ADAC MX Masters 2026 , ADAC MX Masters Gaildorf Maximilian Spies ( Deutschland / KTM / BECKER RACING ) beim ADAC MX Masters

Nach der zweimonatigen Sommerpause des ADAC MX Masters stand für Max am vergangenen Wochenende die fünfte Runde der Serie auf dem Programm. Untätig war er in der Zwischenzeit nicht: Max war in dieser Zeit in der Motocross-Weltmeisterschaft im Einsatz und kam entsprechend gut im Rennrhythmus nach Gaildorf. Auf der rund 1.650 Meter langen Hartbodenstrecke „Auf der Wacht“ in Gaildorf feierte der MSC Gaildorf sein 100-jähriges Jubiläum – bei hochsommerlichen Temperaturen und entsprechend anspruchsvollen Bedingungen. Im Qualifikationstraining fuhr Max auf den achten Platz.

„Der erste Tag war schwierig für mich, weil ich erst wieder in den Hartboden reinkommen musste. Der lehmige Boden hier ist noch einmal eine ganz eigene Nummer“, erklärte Max.

Kurz vor dem ersten Lauf am Samstag wurde die Strecke bewässert, was den ohnehin harten Boden zusätzlich rutschig machte. Max erwischte einen guten Start und lag eine Weile auf dem zweiten Platz, verlor im Rennverlauf jedoch den Anschluss an die Spitze und wurde als Vierter abgewunken.

„Ich war noch ein bisschen verkrampft auf dem harten Boden und habe nicht in meinen Rhythmus gefunden“, sagte Max.

Am Sonntag präsentierte sich Max deutlich lockerer – ausgerechnet dann ging ihm im zweiten Lauf direkt nach dem Fallen des Gatters das Motorrad aus. Als Letzter des 40 Fahrer starken Feldes nahm er die Verfolgung auf und arbeitete sich in einer sehenswerten Aufholjagd bis auf den fünften Platz nach vorne. Vier Runden vor Schluss bekam er einen Dreckbatzen eines vorausfahrenden Fahrers gegen den kleinen Finger, der dabei kurz um 90 Grad abgewinkelt wurde. Dennoch bewies er in der letzten Rennrunde bei Temperaturen um 35 Grad seine Fitness und überholte noch zwei Fahrer.

„Heute habe ich mich richtig gut gefühlt. Von ganz hinten wieder nach vorne zu kommen, war schon eine beachtliche Leistung – gerade auf dieser Strecke, wo viele sagen, man könne schlecht überholen. Der Finger tat gut weh, aber ich habe bis zum Ende auf die Zähne gebissen“, berichtete Max.

Im dritten Lauf machte sich die Verletzung sofort bemerkbar: Schon in der Einführungsrunde merkte Max, dass er den Lenker nicht mehr mit allen Fingern richtig greifen konnte. Er biss sich dennoch durch und kam als Achter ins Ziel. In der Tageswertung bedeutete das Rang fünf. In der Meisterschaft behauptete Max hinter Roan van de Moosdijk und Tom Koch den dritten Platz. Die ärztliche Untersuchung nach dem Rennwochenende brachte Entwarnung: es wurde „nur“ eine Kapselverletzung diagnostiziert, ein Bruch konnte ausgeschlossen werden.

„Schade, ich habe mich am Sonntag richtig gut gefühlt und dachte, da wäre mehr drin. Unter den Umständen war es dennoch ein gutes Wochenende. Klar hätte ich gerne auf dem Podium gestanden, aber das ist Racing, da passiert immer etwas Neues. Ein paar Tage Ruhe und dann sollte es wieder gut sein. Wir haben noch zwei Rennen und sechs Läufe, da kann noch vieles passieren. Vielen Dank an mein Team und an alle Fans, die mich so unterstützen“, so Max.

Neuer Signature-Merch in Kürze erhältlich

Abseits der Strecke stand in Gaildorf außerdem ein kleines Fotoshooting mit Steve Bauerschmidt auf dem Programm: Gemeinsam mit Weber-Werke präsentierte Max den neuen Spicy-Signature-Merch. Zur Kollektion gehören zwei Oversize-Shirts in Weiß und Schwarz – jeweils mit Spicy-Schriftzug auf der Brust und großem Action-Backprint, der sich bei beiden Varianten unterscheidet. Die ersten Bilder gibt es hier als Sneak Preview, in Kürze ist die Kollektion im Weber-Werke Onlineshop erhältlich.

Benennung ins deutsche MXoN-Team

Am Sonntagabend gab es dann noch gute Nachrichten für Max: Er wurde zum zweiten Mal in Folge für das deutsche Nationalteam beim Monster Energy FIM Motocross of Nations nominiert. Gemeinsam mit Tom Koch und Valentin Kees geht Max vom 02. bis 04. Oktober im französischen Ernée für das Team Germany an den Start.

„Es ist ein Traum, nochmals beim Nations für Deutschland fahren zu können. Nachdem ich im vergangenen Jahr leider gesundheitlich stark angeschlagen war, hoffe ich, dass es in diesem Jahr von meinen Voraussetzungen besser läuft. Ich konnte in den USA dennoch viele Erfahrungen sammeln und weiß jetzt, wie der Hase läuft. In der EMX250 habe ich in Ernée das beste Resultat meiner Karriere erzielt. Die Strecke liegt mir also sehr gut. Ich werde mich voll reinhängen, dass wir den Fans ein gutes Ergebnis liefern“, freut sich Max.

Text/Bild: Sebastian Wolter/Steve Bauerschmidt