Der MXGP of Italy in Montevarchi stellte Fahrer, Mechaniker, Motorräder und die Strecke gleichermaßen auf eine harte Probe. Temperaturen weit jenseits der 30-Grad-Marke sorgten für eine echte Hitzeschlacht, während die ohnehin anspruchsvolle Hartbodenstrecke von Miravalle bei vielen Fahrern für Diskussionen sorgte. Tiefe Rillen, harte Kanten und ein sehr selektiver Untergrund machten Überholmanöver schwierig und verlangten höchste Konzentration über die gesamte Renndistanz.
Für das SixtySeven Racing-Team gingen Harry Seel #100 und Nicolai Skovbjerg #2 in der stark besetzten EMX250-Klasse an den Start. Zudem stellte sich Maximilian Ernecker #919 den anspruchsvollen Bedingungen und arbeitete weiter daran, die Fortschritte der vergangenen Wochen in konstante Rennergebnisse umzusetzen. Unter den extremen Bedingungen standen für alle Fahrer Kampfgeist, Durchhaltevermögen und wichtige Erfahrungen im Mittelpunkt.
EMX250
Harry Seel #100
Harry Seel zeigte in Montevarchi eine solide Entwicklung und konnte insbesondere im zweiten Lauf mit einer starken Aufholjagd überzeugen. Nach Platz 36 im Zeittraining musste er sich zunächst mit einer schwierigen Ausgangsposition auseinandersetzen. Im ersten Rennen überquerte er die Ziellinie auf Rang 28.
Im zweiten Lauf bewies Harry jedoch Kampfgeist und starke Fitness. Nach einem schwierigen Rennbeginn arbeitete er sich von Position 25 auf Rang 22 nach vorne und konnte diese Platzierung bis ins Ziel verteidigen. Besonders erfreulich waren dabei seine konstant schnellen Rundenzeiten über die gesamte Distanz.
Harry Seel #100: „Dieses Wochenende war insgesamt positiv, besonders im zweiten Lauf. Dort konnte ich mich von Platz 25 auf Rang 22 nach vorne arbeiten und meine Rundenzeiten waren über das gesamte Rennen hinweg wirklich stark. Darauf können wir aufbauen. Jetzt müssen wir weiter daran arbeiten, im Zeittraining besser abzuliefern, damit wir uns eine bessere Startposition sichern und uns das Leben in den Rennen etwas einfacher machen.“
Nicolai Skovbjerg #2
Für Nicolai Skovbjerg verlief das Italien-Wochenende deutlich unter seinen Erwartungen. Von Beginn an fand der Däne nicht seinen gewohnten Rhythmus und hatte Schwierigkeiten, sich an die extremen Bedingungen und den anspruchsvollen Kurs anzupassen.
Gemeinsam mit dem Team wurden während des Wochenendes mehrere Änderungen am Motorrad vorgenommen, die sich als sehr positiv herausstellten. Dennoch gelang es Nicolai nicht, sein gewohntes Fahrgefühl zu finden. Die Kombination aus einer technisch anspruchsvollen Strecke und den extremen Temperaturen machte das Wochenende zusätzlich schwierig. Trotzdem verlässt Skovbjerg Italien mit einem wichtigen positiven Aspekt: Gesundheit und neue Erkenntnisse für die kommenden Rennen.
Nicolai Skovbjerg #2: „Um ehrlich zu sein, war das ein schlechtes Wochenende. Ich bin nie wirklich so gefahren, wie ich es von mir kenne. Ich war zu verkrampft und zu vorsichtig unterwegs. Die Änderungen am Motorrad haben sehr gut funktioniert, aber ich hatte große Schwierigkeiten, mich an die Strecke anzupassen. Die Bedingungen waren extrem hart – sowohl die Strecke als auch die Hitze. Das Wichtigste ist, dass wir gesund nach Hause fahren. Jetzt haben wir ein paar Tage Zeit, um uns neu zu sortieren und in Portugal wieder das zu zeigen, was wirklich in uns steckt.“
Maximilian Ernecker #919
Maximilian Ernecker stellte sich den schwierigen Bedingungen in Montevarchi und konnte über das gesamte Wochenende wichtige Fortschritte machen. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke und bei extremen Temperaturen zeigte der Österreicher eine konstante Leistung und arbeitete weiter daran, sein volles Potenzial abzurufen.
Besonders positiv war die Tatsache, dass Maximilian zunehmend zu seinen konstanten Rundenzeiten zurückfindet. Von Session zu Session konnte er ein stabiles Tempo fahren und wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung sammeln. Auch wenn die Ergebnisse noch nicht vollständig seinen eigenen Ansprüchen entsprechen, ist die Richtung klar erkennbar.
Maximilian Ernecker #919: „Ich finde Stück für Stück wieder zu meinen konstanten Rundenzeiten zurück. Das gibt mir viel Vertrauen. Jetzt müssen wir noch daran arbeiten, den Fahrstil etwas flüssiger zu gestalten und die Geschwindigkeit leichter umzusetzen. Dann werden wir auch die Ergebnisse erreichen, die wir uns gemeinsam vorgenommen haben.“
Teamfazit
Montevarchi war eines jener Rennwochenenden, die mehr Charakter als Pokale formen. Die extremen Temperaturen, die anspruchsvolle Strecke und die körperliche Belastung verlangten allen Beteiligten alles ab. Auch wenn die Ergebnisse nicht vollständig die harte Arbeit widerspiegeln, die Fahrer und Team investieren, konnten wichtige Erkenntnisse gesammelt werden.
- Harry Seel zeigte mit seiner starken Aufholjagd im zweiten Lauf eine positive Entwicklung und bewies, dass die Geschwindigkeit vorhanden ist.
- Nicolai Skovbjerg nahm trotz eines schwierigen Wochenendes wichtige Erkenntnisse mit und blickt bereits motiviert auf die kommenden Aufgaben.
- Maximilian Ernecker konnte unter den schwierigen Bedingungen weitere Fortschritte machen und bestätigte, dass er zunehmend zu seiner Konstanz zurückfindet.
Gemeinsam arbeiten wir weiter daran, diese Entwicklung in die Ergebnisse umzusetzen, die wir uns als Team vorgenommen haben. Jetzt richtet sich der Blick auf die nächsten Rennen. Die Richtung stimmt, die Motivation ist ungebrochen und wir werden weiter hart daran arbeiten, unser Potenzial auf die Strecke zu bringen.
Vielen Dank an alle Sponsoren, Partner, Mechaniker und Fans für euren unermüdlichen Support. Ohne euch wäre dieser Weg nicht möglich.
Text/Bild: SixtySeven Racing Team