Mit dem Gewinn der FIM-EnduroGP-Weltmeisterschaft 2026 bei der vorletzten Runde der Paulo Duarte FIM EnduroGP World Championship festigt Josep Garcia seinen Status als dominantester Fahrer seiner Generation weiter.
Als titelverteidigender EnduroGP-Weltmeister ging der Fahrer von Red Bull KTM Factory Racing in die diesjährige Paulo Duarte FIM EnduroGP World Championship – mit der Zielscheibe auf dem Rücken, als er seine Jagd auf den dritten Gesamttitel in Folge begann.
Natürlich drehten sich die Fragen vor der Saison darum, ob Josep seine Spitzenposition in der EnduroGP-Wertung behaupten könne.
Da zahlreiche Fahrer ihre Programme änderten und andere wieder vollkommen genesen zurückkehrten, stellte sich die Frage, ob diese Faktoren seinen Rivalen helfen würden, die Lücke zum KTM-Pilot zu schließen und einen noch engeren Titelkampf als in den Vorjahren zu erzwingen.
Doch von Anfang an brachte Josep etwaige Zweifler schnell zum Schweigen.
Ein dominanter Sieg am ersten Tag der ersten Runde in Italien zeigte, dass er es ernst meinte. Indem er am folgenden Tag einen dritten Platz nachlegte, verließ er Sizilien als Tabellenführer und sollte nie mehr ernsthaft gefordert werden.
Bislang stand Josep von sechs Runden und 12 Renntagen bei jeder Runde mindestens einmal ganz oben auf dem EnduroGP-Podium, während er in Spanien und beim GP von Portugal II jeweils einen Doppelsieg feierte.
Seine hundertprozentige Podest-Serie von acht Siegen, drei zweiten Plätzen und jenem dritten Gesamtrang an Tag zwei in Italien gipfelte darin, dass er sich zuletzt beim Polisport GP von Frankreich vorzeitig den EnduroGP-Titel sicherte.
Die begehrte EnduroGP-Krone eine Runde vor Schluss zu gewinnen, ist etwas, das vor ihm noch keinem Fahrer seiner Generation gelungen ist.
Neben seinem Hattrick an EnduroGP-Titeln ist es jedoch vor allem seine aktuelle Bilanz von 48 EnduroGP-Siegen, die ihn zunehmend vom Rest des Feldes abhebt.
Mit einem gewaltigen Vorsprung von 20 EnduroGP-Siegen auf seinen nächsten Verfolger, Steve Holcombe, ist das, was Josep auf der Strecke leistet, schlichtweg unglaublich.
Und während die Atmosphäre in Saint-Agrève elektrisierend war, spiegelten sich diese Erfolge in der puren Freude auf Joseps Gesicht wider, als er die letzte Spezialprüfung an Tag zwei als Weltmeister absolvierte.
Mit dem Gewinn seines achten und neunten Weltmeistertitels – er sicherte sich auch den Sieg in der Enduro1-Klasse – brachen die Feierlichkeiten aus und seinen Emotionen freien Lauf. All die harte Arbeit und die Opfer auf dem Weg dorthin hatten sich wieder einmal ausgezahlt.
Es ist eine Untertreibung zu sagen, dass 2026 eine unglaubliche Saison für Josep war. Wohl eine seiner besten – selbst wenn sie noch nicht einmal ganz abgeschlossen ist.
Da das Saisonfinale, der Forsiteservices GP von Wales, vom 7. bis 9. August erst noch bevorsteht, können wir uns sicher sein, dass unser FIM-EnduroGP-Weltmeister von 2026 weitere herausragende Leistungen zeigen wird, wenn er einem dominanten Jahr den letzten Schliff verleiht.
Text/Bild: Enduro GP