Ein Hauch von Nostalgie, der unverwechselbare Duft von Zweitaktgemisch und die absolute Elite des klassischen Geländesports – die weltweite Enduro-Gemeinschaft blickt voller Vorfreude nach Mittelsachsen. Vom 29. September bis 3. Oktober 2026 wird die traditionsreiche Motorradstadt Zschopau zum internationalen Treffpunkt für Klassik-Liebhaber aus aller Welt. Nach intensiver Vorbereitung durch den gastgebenden MSC MZ Zschopau e. V. im ADAC unter der Leitung von Fahrtleiter Norbert Vogler steht fest, dass die Region ihrem Ruf als europäisches Mekka des Geländesports alle Ehre machen wird. Ausgetragen wird die zehnte, jubilierende Auflage der prestigeträchtigen FIM Enduro Vintage Trophy.

Das reine Renngeschehen auf der Strecke beginnt am Mittwoch, den 30. September um 13.00 Uhr, wenn der erste der über 200 gemeldeten Fahrer auf dem Neumarkt über die Startrampe rollt. Direkt im Anschluss wartet mit der „Sander Fördertechnik“ Beschleunigungsprüfung der erste Gradmesser auf Mensch und Material. An den darauffolgenden Tagen geht es für das internationale Feld – aufgeteilt in die Vintage Veteranen Trophy der Nationalmannschaften, die hart umkämpfte Silver Vase sowie Club- und Einzelwertungen – auf den anspruchsvollen Routen ans Eingemachte. Am Donnerstag, den 01. Oktober, startet das Feld ab 08.00 Uhr vom Neumarkt aus in den ersten vollen Fahrtag. Hier warten der „Mücke Motorsport Classic Enduro Test“ in Weißbach, die Sonderprüfung des EMC Witzschdorf und der spektakuläre „Intoplan Test“ am Skihang Zschopau auf die Teilnehmer. Der Freitag bringt ab 08.00 Uhr ein ähnlich hartes Rennprogramm mit dem „Andreas Cyffka Test“ in Venusberg, der Sonderprüfung Wilischthal und dem erneuten Showdown am Zschopauer Skihang.

In der Trophy-Hauptwertung richten sich dabei alle Augen auf die Nationalmannschaften. Italien schickt mit Ikonen wie dem mehrfachen Weltmeister Alessandro Gritti auf Morini Corsaro sowie Giorgio Grasso und Tullio Pellegrinelli auf Puch-Frigerio eine absolute Star-Besetzung ins Rennen. Doch das deutsche Team hält im heimischen Revier mit geballter Legenden-Power dagegen. Ein absolutes Highlight für die Fans an der Strecke wird der Start des viermaligen Europameisters und Zschopauer Urgesteins Harald Sturm sein, der standesgemäß auf einer klassischen MZ GS 250 auf Zeitenjagd geht. Unterstützt wird er von weiteren Hochkarätern wie Uwe Weber auf MZ, den pfeilschnellen Brüdern Bert und Dirk von Zitzewitz auf Maico beziehungsweise Suzuki sowie Davide von Zitzewitz auf KTM als Vertreter der nächsten Generation, die im Kampf um die Podiumsplätze ein gewaltiges Wort mitreden wollen. Die enorme Internationalität spiegelt sich auch in den Übersee-Teams aus den USA, angeführt von Fred Hoess, und Australien wider. Aber auch die skandinavischen Delegationen aus Norwegen und Schweden sowie starke Teams aus Tschechien, Österreich und Polen garantieren packende Positionskämpfe auf den Sonderprüfungen.

Für Technik-Enthusiasten ist das Rennen ein lebendes Museum. Das Spektrum der Klassiker reicht von filigranen 75ccm-Maschinen bis zu brachialen 500ccm-Exoten der Marken Puch Frigerio, Kramer, SWM, Maico, Cagiva, Portal oder BPS. Sie treffen auf die unverwüstlichen Klassiker wie Husqvarna WR, KTM GS, Yamaha IT und Suzuki PE. Besondere Aufmerksamkeit dürften im „MZ-Land“ zudem die seltenen Simson GS-Werksmaschinen sowie urgewaltige BMW Schek-Repliken auf sich ziehen. Das große Finale steigt schließlich am Samstag, den 03. Oktober. Nach dem Start um 08.00 Uhr in Zschopau beginnt ab 10.00 Uhr das absolute Highlight für die Zuschauer, nämlich das packende „Energiequelle GmbH“ Abschlussmotocross in Venusberg. Wenn dort die letzte Zielflagge fällt und die Motoren verstummen, ist die Jagd auf die Sekunden und den begehrten Nationen-Titel dieser geschichtsträchtigen Vintage-Enduro-Woche offiziell entschieden.

Startliste, Zeitplan und weitere Informationen: www.msc-mz.de