bitter enttäuscht, aber wir sind stolz darauf, wie weit wir gekommen sind, und freuen uns auf die nächste Herausforderung.“

Text/Bild: Triumph Racing