Finale der Deutschen Motocross Meisterschaft erneut in Westsachsen

Auch in diesem Jahr geht die Saison der Deutschen Motocross Meisterschaft „DMX Nationals“ im westsächsischen Thurm zu Ende. Am 19. und 20. September sorgen pro Tag drei Rennklassen, also insgesamt sechs, für kurzweilige Unterhaltung und Motocross-Action vom Feinsten. In vier davon ist der Titelträger 2026 noch vakant.

Los geht es in der Motocross-Arena „An der Lindenallee“ (Voigtlaidener Straße 16, 08132 Mülsen OT Thurm) an beiden Tagen 8:00 Uhr mit den obligatorischen Freien Trainings, an die sich die Zeittrainings sowie Rennen anschließen.

Das erste Rennen wird am Samstag, dem 19. September, 11:25 Uhr und somit kurz vor der einstündigen Mittagspause gestartet. Tags darauf (20.9.) beginnen die für die Tagesgesamtwertung sowie Meisterschaft relevanten Wettkämpfe nach der leicht vorgezogenen Mittagspause um 12:30 Uhr.

Gefahren wird am ersten Tag in den Klassen der Deutschen Jugend Motocross-Meisterschaft bis 50 ccm, bis 85 ccm sowie als Highlight des Tages bis 250 ccm. Sie alle gehen nach ihren Trainingsläufen zwei Mal im Rennmodus an den Start.

Am Sonntag kommen dann die weiteren Solo-Klassen der Deutschen Jugend Motocross-Meisterschaft, die Klassen bis 65 ccm und bis 125 ccm, sowie als Sahnehäubchen die Deutsche Motocross-Meisterschaft Klasse Open zum Zug.

Der Eintritt kostet für die Einzeltage am Samstag 10 Euro und am Sonntag 15 Euro. Das Wochenend-Ticket ist für 20 Euro zu haben. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.

Um den potenziellen Nachwuchs live vor Ort Möglichkeiten aufzuzeigen, bietet der MSC Thurm auch in diesem Jahr für sechs- bis maximal zwölfjährige Kinder an beiden Tagen Schnupperfahrten an. Neben Motorrädern wird auch die Schutzausrüstung gestellt.

Die Favoriten am ersten Tag

In der Viertelliter-Kategorie hat sich bei den vorangegangenen Läufen die Situation an der Tabellenspitze dahingehend zugespitzt, dass Linus Jung aus Hattert in Rheinland-Pfalz mit 340 Punkten auf dem Konto und Fritz Greiner aus Hüttermühle bei Genthin in Sachsen-Anhalt mit deren neun weniger das Titelrennen unter sich ausmachen werden. Zu vergeben sind in Thurm noch einmal 25 Zähler pro Wertungslauf.

Vorzeitiger Meister aus Sachsen kommt zum Heimspiel und „Schaulaufen“

Bei den 85ern steht der Meister 2026 mit Tom Sönke Hänel aus Borstendorf seit dem Rennen in Holzgerlingen eine Woche vorm Finale bereits fest. Um Silber bewerben sich noch der Apoldaer Felix Siegel, Nick de Jong aus Herzogenrath in Nordrhein-Westfalen und Jamiro Peters aus Viersen, ebenfalls in NRW. Während den Sohn des mehrfachen Deutschen Motocross Meisters Daniel Siegl und Nick de Jong nur neun Punkte trennen, sind die Chancen von Jamiro Peters eher theoretischer Natur.

In der kleinsten DMX-Klasse, jener für 50-ccm-Motocross-Maschinchen und die jüngsten Nachwuchsfahrer, führt Melvin Gohlke aus dem thüringischen Kaltennordheim mit 250 Punkten auf seinem Konto das Klassement vor Willy Grünberg aus dem Brandenburgischen Hohenleipisch mit deren 214 an. Demzufolge steht der Thüringer kurz vorm Titelgewinn und könnte diesen gegebenenfalls schon im ersten Wertungslauf dingfest machen.

Der Finaltag des Saisonfinales

Wie es sich gehört, wird die Top-Klasse den Schlusspunkt hinter die Rennen in Thurm sowie die DMX-Saison 2026 setzen, wobei auch in der Open-Kategorie der Titel bereits vergeben ist. Ebenfalls bei der Vorschlussrunde in Holzgerlingen sicherte sich diesen Max Thunecke aus Altmersleben in Sachsen-Anhalt. Zwischen Mark Scheu aus Grabenstetten in Baden-Württemberg, Vincent Gallwitz aus Rheinberg in NRW und dem prominentesten Starter an diesem Wochenende, Noah Ludwig aus Aschersleben, geht es zumindest noch um Silber. Noah Ludwig ist in diesem Jahr „hauptamtlich“ im ADAC MX Masters unterwegs und bestritt parallel wieder etliche WM-Läufe. Die DMX nimmt er nur gelegentlich nebenbei zu Trainingszwecken unter Rennbedingungen mit. Er ist, anders als seine Deutschland beim „Motocross der Nationen“ Anfang Oktober im französischen Ernee vertretenden Mannschaftskollegen Tom Koch und Valentin Kees, nun leider der Einzige der drei, der bei seiner Zusage zu einem Gaststart in Thurm geblieben ist.

Titel nur Formsache?

In der Klasse bis 125 ccm wird in Thurm der diesjährige Meister noch gesucht. Finn Lange aus Eggesin in Mecklenburg-Vorpommern hat 361 Punkte auf seinem Konto und damit 36 Vorsprung auf Tim Schröter aus Ballenstedt in Sachsen-Anhalt. Dementsprechend ist auch für Finn Lange der Titel greifbar nah.

In der Nachwuchsklasse bis 65 ccm kommt Bruno Lenarz aus dem thüringischen Großlohra mit dem ebenfalls beruhigenden Vorsprung von 41 Punkten Vorsprung nach Thurm und könnte somit den Meistertitel auch bereits im ersten Lauf fixieren. Tabellenzweiter ist Matteo Bauten aus Erkelenz in Nordrhein-Westfalen, der wiederum nach hinten 39 Punkte Polster auf Eddi Haustein aus Marienberg hat.

Die Piloten mit ideellem Heimvorteil am Samstag

In allen Klassen mischen neben den bereits genannten Fahrern auch diesmal wieder zahlreiche weitere Lokalmatadore mit. Die größten Hoffnungen ruhen dabei auf dem Clubfahrer des gastgebenden MSC Thurm, Leon Rudolph. Der Crimmitschauer ist sonst im ADAC MX Youngster Cup im Rahmen der ersten Liga des deutschen Motocross, dem ADAC MX Masters, unterwegs und zählt somit zu den Favoriten um die Heat- bzw. den Tagessieg/e am Samstag bei den 250ern. Zu ihm gesellen sich in der gleichen Klasse der derzeit DM-Zwölfte Tim Engelmann aus Hainichen, der etwas zum Enduro abgedriftete Jimmy Opitz aus Langenhessen, Oskar Gühne aus Waldheim, Justin Turowski aus Großschirma, der weitere Clubfahrer Paul-Richard Kipping aus Leisnig und der Drebacher Maxim Günther.

In der 85-ccm-Kategorie kommt Connor Schubert aus Rödlitz als Tabellen-13. zu seinem Heimrennen. Einen Gelegenheitsstart absolvieren hierbei Pit Piehler aus Langenbernsdorf, Oskar Walther aus Frauenstein, Oskar Seidel aus  Reichenbach und Maximilan Ebert aus Lugau.

Bei den 50ern ist Fritz Brenner aus Schlunzig aktuell Gesamtzwölfter und will diese Position bei seinem Heimspiel par excellence möglichst verbessern. Ebenso der Waldenburger Mats Ihle seinen 20. Platz.

Die „Sonntagsfahrer“ mit Heimnimbus

Am Sonntag hält dann Lukas Fiedler aus Waldsachsen die Fahne des MSC Thurm in der Open-Klasse hoch.

Nach vorzeitig erfüllter Mission in der Klasse bis 85 ccm und im Hinblick auf 2027 will Tom Sönke Hänel in Thurm am Sonntag schon mal in die 125er-Kategorie hinein schnuppern. Hier trifft er auf Randy Valentino Schlegel aus Elterlein.

In der 65er-Klasse gehen Hardi Kretzschmar aus Lichtenstein und Oskar Seidels jüngerer Bruder Anton mit dem Bonus des ideellen Heimvorteils an den Start.

Weitere Infos unter www.msc-thurm.de.

Text/Bild: Thorsten Horn