Nur eine Woche nach den ADAC MX Masters in Gaildorf ging es für SixtySeven RacingTeam direkt weiter nach Schweden. Beim MXGP of Sweden in Uddevalla traf das Team erneut auf die internationale Konkurrenz. Die traditionsreiche Strecke bot mit ihrem harten Untergrund, vielen Spurrillen und technisch anspruchsvollen Passagen eine völlig andere Herausforderung als das vorherige Rennwochenende.

Für SixtySeven Racing-Team gingen vier Fahrer an den Start. Nicolai Skovbjerg #2, Maximilian Ernecker #919 und Harry Seel #100 traten in der EMX250 an. Scott Smulders #408 stellte sich nach seiner Rückkehr in die Weltmeisterschaft erneut dem starken Feld der MX2.

Das Wochenende brachte unterschiedliche Ergebnisse, zeigte aber vor allem eines: Die Geschwindigkeit ist vorhanden. Nicolai verpasste mit Gesamtrang vier das EMX250-Podium nur um einen einzigen Punkt, während Scott in der MX2 nach einem Sturz eine starke Aufholjagd zeigte.

EMX250

Nicolai Skovbjerg #2

Nicolai Skovbjerg gehörte auch in Uddevalla zu den schnellsten Fahrern der EMX250. Seine Rennpace stimmte über das gesamte Wochenende, auch wenn die Starts diesmal nicht optimal verliefen und ihm dadurch zusätzliche Arbeit bescherten. Im ersten Lauf zeigte Nicolai ein starkes Rennen und kämpfte sich bis auf Platz zwei nach vorne. Auch im zweiten Lauf musste er sich seinen Weg durch das Feld erarbeiten und brachte schließlich Rang sechs ins Ziel.

Mit den Ergebnissen 2–6 belegte Nicolai Platz vier in der Tageswertung – lediglich ein Punkt fehlte zum Podium. Gleichzeitig konnte er mit seiner Leistung wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Positionen der Meisterschaft sammeln.

Nicolai Skovbjerg #2:

„Es war ein Wochenende mit großen Höhen und Tiefen. Meine Pace in den Rennen war wirklich gut. Natürlich könnte ich sagen, dass mich die Starts etwas zurückgeworfen haben, aber grundsätzlich muss ich weiter den Fokus nach vorne richten und jede Möglichkeit nutzen. Mit 2–6 und Platz vier overall, nur einen Punkt vom Podium entfernt, kann ich mich über das Wochenende nicht beschweren. Die Meisterschaft ist außer Reichweite, aber wir nehmen die positiven Dinge mit und konzentrieren uns auf die nächsten Rennen.“

Harry Seel #100

Harry Seel setzte in Schweden seinen positiven Entwicklungstrend fort. Bereits in der Qualifikation zeigte er mit Platz 17 und einer starken Rundenzeit, dass er sich im hochklassigen EMX250-Feld zunehmend etabliert.

Im ersten Lauf lieferte Harry zahlreiche gute Zweikämpfe und beendete das Rennen auf Platz 24. Der zweite Lauf begann dagegen mit einem Rückschlag: Bereits in der ersten Runde stürzte er und musste das Rennen praktisch vom Ende des Feldes auf Position 40 neu aufnehmen.

Harry ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen. Mit einer konsequenten Aufholjagd arbeitete er sich bis auf Platz 27 nach vorne und zeigte erneut, dass seine Geschwindigkeit und Konstanz Schritt für Schritt wachsen.

Harry Seel #100:

„Es war ein gutes Wochenende in Schweden. Mit Platz 17 in der Qualifikation und einer starken Rundenzeit war der Start ins Wochenende positiv. Im ersten Rennen hatte ich einige gute Kämpfe und wurde 24. Leider bin ich im zweiten Lauf direkt in der ersten Runde gestürzt und musste von Platz 40 wieder losfahren. Ich konnte mich noch bis auf Platz 27 zurückkämpfen. Ich verbessere mich von Wochenende zu Wochenende und wir arbeiten weiter in diese Richtung. Vielen Dank an das gesamte Team für die Unterstützung.“

Maximilian Ernecker #919

Für Maximilian Ernecker verlief das Wochenende in Uddevalla nicht nach Wunsch. Nach seinen Einsätzen im ADAC MX Youngster Cup stellte sich der Österreicher erneut der starken internationalen Konkurrenz der EMX250.

Mit Platz 26 im ersten Lauf und Platz 31 im zweiten Rennen blieben die Ergebnisse deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Ein Wochenende, das für Maxi vor allem dazu dient, die richtigen Schlüsse zu ziehen und den Blick unmittelbar wieder nach vorne zu richten.

Maximilian Ernecker #919:

„Es war kein gutes Wochenende für uns. Jetzt schauen wir nach vorne und arbeiten weiter.“

MX2

Scott Smulders #408

Scott Smulders bestätigte in Uddevalla, dass er nach seiner Verletzungspause immer besser zurück in seinen Rhythmus findet. Bereits am Samstag fuhr er im Time Practice auf Platz 14 und beendete auch das Qualifying Race auf Rang 14. Mit seiner eigenen Leistung war Scott dennoch nicht vollständig zufrieden – ihm fehlte nach eigener Einschätzung noch etwa eine Sekunde, um in die Fahrergruppe vorzutoßen, in der er sich selbst sieht.

Der erste Lauf am Sonntag begann denkbar ungünstig. Bereits in der zweiten Kurve stürzte Scott und verlor viel Zeit, bevor er das Rennen wieder aufnehmen konnte. Danach folgte jedoch eine beeindruckende Aufholjagd. Vom Ende des Feldes arbeitete er sich bis auf Platz 14 nach vorne. Besonders bemerkenswert war seine Geschwindigkeit: Scott fuhr die neuntschnellste Rennrunde des gesamten Laufs.

Auch im zweiten Rennen war der Start nicht optimal. Nach den ersten Runden lag Scott auf Platz 18, fand anschließend aber immer besser seinen Rhythmus. Er arbeitete sich auf Position 13 nach vorne und schloss zum Ende des Rennens zunehmend auf die Fahrergruppe vor ihm auf.

Scott Smulders #408:

„Am Samstag habe ich mich gut gefühlt und war mit Platz 14 im Zeittraining und im Qualifying Race grundsätzlich solide unterwegs, auch wenn mir noch etwas gefehlt hat. Im ersten Lauf bin ich in der zweiten Kurve gestürzt und habe viel Zeit verloren. Danach war ich mit meinem Fahren sehr zufrieden. Vom letzten Platz bis auf Rang 14 zurückzukommen und dabei die neuntschnellste Rennrunde zu fahren, war positiv. Im zweiten Lauf hatte ich wieder keinen guten Start und war in den ersten Runden etwas zu langsam. Danach wurde es deutlich besser und ich konnte mich von Platz 18 auf 13 verbessern und zur Gruppe vor mir aufschließen. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Danke an das gesamte Team.“

Teamfazit

Uddevalla war für SixtySeven Racing-Team ein Wochenende mit unterschiedlichen Ergebnissen, aber mehreren wichtigen positiven Signalen. Nicolai Skovbjerg bestätigte mit seiner starken Rennpace erneut, dass er zur Spitze der EMX250 gehört und verpasste das Podium denkbar knapp. Harry Seel machte den nächsten Schritt in seiner Entwicklung und zeigte nach seinem Sturz eine starke Reaktion. Für Maximilian Ernecker gilt es, ein schwieriges Wochenende abhaken und gemeinsam weiterzuarbeiten.

Auch der Auftritt von Scott Smulders macht Mut. Nach seiner Verletzungspause kommt die Geschwindigkeit zunehmend zurück. Seine Aufholjagd und die neuntschnellste Runde im ersten MX2-Lauf zeigen, welches Potenzial vorhanden ist.

Vier Fahrer, zwei internationale Klassen und viele Erkenntnisse für die weitere Saison. Das Team nimmt die positiven Entwicklungen aus Schweden mit und arbeitet konsequent weiter.

Ein großer Dank geht an unsere Mechaniker, Partner und Sponsoren, die diese Einsätze auf internationalem Niveau ermöglichen und das Team auch während der intensiven Phase der Saison unterstützen.

Text/Bild: SixtySeven Racing Team/ Fullspectrum